Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

Textbeitrag in der Sicherheits-Forum Juni 2008

Freitag, 4. Juli 2008

Die JOMOS Brandschutz AG mit Sitz in Balsthal/SO ist seit Jahrzehnten im Geschäft mit Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) als RWA Planer und RWA Errichter. Mit der deutschen STG-BEIKIRCH, die seit 1988 zur ESSMANN GROUP gehört, verbindet JOMOS eine über zehnjährige Zusammenarbeit im RWA Antriebs- und Steuerungsgeschäft. Die Essmann Gruppe bietet qualitativ hochstehende Lichtkuppeln und Lichtbänder sowie Lamellenlüfter- und Doppelklappensysteme für die Montage auf Dächer und in die Fassade an. Sie eignen sich für die Installation von kompletten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Dank der Zusammenarbeit von JOMOS Brandschutz AG und der ESSMANN GROUP kann der Vertrieb nun aus einer Hand erfolgen.

Komplette Systeme (nach der in der Schweiz gültigen Norm SN EN 12101-2), Geräte, Antriebe und Steuerungen mit qualitativ sehr guten und zugelassenen, aufeinander abgestimmten Produkten und Technologien werden von der Kooperationspartnerschaft mit der ESSMANN GROUP als Hersteller und der JOMOS Brandschutz AG als Dienstleiter angeboten.

Ein wichtiger Kompetenzbereich der ESSMANN GROUP sind die Sicherheitssysteme. Sie legt schon lange grossen Wert auf entsprechende Personen-Absturz-Sicherungssysteme. Die Lichtbänder wie auch die Lichtkuppeln können zusätzlich mit Multi-Sicherheitssystemen ausgestattet werden. In Form eines perforierten Aluminiumbleches kann der HDS-Schutz zum Schutz vor Hagelschlag, Durchsturz von Personen und als Sonnenschutz verwendet werden. Zur Sicherung von Personen gegen den Absturz sowie als Rückhaltesystem besteht mit der Personen-Absturz-Sicherungskonsole die Möglichkeit, diese direkt an den Lichtbandrandprofilen bzw. Lichtkuppel-Aufsetzkränzen zu montieren.

Kompetenzzentrum

Die JOMOS Brandschutz AG hat das bestehende Kompetenzzentrum um eine 400m² grosse Ausstellung erweitert, wo Generalunternehmungen, Bauherren, Architekten, Planer sowie Behörden Mustergeräte und Installationen besichtigen und begreifen können. Die Ausstellung eignet sich aber auch für Schulung und Weiterbildung von Fachpersonen, Studenten und Handwerkern.

Größte RWA-Dauerausstellung in der Schweiz

Dienstag, 10. Juni 2008

Lichtkuppeln, Lichtbänder, Lamellenlüfter, Doppelklappen, Antriebe, Steuerungen und viel mehr … das gesamte Leistungsspektrum der ESSMANN GROUP ist seit dem 10. Juni 2008 im ESSMANN Park der Firma JOMOS ausgestellt.

Die Firma JOMOS Brandschutz AG mit Sitz in Balsthal in der Schweiz ist als RWA-Planer und RWA-Errichter im Bereich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) tätig.

STG-BEIKIRCH und JOMOS verbindet bereits seit mehr als 10 Jahren eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Antriebe und Steuerungen für RWA in der Schweiz.

Durch diese enge Zusammenarbeit wurden die Kontakte zur ESSMANN GmbH nun intensiviert und das Sortiment um Belichtung-, Be- und Entlüftungs- sowie Entrauchungssysteme erweitert.

Essmannpark1

Zur Präsentation dieser Produkte hat JOMOS sein bestehendes Kompetenzzentrum um eine 400 m² große Ausstellung ? den ESSMANN Park ? erweitert. Hier können Architekten, Planer und Ingenieure, Bauherren sowie Vertreter von Behörden Mustergeräte, Sicherungssysteme, Technologien und Installationen besichtigen und live erleben. Die Ausstellung eignet sich darüber hinaus ideal auch für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen von Fachpersonen, Studenten und Verarbeitern. www.jomos.ch

Fensterformen und -größen

Freitag, 4. Januar 2008

Den verschiedenen klimatischen Gegebenheiten entsprechend, begegnen wir heute in Europa unterschiedlichsten Fensterausbildungen. Die Tageslichtöffnungen in der Fassade entwickelten sich am Baukörper zu einem wesentlichen funktionalen wie stilbildenden Element an der Schnittstelle zwischen innen und außen. Der Formenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt – vom romanischen Rundbogenfenster über das verzierte Barockfenster zum modernen, horizontalen Bandfenster.
Die Fensterform und die Fenstergröße stehen dabei in einem direkten Verhältnis zur Größe des zu belichtenden Innenraumes und den entsprechenden klimatischen Anforderungen der Umgebung. Während es nördlich der Alpen vermutlich eher ein Problem darstellt, die Innenräume möglichst gut bei geringen Wärmeverlusten zu belichten, steht die Vermeidung solarer Gewinne im Mittelpunkt des Interesses einer Fensterausbildung im Süden Europas.
„Licht, Luft und Sonne“ lauteten die zentralen Forderungen der Moderne. Seither steht die Gewährleistung einer guten Besonnung, Belichtung und Belüftung zu Recht im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses.

Verschiedene Regelwerke ordnen heute die Größe und Anordnung von Fensteröffnungen.

  • So gilt fast überall im Bundesgebiet die Regel dass die lichtdurchlässige Fläche eines Fensters mindestens 1/20 der Grundfläche des relevanten Innenraumes betragen muss.
  • Bei der Gesamtbreite aller Fenster spricht der Gesetzgeber oft von 1/10 der Gesamtbreite aller raumbegrenzenden Wände (oder 55 % der Innenraumbreite).
  • So muss unter anderem auch jeder Arbeitsplatz natürlich belichtet sein, und bei Räumen über 3,50 m Raumhöhe muss die lichtdurchlässige Fläche mindestens 30 % der Außenwandfläche des dahinter liegenden Raumes betragen.
  • Die Mindesthöhe der Glasfläche beträgt oft, z.B. bei Wohnräumen, 1,30 m.

Die entsprechenden Regelungen in den Landesbauordnungen sind oft detaillierter und können geringfügig von diesen Erfahrungswerten abweichen.
Die Höhe der Fensterbrüstung und die Höhe des Fenstersturzes sind stark abhängig von der gegebenen Raumhöhe und der Lage des Raumes über dem Außenterrain. Zu beachten sind dabei die günstige Aussicht, auch im Sitzen, und die entsprechenden Regelungen der jeweils gültigen Bauordnungen.
Eindeutig genormte Fensterformate gibt es heute selten. In den meisten Fällen werden Fenster individuell auf eine bestimmte Situation maßgeschneidert. Trotzdem gibt die DIN 18050 so genannte Rohbaurichtmaße (RR) für Fensteröffnungen an. Diese Richtmaße beziehen sich wie die Standardtürmaße auf das Ziegelmodul (12,5 cm). In einer Tabelle zwischen 37,5 cm und 225,0 cm sind einige dieser Richtmaße für Fensteröffnungen dargestellt.

Die vorgesehene Lebensdauer eines Fensters hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die möglichen und sinnvollen Fensterproportionen. Die Lebensdauer steht dabei in direktem Zusammenhang mit den auftretenden Hebelkräften beim Öffnen und Schließen des Fensters. Die Belastung der Gesamtkonstruktion nimmt in diesem Fall proportional zur Breite des Fensters zu. Das geometrische Optimum bleibt daher in einem Spielraum erhalten, bei dem die Fensterbreite das Eineinhalbfache der Höhe nicht übersteigt.

Glasarten

Freitag, 4. Januar 2008

Einfachglas
ohne besondere Anforderungen ist als Glas für Bilderrahmen, für Möbel oder als einfaches Trennglas in den Stärken von 2 mm bis 19 mm bekannt. Beim Bruch zerspringt es in scharfkantige Scherben. Es ist in verschiedenen Farben erhältlich.
Gussglas
verbindet die Eigenschaften des Sichtschutzes mit einer hohen Lichtdurchlässigkeit. Dabei ist die so genannte Durchsichtsminderung in vier Klassen eingeteilt. Bei der Durchsichtsklasse I ist ein Gegenstand hinter der Glasscheibe noch gut zu erkennen, bei der Durchsichtsklasse IV zeichnet sich der Gegenstand nur noch verschwommen ab. Neben verschiedenen Oberflächengestaltungen gibt es das Gussglas auch mit einer netzförmigen Einlage aus Stahldraht. Dieses Drahtglas besitzt günstigere Brucheigenschaften und ist generell widerstandsfähiger als vergleichbares Gussglas.
Einscheibensicherheitsglas (ESG)
erreicht man durch ein spezielles Herstellungsverfahren. Es ist schlagsicher und kann Ballwürfen und Hammerschlägen standhalten. Beim Bruch zerfällt es in stumpfkantige Glaskrümel. Bohrungen und Ausschnitte im Glas müssen bereits vor dem endgültigen Aushärten ausgeführt werden.
Verbundsicherheitsglas (VSG)
besteht aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die mit transparenten oder farbigen Kunststofffolien kraftschlüssig zusammengefügt sind. Beim Bruch der Scheibe bleibt das gebrochene Glas an den Folien haften.
Isolierglas
ist eine Verbundkonstruktion von zwei oder mehr Glasscheiben und einem oder mehreren Zwischenräumen, sogenannten SZR Scheibenzwischenräumen. Isolierverglasungen erfüllen generell höhere Anforderungen an Wärme- und Schallschutz als Einscheibenverglasungen. Heute gibt es mehrere Möglichkeiten, zwei oder mehr Glasscheiben zu einem Isolierglaselement zu verbinden:

  • Beim Ganzglas-Randverbund wird der Scheibenzwischenraum bereits in der Glasschmelze hergestellt, die beiden flankierenden Scheiben sind an den Rändern homogen mit Glas verbunden. Diese Verbindungsart ist heute allerdings weniger gebräuchlich.
  • Beim Randverbund aus Metall (Aluminium, Edelstahl) oder Kunststoff (glasfaserverstärkte High-Tech-Stoffe) sowie Dichtstoffen werden die Glasscheiben mit einem Distanzhalter zusammengefügt.
  • Neben einfachen Konstruktionen für die herkömmlichen bauphysikalischen Ansprüche gibt es eine Reihe hochwertigerer Verbundkonstruktionen für höhere und höchste Anforderungen an Wärme, Schall und Sonnenschutz. Je nach Anforderung können einzelnen Scheiben dabei spiegelnd beschichtet, farbig oder klar sein. Der Scheibenzwischenraum ist üblicherweise zwischen 8 mm bis ca. 20 mm breit, wird hermetisch abgedichtet, entfeuchtet und oft mit Gas gefüllt. Die Entfeuchtung der eingeschlossenen Luft beziehungsweise die Gasfüllung sollen ein Beschlagen der Scheiben im Zwischenraum verhindern.

Antik- und Tiffanyglas
ist ein dekoratives Glas mit einer sehr unregelmäßigen Oberfläche. Diese Glasart wird heute noch in Walzenform mundgeblasen und anschließend zu Platten auseinandergeschnitten. Seine durchgehende Farbe erhält es über verschiedene eingemengte Zusätze wie Eisenoxid oder Gold. Dabei sind Farbgebungen von durchscheinend bis fast deckend erhältlich. Grüne und tiefrote Farbtöne sind wegen ihres hohen Goldanteils besonders teuer. Besonders attraktiv erscheinen in der Struktur des Glases die kleinen Lufteinschlüsse, die diesem Glas seine spezielle Eigenart verleihen.

Lamellenfenster

Freitag, 4. Januar 2008

Lamellenfenster stammen aus dem Industriebau und wurden entwickelt, um unabhängig vom Wetter zu be- und entlüften. Sie verfügen nicht über die übliche Kombination von Blend- und Flügelrahmen, sondern innerhalb eines feststehenden Flügels ist die Verglasung in Lamellen unterteilt. Diese können in Längsrichtung gedreht werden, so dass selbst bei einer größtmöglichen geöffneten Fensterfläche (bis zu 80 %) kein störender Fensterflügel in den Raum schlägt.

Die Glaslamellen können herstellerbedingt aus verschiedensten Glasarten mit differierenden Abmessungen bestehen. Ebenso groß ist der Spielraum der Lamellen mit Rahmen, Dichtungen, Überlappungen, Glasstößen sowie den Halterungen der Lamellen am Blendrahmen in Abstimmung mit dem jeweils gewählten Antrieb, und zwar manuell bis computergesteuert.

Besonders elegant wirken Lamellenfenster in einer rahmenlosen Ausführung. Hierbei wird die gläserne Lamelle lediglich an den Stirnseiten durch eine minimiert schmale Stahlschiene an den Drehlagern gehalten, die Überlappung erfolgt Glas auf Glas.
Für die Lamellen können an Stelle des Glases auch Holz, Aluminium oder Kunststoff verwendet werden.

Fenster

Freitag, 4. Januar 2008

Aufgaben und Formen

Fenster als Öffnungen in einer Wand verbinden Außen- und Innenraum, Öffentlichkeit und Privatsphäre, erlauben Ein- und Ausblicke. Als eines der wesentlichen Elemente einer Fassade sind die Aufgaben eines Fensters ebenso wie die gestalterischen Ausformungen nahezu unbegrenzt, und zwar in baugeschichtlicher, architekturtheoretischer genauso wie in konstruktiv-entwurflicher Hinsicht. Auch die soziokulturellen und politischen Aspekte und wechselnden Bedeutungen des Begriffs Transparenz spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle.

Innerhalb dieser Vielfalt sind bei Planung und Realisierung von Fenstern Entscheidungen u.a. in folgenden Kriterien zu treffen:

  • die Form und Größe der Fassadenöffnung
  • die Art der Fassadenöffnung und die Verbindung von Fenster und Fassade
  • die Art und Anzahl der gewünschten Teilungen (Rahmenteilung, Sprossenteilung)
  • die Öffnungsart der Fensterflügel
  • die Art und Funktionsweise der Lüftung
  • die Art und Funktionsweise der Beschläge, von manueller über Sensorsteuerung bis zu kompletter digitaler Kontrolle
  • die Wahl und meist komplexe Kombination der Materialien
  • die Oberflächengestaltung, sowohl nach außen und innen, ggf. auch in Fassadenzwischenschichten
  • die Art der gewählten Verglasung
  • die Wahl des Sonnen- und Blendschutzes
  • die Art des Sichtschutzes
  • die Gewährleistung des Wärmeschutzes
  • die Art des Schallschutzes
  • die Beteiligung des Bauteils Fenster am Energiekonzept des gesamten Gebäudes

Folgende Fensterformen lassen sich in einem groben Überblick unterscheiden:

  • Rundfenster
  • Radfenster
  • Lanzettfenster
  • Trapezfenster
  • Fenster mit feststehendem Oberlicht
  • Rundbogenfenster mit Sprossen
  • zweiflügeliges Segmentbogenfenster mit feststehendem Setzpfosten
  • Fenster mit kippbarem Oberlicht
  • Fenster mit feststehendem unteren Teil
  • doppelflügeliges Segmentbogenfenster mit Oberlicht und Stulpflügel
  • Fensterwände
  • Fenstertüren
  • Deckenoberlichter und Überkopfverglasungen
  • rahmenlose Festverglasungen
  • begehbare Glasböden
  • Kombinationen dieser zuvor genannten Formen mit Pfosten-Riegel-Glas-Fassaden
  • als Elemente von Structural-Glazing-Systemen
  • als Elemente von Double-Skin-Fassaden

Verschiedene Fassadensysteme

Freitag, 4. Januar 2008

Unter dem Stichwort Fassade erfolgt im Baunetz Wissen lediglich eine kurze Vorstellung der wichtigsten Fassadensysteme unter dem Gesichtpunkt „Rolle der Fenster und Türen“.
Prinzipiell werden zwei Systeme unterschieden, wobei neuere Fassadenkonstruktionen oft komplizierte Mischformen aus beiden Systemen darstellen:

  • Lochfassade, d.h. in der Regel, dass aus einer tragenden Wand „Löcher“ für die Fenster und Türen herausgeschnitten sind. Die Fenster und Türen können in diese Öffnungen in der Regel sowohl von innen als auch von außen eingebaut werden. Aber auch eine nichttragende Fassadenverkleidung mit proportionsmäßig kleinen Öffnungen kann als Lochfassade bezeichnet werden.
  • Vorgehängte Fassade, englisch „Curtain wall“, d.h., eine nichttragende oder selbsttragende Schicht hängt meist vor einem tragenden Skelett aus Deckenplatten, Unterzügen und Stützen.

Bei gläsernen Curtain walls werden wiederum verschiedene Systeme gemäß der Befestigung und Halterung der Glasscheiben unterschieden, und zwar

  • Aufsatzsysteme, bei denen die Glasscheiben auf einen Tragrahmen wortwörtlich aufgesetzt und z.B. mit Silikon und Pressleisten in einem Structural-Gasket-System verpresst werden
  • Paneelsysteme, d.h. Kombinationen aus Festverglasungen, Fensterflügeln und z.B. opaken Sandwichpaneelen werden vorgefertigt und als zusammenhängendes Bauteil an das Traggerüst gehängt
  • Baukastensysteme, vergleichbar zu Paneelsystemen, jedoch oft mehrschichtig mit Vorrichtungen für Sonnenschutz, Wartungsstegen, Photovoltaikelementen usw.

Die meisten mehrschaligen sogenannten „Double Skin Fassaden“, die den Fassadenzwischenraum zugunsten des Energiehaushalts, für die natürliche Belüftung sowie generell zu einer Verbesserung der bauphysikalischen Werte nutzen, sind individuelle Lösungen und aus vielen der o.g. Komponenten zusammengefügt.

Bei Structural-Glazing-Systemen übernimmt das Glas mehr und mehr nicht nur selbsttragende, sondern auch primär tragende und aussteifende Aufgaben. Diese Systeme haben sich aus rahmenlosen Verglasungen über Punkthalterungen und zahlreiche Zugseilkonstruktionen ständig weiterentwickelt, während parallel auch der Werkstoff Glas komplexere Eigenschaften aufweist und neue bisher nicht mögliche Aufgaben übernehmen kann. Dieser Themenbereich, zu dem auch das Stichwort „intelligente Fassade“ gehört, befindet sich in einer intensiven Forschungsphase, so dass mit weiteren neuen Lösungsmöglichkeiten gerechnet werden kann.

Fensterbänder

Freitag, 4. Januar 2008

Fensterbänder bestehen aus horizontal aneinander gereihten Fensterkonstruktionen. Die Fenster werden über Dichtungsprofile so miteinander verbunden, dass alle Anforderungen an Luft- und Winddichtigkeit, Feuchtigkeit, Wärmeschutz und Schallschutz erfüllt werden. Auf notwendige Anschlussmöglichkeiten mit Trennwänden sollte geachtet werden.

Flughafen München – Mit neuem Terminal 2 und integriertem Gebäudemanagement von Honeywell im Steigflug

Sonntag, 23. September 2007

Im Rahmen des Projektes Terminal 2 wurde das Honeywell Gebäudemanagement am Flughafen München um 30.000 Datenpunkte aus 3.600 technischen Anlagen erweitert und unterstützt den Flughafen darin, höchstmögliche Sicherheit und Passagierkomfort bei gleichzeitig niedrigsten Land-Side Betriebskosten zu realisieren.

Das gesamte Gebäudemanagement von Honeywell am Flughafen umfasst derzeit etwa 220.000 Datenpunkte, die von zwei Datenbankservern (Redundanz), 20 Automationsservern und 20 fest installierten grafischen Arbeitsplätzen verwaltet werden.

Betriebskosten senken durch offene LonWorks® Technologie
Honeywell nutzt die offene LonWorks Architektur, um die zahlreichen Gewerke des Terminal 2 in das Gebäudemanagement-System einzubinden. Im Störungsfall lassen die Detailinformationen in Echtzeit bereits Rückschlüsse auf die Fehlerursache und den Betriebszustand der Anlagen (z. B. 40 Fluggastbrücken, 97 Fahrtreppen und –steige sowie 69 Aufzüge) zu und steigern somit die Effizienz und Produktivität der technischen Dienste.

Auch der Sonnenschutz ist über das LonWorks Netzwerk in das Gebäudemanagement eingebunden. Komfort- und Sicherheitsfunktionen (z. B. bei Wind) werden dezentral und ohne Notwendigkeit eines zentralen Eingriffes durch LonWorks Verknüpfungen realisiert. Vom Gebäudemanagement lässt sich der Sonnenschutz aber auch gezielt, zum Beispiel in eine Reinigungsstellung fahren.
Die Planung sieht vor, auch die auf LonWorks ausgeführte Innenbeleuchtung in das Gebäudemanagement zu integrieren. Die Erfassung von Verbrauchswerten über das LonWorks Netzwerk und die zentrale Auswertung sind ebenfalls angedacht. Auf diese Weise lassen sich aufwendige Ableserundgänge vermeiden.
Das Gebäudemanagement von Honeywell schließt die Automation von 230 Heizungsanlagen, 190 RLT-Anlagen und 380 Kälteregelkreisen sowie 840 Einzelräumen ein.

Entrauchungssteuerung für mehr Sicherheit am Flughafen
Die Entrauchungssteuerung wird auf Anforderung durch die BMZ oder Eingabe am Entrauchungstableau vom Honeywell-System automatisch und in Abhängigkeit der Situation durchgeführt. Die Brand- und Entrauchungsszenarien sind in LonWorks Klappenkoordinatoren hinterlegt. Über das LonWorks Netzwerk werden im Brandfall auch die RTL-Anlagen aus- bzw. eingeschaltet. Honeywell realisiert die Überwachung der Brandschutz- und Entrauchungsklappen ebenfalls mit Hilfe der kabelsparenden LON® Bustechnologie, die außerdem die Brandlast durch die reduzierten Kabelmassen verringert. Zur Realisierung der Entrauchungssteuerung kommen 6.200 Honeywell Lon-Module zum Einsatz.

Der Flugplan steuert die HLK-Technik
Um die Betriebskosten für die Klimatisierung der An- und Abflugbereiche zu minimieren, werden die Betriebszeiten für die Klimaanlagen nutzungsabhängig optimiert. Da sich die An- und Abflugzeiten der Flüge häufig ändern, ist eine Datenverbindung zum Fluginformationssystem geplant, die sich bereits beim Terminal 1 bewährt hat.

Integration des Schaltanlagen-Leitsystems über BACnet™
Integriertes Gebäudemanagement bedeutet für den Flughafen auch, ständig über abnormale Betriebszustände der Mittelspannungsversorgung an zentraler Stelle informiert zu sein und sich jederzeit einen Überblick über den Status der Schaltanlagen verschaffen zu können. Aus diesem Grund wurde das Schaltanlagen-Leitsystem für die Mittelspannung über das weltweit verbreitete, standardisierte BACnet Protokoll in das Honeywell Gebäudemanagement integriert.

Die erneute Wahl von Honeywell als Partner auch für das Terminal 2 ist ein Beleg für die gute Performanz von Honeywell am Flughafen München. Bereits im Oktober 1993 wurde der Flughafen mit dem internationalen „1993 Intellex Award“ der Intelligent Buildings Institute Foundation für intelligentes Gebäudemanagement ausgezeichnet.

Im Rahmen des Projektes Terminal 2 wurde das Honeywell Gebäudemanagement am Flughafen München um 30.000 Datenpunkte aus 3.600 technischen Anlagen erweitert und unterstützt den Flughafen darin, höchstmögliche Sicherheit und Passierkomfort bei gleichzeitig niedrigsten Land-Side Betriebskosten zu realisieren.

Das gesamte Gebäudemanagement von Honeywell am Flughafen umfasst derzeit etwa 220.000 Datenpunkte, die von zwei Datenbankservern (Redundanz), 20 Automationsservern und 20 fest installierten grafischen Arbeitsplätzen verwaltet werden.

TÜV bestätigt sichere Entrauchung mit der LonWorks®-Technologie

Sonntag, 23. September 2007

munich_airportWie bei anderen öffentlichen Gebäuden wurde auch beim Flughafen München ein Brandschutz- und Entrauchungskonzept gefordert, das bei auftretenden Bränden die Ausbreitung von Rauch und daraus folgende Katastrophen verhindern soll.
Honeywell installierte zu diesem Zweck im Terminal 2 ein Steuerund Überwachungssystem auf Basis von LonWorks®, das im August 2005 durch den TÜV abgenommen wurde. Diese Abnahme bescheinigt, dass das von Honeywell realisierte Entrauchungskonzept den Anforderungen nach AK3 gemäss DIN V 19250 bzw. DIN V 19251 entspricht. Allein der Umfang der installierten Hard- und Softwarekomponenten stellt eindrucksvoll die Grössenordnung des installierten Systems dar.

Alle Geräte mit Ausnahme der Router sind Bestandteil der Excel 5000 Open™ Familie von Honeywell.  Die Logik- Funktionen wurden individuell nach den Projektanforderungen eingerichtet. Gegenüber einfachen LONSystemen für Anlagensteuerung und Raummanagement sind bei derartigen Sicherheitssystemen erhebliche Zusatzanforderungen hinsichtlich Betriebssicherheit und Überwachung zu beachten. Die im LonWorks-Protokoll noch fehlenden Mechanismen zu einer gesicherten Datenübertragung wurden hier durch zusätzliche Hardware- und Software-Massnahmen ergänzt.

Bereits bei der Planung werden die Weichen gestellt Rauchabzugsanlagen müssen durch verantwortliche Sachverständige auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit geprüft werden. Um die Prüfung und die daraus resultierende Abnahme erfolgreich zu gestalten, waren bereits im Vorfeld der Planung Abstimmungen mit den beteiligten Parteien notwendig. Dabei konnte Honeywell als kompetenter Partner seine Erfahrungen aus bereits erfolgreich abgewickelten Grossprojekten ein bringen. In diesem Fall wurde vereinbart, den Nachweis der ausreichenden Betriebssicherheit (sicherer und zuverlässiger Betrieb) entsprechend der DIN V 19250 «Grundlegende Sicherheitsbetrachtungen für MSR-Schutzeinrichtungen» und DIN V 19251 «Anforderungen und Massnahmen zur gesicherten Funktion zu führen. Das heisst, dass abgesehen von der Eignung der eingesetzten Komponenten, für die entsprechende Nachweise bzw. Zertifikate notwendig sind, für das gesamte System eine Risikobetrachtung zur Ausfallwahrscheinlichkeit durchgeführt werden muss, die auch Massnahmen zur Sicherstellung der Funktion sowie Erkennung von Fehlern und Prüfroutinen enthält.

 

Als Ergebnis der Risikobetrachtung für das Terminal 2 wurde die Anforderungsklasse AK3 als höchste Anforderung festgestellt. Die notwendige Betriebssicherheit für diese Anforderung wird neben den Standard LonWorks®-Mechanismen durch Zusatz Massnahmen gewährleistet. So werden z.B. Ringleitungen eingesetzt, um Kommunikationsausfälle durch Kabelunterbrechungen zu vermeiden. Der Ort einer Unterbrechung wird erkannt und gemeldet. Geräte werden bei Kurzschlüssen rückwirkungsfrei vom Bus abgetrennt, so dass sich ein Ausfall auf einen Busteilnehmer beschränkt. Die Geräte werden ständig überwacht, um funktionale bzw. Kommunikationsprobleme zu erkennen und zu melden. Regelmässige automatische Prüfungen durch ein von der Entrauchungssteuerung unabhängiges Testprogramm im Bereich der GLT dienen zum Aufdecken von evtl. Fehlern, die sich durch die Geräteüberwachung nicht erkennen lassen, z.B. mechanische Fehler an Klappen.

Entrauchungskonzept
Modulare Funktionsbausteine gewährleisten hohe Funktionalität und Flexibilität Durch die Gliederung in verschiedene Module mit individuell parametrierbaren Logikfunktionen ergibt sich eine sehr hohe Flexibilität und Skalierbarkeit des Systems. Der LON-LWL-Backbone erlaubt ausserdem eine weitläufige Ausdehnung. Das Gesamtsystem umfasst folgende Funktionen: Automatische Entrauchung Bei Auslösung eines automatischen Melders der Brandmeldeanlage erfolgt über eine BMUZ (Brandmeldeunterzentrale) eine Meldung an den zugehörigen Entrauchungskoordinator (EnKo). Der EnKo aktiviert anhand der gespeicherten Logiktabelle die entsprechenden Entrauchungsgruppen und überträgt diese Information über das LON-Netzwerk an die Klappenkoordinatoren (KK). Die Klappenkoordinatoren entscheiden anhand der Zuordnungen zur aktivierten Entrauchungsgruppe, welche Klappen bzw. Fremdsysteme kommandiert werden müssen. Brandschutzklappen (BSK) werden geschlossen und Lüftungsanlagen abgeschaltet, um möglicherweise verrauchte Bereiche und Nachbarbereiche abzuschotten und so die Ausbreitung von Rauch zu verhindern. Entrauchungsklappen (EK) und Jalousieklappen (JK) werden geöffnet, um den Rauchabzug freizugeben. Brandventilatoren werden eingeschaltet, um den Rauch zügig abzuziehen. Kommandos an nachgelagerte Gewerke sorgen z.B. für das Schliessen von Brandschutztüren und die Freigabe von Fluchttüren.
Alle Kommandos ausser der Ventilatoransteuerung, erfolgen vom Klappenkoordinator über einen im Ring verlegten LONBus an FISS-Module, die zur Ansteuerung der Klappen und Fremdgewerke sowie zur Erfassung von Rückmeldungen dienen. Die Abschaltbefehle für RLT- und TGAAnlagen (eigene Mieteranlagen) sowie die Einschaltbefehle für die Entrauchungsventilatoren erfolgen direkt vom EnKo über den LONBus an die entsprechenden DDCStationen. Rückmeldungen von Entrauchungsventilatoren und anderen Komponenten werden von den zugehörigen DDC-Stationen ausgewertet. Bei Abweichungen vom Sollzustand werden Alarme generiert.

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FISS-Modulen sind spezielle LONGeräte von Honeywell für die Ansteuerung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen. Die Module unterstützen für Klappen die Überwachung beider Endlagen, die Auslösung durch Rauchmelder und Thermoelement sowie Fernbefehle und Wartungsmeldungen, sind aber auch für die Ansteuerung von Fremdsystemen verwendbar. Manuelle Auslösung der Entrauchung durch die Feuerwehr. Über die Tableau-Taster kann zusätzlich zur automatischen Steuerung eine manuelle Ansteuerung der Entrauchung bzw. Übersteuerung der Automatik nach Entscheidung der Feuerwehr erfolgen. Die Meldungen der aktivierten Tableauschalter werden über den LWL-LON Backbone zu den entsprechenden EnKo’s übertragen bzw. den Tableaus zur Signalisierung (Leuchtmelder-Anzeige) rückgemeldet. Die manuelle Entrauchungssteuerung wirkt ansonsten wie die automatische Entrauchungssteuerung. Systemüberwachung und Prüfroutinen Die Funktion aller Geräte, Router und Leitungswege im LON-Verbund des Entrauchungskoordinators wird zyklisch mit Hilfe von Überwachungsgeräten durch Aussenden eines Überwachungssignals und Auswertung der Rückmeldungen geprüft. Im Störfall erfolgt eine Meldung an die GLT. Die Überwachung der LONRinge erfolgt durch spezielle Router, die sowohl eine Leitungsunterbrechung als auch den Ort der Unterbrechung detektieren und melden können. Die LON-Module überwachen sich gegenseitig mit Hilfe des Heartbeats. Bei Kommunikationsausfall erfolgt eine Meldung an die GLT. Erkennen die LON-FISS-Module einen Ausfall der LON Kommunikation, führt dies zum automatischen Schliessen der angeschlossenen BSK-Klappe. Die Funktion der Leitungswege von der GLT zu den Geräten der Entrauchungssteuerung wird durch die GLT überwacht. Im Fehlerfall erfolgt eine Meldung an der GLT. Lückenlose Überwachung und Protokollierung. Da alle Geräte für die Entrauchungssteuerung mit der GLT verbunden sind, können Meldungen und Funktionsabläufe sowie alle Störungen und Aktionen im Brandfall auf der Management-Ebene angezeigt und protokolliert werden. Weiterhin bietet die GLT auch die Möglichkeit zu manuellen und automatischen Eingriffen. So erfolgt die Steuerung von Prüfprogrammen für die Entrauchung von der GLT.

Dabei werden Komponenten gesperrt, die für die Entrauchung wichtig sind, aber bei einer Prüfung nicht angesprochen werden sollen. Alle Prüfvorgänge und vor allem Externer zeitgesteuerter Regelgruppentest über Prüfprogramm der GLT Durch regelmässig durchgeführte Tests während publikumsarmen Zeiten, werden alle Regelgruppen zeitversetzt vollständig mit allen hierfür notwendigen Aktoren einschliesslich Klappen und Entrauchungsventilatoren mit entsprechenden Rückmeldungen geprüft. Dazu werden je Entrauchungskoordinator nacheinander alle Regelgruppen durch Simulation des Brandmeldekontaktes ausgelöst. Die Lüftungsanlagen (RLT) werden im Testzeitraum ausgeschaltet, um ein häufiges Ein- Ausschalten der Anlagen zu vermeiden. Die Entrauchungsventilatoren werden durch den automatischen Test gestartet. Evtl. Fehler während des Prüfablaufs werden in einem Protokoll festgehalten und durch einen Alarmpunkt im Alarmfenster dokumentiert. Somit ist eine umgehende Kontrolle und Instandsetzung der Anlage möglich. Wird während des Tests eine echte Brandmeldung bzw. Tableau-Auslösung detektiert, so wird der Prüflauf mit entsprechendem Kommentar im Fehlerprotokoll und Alarmdatenpunkt abgebrochen. Die Simulation wird zurückgesetzt, so dass die anstehende echte Brandmeldung aktiv werden kann. Eine Auslösung über einen Tableautaster wird sofort aktiviert. Je ENTR-Koordinator zeigt ein Datenpunkt den Status der Überprüfung an (Im Test, Keine Fehler, Fehlerhaft, Prüfung unvollständig). Damit ist eine einfache Übersicht über den Status des Entrauchungssystems gewährleistet. Dieses Projektbeispiel zeigt, dass sich sicherheitsrelevante Systeme bereits vor Verabschiedung der neuen Norm EN61508 mit LonWorks® realisieren lassen. Die erreichte Anforderungsklasse nach den heute gültigen Normen, welche die Anforderungen und Massnahmen zur gesicherten Funktion beschreiben, lässt sich mit geringen Anpassungen in eine gemäss der neuen Norm 61508 geforderte SIL (Safety Integrity Level) Einstufung für Flughäfen abbilden. Störungen werden protokolliert.

Systemumfang
• 524 Entrauchungskoordinatoren und Klappenkoordinatoren • 6200 Klappenmodule für Brandschutzklappen und Entrauchungsklappen • 809 I/O-Module zur Anlagensteuerung und Erfassung von Meldungen • 20 Feuerwehrtableaus und 43 RDA-Taster (Rauchabzugsdruckanlagen) mit etwa 1600 Tastern für Eingriffe der Feuerwehr • 404 Smart-Router mit Ringund Geräteüberwachung • 134 CBL LON-LWL-Router für die Ankopplung an den ringförmigen LWL-Backbone, der sich über das gesamte Terminal erstreckt • Etwa 1 Million Logikfunktionen programmiert • Ansteuerung von zahlreichen Fremdgewerken, wie Nachströmöffnungen, RWA-Anlagen, Sonnensegel, Sonnenschutz, Fluchttüren u. Brandschutztoren

Text: Honywell , Herr Bernhard Tschopp
Fotos:  Airport München