Artikel-Schlagworte: „Brandschutz“

Ostwestfälischer Brandschutztag am 12. September

Freitag, 14. Juni 2013

Am 12. September findet im FAZ Feuerwehrausbildungszentrum Lemgo erstmalig der ostwestfälische Brandschutztag statt und selbstverständlich ist auch STG-BEIKIRCH mit dabei.

Zur Teilnahme aufgerufen sind Architekten, Ingenieure, Bauherren, Fachkräfte und Brandschutzbeauftragte aus Unternehmen und Verwaltungen. Kurz: Jeder, der sich in irgendeiner Art und Weise mit dem Brandschutz befassen will und muss.

Der ostwestfälische Brandschutztag bietet zahlreiche Fachvorträge und Diskussionsrunden sowie Erfahrungsaustausch und Ausstellungen rund um das Thema „vorbeugender Brandschutz“.

Weitere Informationen über den ostwestfälischen Brandschutztag finden Sie hier oder besuchen Sie die Internetseite www.owl-brandschutztag.de

VdS-Errichteranerkennung verlängert – Der Brandschutzspezialist Schlentzek & Kühn aus Berlin

Mittwoch, 13. März 2013

Der Brandschutzspezialist setzt damit bei der Planung, Installation und Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) in Treppenräumen weiterhin auf hohe Qualität. Voraussetzungen für die Anerkennung sind unter anderem das Einhalten der VdS-Richtlinie 2221, der Einsatz geprüfter hauptverantwortlicher RWA-Fachkräfte und die Verwendung VdS-zertifizierter Qualitätsprodukte.

Schlentzek & Kühn setzt im Rahmen der VdS-Anerkennung das natürlich wirkende RWA-Entrauchungssystem TRZ VdS von STG-Beikirch ein. Es unterstützt eine energieeffiziente, automatisierte natürliche Lüftung und erlaubt den Anschluss von Wind- und Regensensoren sowie automatischen Rauch- und Wärmemeldern.

Schlentzek & Kühn verfügt über eine langjährige Erfahrung beim Bau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und ist auch vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und dem Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen (BHE) als anerkannter RWA-Errichter zertifiziert.

Die Rauchfreihaltung von Treppenräumen spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherung von Rettungswegen im Brandfall. Deshalb enthalten bereits die Landesbauordnungen entsprechende Vorschriften. Die zentrale Anwendungsnorm DIN 18232 „Rauch- und Wärmefreihaltung“ gilt allerdings nicht für Treppenräume. Hier sorgt die Einhaltung der VdS-Richtlinie 2221 „Entrauchungsanlagen in Treppenräumen“ für hohe Sicherheit und Qualität.

Text: Sicherheit.info
Bild: Schlentzek & Kühn

Treffpunkt für Planer und Architekten – Bau 2013

Dienstag, 15. Januar 2013


Bild: Messe München

Die Bau führt alle zwei Jahre Architekten und Planer nach München, um ihnen die neuesten Materialien, Technologien und Systeme der Bauwirtschaft zu präsentieren. Im kommenden Jahr, vom 14. bis 19. Januar, ist auch wieder ein breites Spektrum an Sicherheitstechnik dabei.
Die Messe München als Ausrichter der Bau erwartet im Januar rund 2.000 Aussteller aus über 40 Ländern sowie etwa 240.000 Besucher aus aller Welt auf dem Gelände der Neuen Messe München. Auf 180.000 Quadratmetern Fläche präsentiert die Bau Architektur, Materialien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau im Neubau und im Bestand.

Das Angebot ist nach Baustoffen sowie nach Produkt- und Themenbereichen gegliedert. Zukunftsweisende Themen, wie nachhaltiges und generationengerechtes Bauen spielen quer durch alle Ausstellungsbereiche eine wichtige Rolle. Die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen des Rahmenprogramms, darunter hochkarätige Foren mit Experten aus aller Welt, runden das Messeangebot ab.
Die Sicherheitstechnik spielt auch im kommenden Jahr eine wichtige Rolle. So finden sich unter anderem Anbieter von Zutrittskontroll-, Biometrie- und Vereinzelungssystemen unter den Ausstellern wie auch Hersteller von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Brandmelde- und Fluchtwegsteuerungssystemen sowie baulichen Brandschutzlösungen. Eine Schwerpunkthalle Sicherheit gibt es nicht.
Die Aussteller verteilen sich auf etliche Hallen, unter anderem B1, B3, B4 sowie C1, C2 und C4.

Text: sicherheit.info

Eine starke Stimme für den vorbeugenden Brandschutz

Freitag, 11. Mai 2012

Am 24. Februar 2012 gründeten mehrere Brandschutz-Verbände das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz. Das Institut wird die gemeinsamen Themen koordinieren und die Interessen der Brandschutzbranche gegenüber Politik, Behörden und anderen Gruppen vertreten.
Wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen engagieren sich seit vielen Jahren auch im Brandschutz zahlreiche Vereinigungen und Verbände. Ihre wertvolle Arbeit ist wichtig für die Branche und legte die Grundlage für die breite Akzeptanz, die der vorbeugende Brandschutz in der Bevölkerung genießt. Aus ganz verschiedenen Motiven heraus organisierten sich Hersteller, Handwerker und Planer in einer Vielzahl von Verbänden. So sind für den vorbeugenden Brandschutz rund 50 Interessensgruppen aktiv. Das führte zu einer verbandspolitischen Vielfalt, die eine Durchsetzung gemeinsamer Ziele gegenüber den politischen Entscheidungsträgern zumindest erschwert hat. Es fehlte bislang eine starke Stimme, die übergreifende Interessen der Branche verfolgt.

Ziele des DIvB
Nach mehreren Anläufen in den vergangenen Jahren intensivierten sich in den vergangenen Monaten die Gespräche zwischen meh­reren Verbänden und schließlich führten sie am 24. Februar in Nürnberg zur Gründung des Deutschen Instituts für vorbeugenden Brandschutz (DIvB).

Das DIvB hat gemäß Satzung die Aufgabe,

  • die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes zu informieren,
  • kompetenter Partner in allen Fragen des vorbeugenden Brandschutzes für Politik und Wirtschaft zu sein,
  • brandschutztechnisches Fachwissen zu bündeln und zur baulichen und betrieblichen Sicherheit beizutragen,
  • die wissenschaftliche Forschung und Bildung sowie die Entwicklung auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes zu fördern,
  • die Erkenntnisse und Erfahrungen des In- und Auslandes über neueste Verfahren und Methoden aufzubereiten und interessierten Kreisen zu vermitteln.

Zur Erfüllung dieser Aufgaben wurde bereits ein Projektkatalog festgelegt. Die vorläufige Internetseite unter  www.divb.org bietet dazu einen umfassenden Überblick. Reihenfolge und Zielsetzung werden von den Mitgliedern in den nächsten Wochen festgelegt. Dabei steht zunächst weniger die Erarbeitung weiterer Richtlinien im Mittelpunkt. Davon gibt es Deutschland bereits genug. Vielmehr wird sich das DIvB u. a. in den Gesetzgebungsprozessen engagieren, um den Stellenwert des vorbeugenden Brandschutzes zu sichern.

 

Die Gründungsmitglieder

  Gründungsmitgliedern des DIvB sind

  • Bundesvereinigung Fachplaner und Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz e.V. (BFSB)
  • Gütegemeinschaft Brandschutz im Ausbau e.V. (GBA)
  • Bundesverband Brandschutz e.V. (BVB)
  • Wirtschaftsverband Brandschutz e.V. (WVB)
  • Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf)
  • Vereinigung der Brandschutzplaner e.V. (VdBP)
  • Europäisches Institut für Brandschutz (EIB)
  • Feuertrutz GmbH Verlag für Brandschutzpublikationen
  • DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
  • ZAPP-ZIMMERMANN GmbH
  • sowie 7 persönliche Mitglieder

Den Gründungsvorstand führen als Vorsitzender Senator h.c. Volker Rodenberg sowie als Stellvertreter Lutz Battran, Peter Hilgers und Dr. Roman Rupp. Geschäftsführer des DIvB ist Günter Ruhe vom Feuertrutz Verlag.

 

Das DIvB – eine offene Plattform

Das Institut ist offen für alle, die sich für den vorbeugenden Brandschutz in Deutschland engagieren. Die übergreifenden Zielsetzungen des vorbeugenden Brandschutzes – baulich, anlagentechnisch und organisatorisch – stehen im Mittelpunkt. Das DIvB sucht dazu auch die Zusammenarbeit mit allen Organisationen, die im deut­schen Brandschutz aktiv sind. Deren wichtige Arbeit soll unterstützt werden. Ob mit Einzelmitgliedschaft, Unternehmens -oder Verbandsmitgliedschaft, das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich zu engagieren.

 

Deutsches Institut für vorbeugenden Brandschutz http://www.divb.org/

Text: Feuertrutz
Bild: divb

Security 2012 – Brandschutz belegt erneut mehr Fläche

Donnerstag, 19. April 2012

Auf der Security Essen treffen sich vom 25. bis 28. September 2012 Sicherheits- und Brandschutzexperten aus aller Welt. Erneut gewachsen ist dabei der Messebereich Brandschutz.

Insgesamt rund 1.100 internationale Aussteller zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen. Darunter präsentieren sich 140 Brandschutz-Aussteller, ein Plus von über 30 Prozent im Vergleich zu 2010.

Aufgrund der großen Nachfrage steht Anbietern aus diesem Segment in diesem Jahr erstmals Fläche in einer zweiten Halle zur Verfügung. Neben der traditionellen Brandschutzhalle Halle 1 können sich die Fachbesucher auch in der Halle 9 über Produkte und Dienstleistungen rund um anlagentechnischen, betrieblichen und baulichen Brandschutz sowie Brandmelde-, Rauch- und Gaswarneinrichtungen informieren.

In der Halle 9 stellen unter anderem Anbieter von Sprinklersystemen und Brandsimulatoren aus. Weiterer Anlaufpunkt ist der Gemeinschaftsstand der Feuerwehr Essen. Dort präsentieren sich neben der Essener Berufsfeuerwehr rund zehn Unternehmen, darunter Anbieter von Schutzkleidung, Kommunikationssystemen und Software.

Noch einmal besonders in den Fokus der Fachbesucher rückt die Security den Bereich Brandschutz am 27. September 2012: Der Messe-Donnerstag ist Brandschutztag. Die Feuerwehr Essen gibt dabei Einblicke in ihre vielseitigen Tätigkeitsfelder. In praxisnahen Demonstrationen stellen weitere Unternehmen ihre Brandschutz-Lösungen vor. Aussteller aus diesem Bereich können sich noch für Vorführungen am Brandschutz-Tag anmelden.

Im Bereich Brandschutz stehen der Security starke Partner zur Seite. Neben der Feuerwehr Essen und dem Bundesverband Betrieblicher Brandschutz Werkfeuerwehrverband Deutschland e.V. unterstützt auch der Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. (bvfa) diesen Ausstellungsbereich. Der bvfa präsentiert sich mit zehn weiteren Unternehmen auf einem Gemeinschaftsstand in der Halle 1.

Bild:  Rainer Schimm/ Messe Essen
Text: Sicherheit.info

Feuertrutz 2012 – Hekatron rückt Planer in den Mittelpunkt

Montag, 16. Januar 2012

Die Hekatron Vertriebs GmbH stellt das H+-Beratungskonzept rund um die Planerberatung in den Mittelpunkt ihrer Präsenz auf der Feuertrutz-Messe 2012.

Mit diesem Konzept unterstützt Hekatron Planer und Brandschutz-sachverständige in allen Fragen des anlagentechnischen Brandschutzes. Der anlagentechnische Brandschutz hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und eine tragende Rolle beim Erstellen wirtschaftlicher Brandschutzkonzepte eingenommen. Nach wie vor ist der Beratungsbedarf bei Sachverständigen und Planern zum Thema anlagentechnischer Brandschutz hoch.

Mit dem H+-Konzept intensiviert Hekatron die persönliche Betreuung und Beratung. Ein bundesweit tätiges Team von System- und Projektberatern unterstützt Brandschutzsachverständige und Planer persönlich mit Expertenwissen. Sachverständige und Planer können während des gesamten Beratungsprozesses auf die Unterstützung der Hekatron-Profis bauen – von der ersten Kontaktaufnahme über die fachgerechte Planung bis zur Umsetzung, Inbetriebnahme und Wartung der Brandschutztechnik.

Text: Sicherheit.info
Bild: Hekatron

Feuertrutz 2012 – Kooperation von ZVEI und Nürnbergmesse

Freitag, 13. Januar 2012

Wenige Wochen vor Beginn der Feuertrutz 2012, Fachmesse mit Kongress für vorbeugenden Brandschutz, hat der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. seine Kooperation mit der Fachmesse bekannt gegeben.

„Die Bedeutung des anlagentechnischen Brandschutzes als eine der drei Säulen des vorbeugenden Brandschutzes nimmt stetig zu“ betont Dirk Dingfelder, Vorsitzender des Leitmarktes Safety im Fachverband Sicherheit des ZVEI. „Viele Bauherren, Architekten, Betreiber und Nutzer wünschen sich von ihrem Gebäude höchste Flexibilität in der Nutzung und eine offene, transparente Architektur. Da ist der Planer mit konventionellen, oft stark im baulichen Brandschutz verwurzelten Ansätzen meist schnell am Ende“, wirbt Dingfelder für integrierte und intelligente Lösungen. Das geforderte Know-how für ganzheitliche Brandschutzkonzepte finden Brandschützer vom 22. bis 23. Februar 2012 in Nürnberg.

Die Feuertrutz informiert an zwei Tagen über alle Aspekte des vorbeugenden Brandschutzes. Im Mittelpunkt des Brandschutzkongresses steht 2012 der richtige Einsatz von Abweichungen, Kompensationen, Ingenieurmethoden und Sicherheitssystemen. Hochkarätige und unabhängige Brandschutzexperten teilen ihr Fachwissen rund um den baulichen, organisatorischen und anlagentechnischen Brandschutz. Dabei werden Themengebiete wie die Brandschutzplanung, der Brand- und Denkmalschutz, Bemessungen sowie Sicherheitssysteme und Löschtechnik behandelt.

Praxiswissen speziell für den Messebesucher liefert das Aussteller-Fachforum. In Kurzvorträgen bieten ausgewählte Aussteller hier fundiertes Fachwissen und aktuelle Praxistipps zu Themen wie „Brandschutz und Barrierefreiheit“ oder „Europäische Klassifizierung für Kabel- und Gebäudeinstallation“. Für individuelle und ausführliche Beratungsgespräche laden die rund 150 Aussteller der Fachmesse an ihre Stände ein.

Text: sicherheit.info

Fachartikel aus W&S 06/2011- Brandschutz am Stuttgarter Flughafen

Dienstag, 22. November 2011

Permanent optimieren

Von Jahr zu Jahr wächst das internationale Verkehrsaufkommen und damit auch die Passagierzahl, die an Flughäfen abgefertigt wird. Diese wachsenden Zahlen bedeuten gleichzeitig höhere Anforderungen an die Kapazitäten und damit letztendlich an die Sicherheit.

Die Flughafenfeuerwehr muss dabei eine Vielzahl an Aufgaben bewältigen: vom Gebäudebrandschutz bis hin zu Rettungseinsätzen bei Flugzeugbränden oder auch Großschadens-ereignissen. Der Flughafen Stuttgart ist gemessen am Passagieraufkommen derzeit der siebtgrößte Airport in Deutschland. Pro Tag starten und landen etwa 400 Maschinen. Die vier Terminals dienen nicht nur der Abfertigung der Flugreisenden, sondern beherbergen auf rund 5.900 Quadratmetern zahlreiche Shops, zu denen noch einmal 4.500 Quadratmeter an Gastronomiefläche hinzu kommen. Zu Spitzenzeiten halten sich hier bis zu 25.000 Menschen über den Tag verteilt in den Terminals auf. Im Jahr 2010 lag das Fluggastaufkommen bei etwa 9,23 Millionen Passagieren und 21.069 Tonnen Luftfracht.
Der vorbeugende Brandschutz sowie das Notfall- und Krisenmanagement ist seit dem Brand auf dem Düsseldorfer Flughafen 1996, aber auch aufgrund anderer Großschadensereignisse kontinuierlich weiter entwickelt und angepasst worden. Bei der Konzeptionierung ist die Flughafenfeuerwehr auf das Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte, auch der externen wie Bundes- und Landespolizei, dem Zoll sowie Rettungskräfte angewiesen. „Insgesamt sind wir über 120 Schnittstellen mit anderen Diensten für den Bereich Notfall- und Krisenmanagement verbunden, die polizeiliche Gefahrenabwehr nicht mitgerechnet“, so Andreas Rudlof, Leiter der Flughafenfeuerwehr Stuttgart. Um alle eingebundenen Kräfte optimal zu koordinieren, sind vor allem Notfallübungen und das Durchspielen von Szenarios, wie sie die International Civil Aviation Organization (ICAO) vorschreibt, unerlässlich.

Umfassende Meldesysteme

Zu den Hauptverkehrszeiten befinden sich zwischen 2.500 und 3.000 Personen in den Terminals eins bis vier. Zur Alarmierung im Brandfall stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme zur Verfügung. Insgesamt sind auf dem Flughafengelände einschließlich der Hallen und Gepäckabfertigungsanlagen und unterirdischen Versorgungskanälen rund 14.000 Brandmelder installiert. Hinzu kommen über 100 Wandhydranten und 1.600 tragbare Feuerlöscher, sich selbst schließende Brandschutztore sowie eine ereignisgesteuerte Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA). Mittels einer Einzelmeldererkennung lässt sich anhand der digitalen Karten des geografischen Informationssystems der Auslöseort genau und schnell bestimmen. „Jeder Meldealarm wird ernst genommen und bearbeitet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarms bei Auslösung nur eines einzelnen Melders recht hoch ist“, erläutert Rudlof.

Bei so verschiedenen Gebäudekomplexen mit ganz unterschiedlichen Funktionsbereichen ist auch eine entsprechend breit aufgestellte Varianz an Meldern im Einsatz. Neben den klassischen Rauchmeldern gibt es auch in einigen Abschnitten Rauchansaugsysteme sowie thermische beziehungsweise infrarot auslösende, etwa in den Abschnitten der Gastronomie. Ferner sind auch alle acht Kilometer an unterirdischen Versorgungskanälen und die IT-Bereiche mit Brandmeldern gesichert, da diese für die Versorgung des Flughafens mit Strom, Wasser und der IT-Anbindung besonders wichtig sind.

Ständige Kontrolle

Ein wesentlicher Aspekt beim vorbeugenden Brandschutz ist der Umgang mit Fremdfirmen und den Nutzern der Gewerbeflächen. Brände entstehen zum überwiegenden Teil durch menschliches Fehlverhalten. Um dieses zu minimieren, ist ein Mitarbeiter für die Brandverhütung zuständig; er begeht regelmäßig das Flughafengelände, um Mängel wie zugestellte Notausgänge und Rettungswege, festgestellte Brandschutztüren und ähnliches zu protokollieren und die Verantwortlichen darauf hinzuweisen mit der Maßgabe, die Mängel unverzüglich abzustellen.

Fremdfirmen, die Heißarbeiten mit dem Schweißbrenner oder Lötkolben durchführen, benötigen ein spezielles Formular, das ihnen die Arbeit unter Brandschutzauflagen genehmigt. Auch hier überprüft ein Kollegen der Feuerwehr regelmäßig, ob auch alle Auflagen wie das Bereitstellen von Feuerlöschern, Löschdecken und ähnliches, erfüllt sind. Nur dann können einzelne Melder in den angezeigten Bereichen für die Dauer der Arbeiten von der Brandmeldeanlage (BMA) getrennt werden.

Rasche Entfluchtung und Hilfe

Im Evakuierungsfall müssen die Passagiere schnellstmöglich die Terminals verlassen. Hierzu verfügt der Flughafen über ausgebildete Räumungshelfer, die sich zum Teil aus dem Flughafenpersonal und dem der Fluggesellschaften rekrutieren. Kräfte der Landes- und der Bundespolizei sowie Mitarbeiter vom Zoll sind ebenfalls beteiligt. In einem weiteren Schritt sollen zudem noch Mitarbeiter der zahlreichen Geschäfte auf dem Flughafen als Räumungshelfer ausgebildet werden. Die große Anzahl an Helfern ist alleine schon deshalb nötig, damit diese bei einem so weitläufigen Ort alle Räumlichkeiten rasch durchsuchen und Personen nach draußen bringen können.

Ob der gesamte Terminalbereich oder nur einzelne Abschnitte geräumt werden, hängt dabei von der jeweiligen Situation ab. Bei der Räumung gilt, dass alle Passagiere, die noch nicht die Sicherheitsschleusen passiert haben, landwärts evakuiert werden und diejenigen, die den Check-in durchlaufen haben, luftseitig Richtung Flugvorfeld in Sicherheit gebracht werden. Von dort eingerichteten Sammelstellen bringen Busse anschließend die Passagiere zügig aus dem Flugsicherheitsbereich.

Zeit ist bei allen Maßnahmen ein kritischer Faktor. Daher sind beispielsweise im Falle eines Gebäudebrandes und bei technischen Hilfeleistungen strenge Vorgaben hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr einzuhalten. Bei Notfällen in den Terminalhallen oder anderen Gebäuden gilt die gesetzlich geregelte Hilfsfrist, die in Baden-Württemberg vom Eingang der Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen der Hilfe am Notfallort maximal 15 Minuten betragen darf.

Besondere Anforderungen gelten auch für den Rettungsdienst, denn gemäß den Bestimmungen der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Stuttgart einer von bundesweit 16 Sanitätsflughäfen. 14 Mitarbeiter sind daher zum Rettungsassistenten und staatlich geprüften Desinfektor ausgebildet. Letzteres ist vor allem bei einem Seuchenalarm wichtig. In diesem Fall wird das betroffene Flugzeug auf eine entlegene Abstellposition geleitet, und die Passagiere und Besatzung werden anschließend von einem Seuchenmediziner untersucht. Dieser entscheidet, ob betroffene Personen auf eine Isolierstation kommen, die auf dem Gelände zur Verfügung steht.

Umfangreiche Aufgaben

Bei der Flughafenfeuerwehr Stuttgart sind zurzeit 76 Feuerwehrangehörige als hauptamtliche Kräfte beschäftigt, die alle analog zu den Richtlinien der Berufsfeuerwehr ausgebildet sind. Die Mitarbeiter versehen ihren Dienst in zwei 24-Stunden-Schichten zu je 19 Mann, die sich gegenseitig ablösen und im Ernstfall als erstes Einsatzelement ausrücken, bevor gegebenenfalls weitere Verstärkung, auch aus dem Umland, eintrifft. Hauptaufgabe der Einsatzkräfte ist dabei das Sicherstellen des Flugzeugbrandschutzes nach geltenden ICAO-Richtlinien für die Kategorie 10.

Ferner ist die Feuerwehr für den Gebäudebrandschutz und technische Hilfeleistung für den gesamten Flughafenbereich als anerkannte Werkfeuerwehr gemäß Paragraf 19 des Feuerwehrgesetzes (FwG) von Baden-Württemberg verantwortlich. Neben der Gewährleistung des Brandschutzes ist die Feuerwehr auch für eine ganze Anzahl weiterer Ereignisse zuständig, etwa bei Flugzeugunfällen wie beispielsweise auslaufender Kraftstoff, Flugzeugbergung oder bei Einsätzen mit Gefahrgut. Auch andere Fachabteilungen und externe Auftraggeber können bei Bedarf auf die Kollegen und ihre Ausrüstung zurückgreifen, sollten es die Umstände erfordern. Mit dem Aircraft Recovery Training Center unterhält die Flughafenfeuerwehr schließlich eine internationale Ausbildungsstätte für Flugzeugbergecrews und bildet auch andere Feuerwehren und Rettungsdienste aus, etwa beim Atemschutz.

 

 

Text: Hendrick Lehmann
Bild: Flughafenfeuerwehr Stuttgart

 

 

Veröffentlichung neuer Normen für den Brandschutz

Mittwoch, 16. November 2011

In den letzten Monaten wurden diese Normen und Normentwürfe für den baulichen Brandschutz veröffentlicht:

Norm-Entwürfe

  • DIN 14497 (12-2011)
  • DIN 15920-11 (11-2011)
  • DIN EN 54-14 (9-2011)
  • DIN EN 671-1 (9-2011)
  • DIN EN 671-2 (9-2011)
  • DIN EN 1363-1 (12-2011)
  • DIN EN 1364-1 (11-2011)
  • DIN EN 1364-3 (11-2011)
  • DIN EN 1364-4 (11-2011)
  • DIN EN 13501-6 (11-2011)
  • DIN EN 15254-6 (11-2011)

VdS-Richtlinien

  • VdS 3140 (9-2011)

(Quelle: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., VdS Schadenverhütung GmbH)

Unter www.baurecht-dienst.de können viele weitere Gesetze, Verordnungen und Richtlinien aus allen Bundesländern heruntergeladen werden.

Marktübersicht aus PROTECTOR Special Brandschutz 2011, S. 30

Mittwoch, 31. August 2011

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Die Übersicht umfasst über 45 Anlagen von 19 Anbietern, die ihre Produkte im deutschsprachigen Raum vertreiben.

Markttransparenz als Entscheidungshilfe: Unser Download bietet Ihnen anhand detaillierter Kriterien in einer Gesamtmatrix die Möglichkeit, verschiedene Systemlösungen untereinander zu vergleichen.

Folgende Tabelle zählt alle Anbieter und Produkte auf, die in dieser Marktübersicht enthalten sind. Die darin verlinkten Firmennamen führen direkt zu den jeweiligen Bezugsquellenangaben im Branchenverzeichnis.

Abgefragt wurden sämtliche Kriterien, die für eine fundierte Entscheidung bei der Auswahl einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage relevant sind. Hierzu zählen sowohl allgemeine Angaben zum jeweiligen System als auch konkrete Angaben zu dessen Leistungsmerkmalen. Außerdem finden Sie Angaben zu produktspezifischen Besonderheiten.

Allgemeine Angaben

  • Kurzbeschreibung
  • Produkteinordnung
  • Zertifizierungen
  • Preisspanne (Euro, netto)

Steuerzentrale

  • Max. Anzahl RWA-Gruppen
  • Max. Anzahl Lüftergruppen
  • Max. Anzahl RWA-Taster
  • Max. Anzahl Rauch-/Wärmedifferenzialmelder
  • Max. Anzahl Lüftertaster
  • Melder anderer Hersteller anschließbar
  • Signaleingänge
  • Signalausgänge
  • Ausgangsspannung (V)
  • Max. Ausgangsstrom (A)
  • Max. Leistung Trafo/Akku (VA/Ah)
  • Standby-Leistung (W)
  • Notstrombetrieb
  • Betriebsdauer mit Batterie
  • Akkuüberwachung
  • Leitungsüberwachung der Melderkreise
  • Leitungsüberwachung der Antriebe
  • Einzelabsicherung der Motorgruppen
  • Rauchmelderrücksetzung
  • Laufrichtung der Antriebe bei Alarm variabel einstellbar
  • Schaltbare Sicherheitsfunktionen
  • Integrierte Lüftungskomfortfunktionen
  • Wartungsintervallanzeige
  • Anschluss Alarmmittel
  • Steckplätze für Erweiterungsmodule
  • Optische Betriebs- und Störungsanzeige
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Gehäusematerial
  • Zubehör

Öffnungssysteme

  • Spindelantriebe
  • Hub (von, bis in mm)
  • Zugkraft (N)
  • Druckkraft (N)
  • Hubkraft (N)
  • Laufzeit (s – mit Bezugsgröße)
  • Max. Stromaufnahme (A)
  • Anfahrgeschwindigkeit (mm/s)
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Kettenantriebe
  • Druckkraft (N)
  • Zugkraft (N)
  • Hublänge (von, bis in mm)
  • Schubgeschwindigkeit (mm/s)
  • Laufzeit (s – mit Bezugsgröße)
  • Leistungsaufnahme (W)
  • Stromaufnahme (A)
  • Mind. Flügelbreite (mm)
  • Flügelhöhe (mm)
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Sonstige Antriebsarten

Hinweis: Die Daten in der Marktübersicht basieren auf Angaben der Hersteller. Für die Richtigkeit übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Es gilt die jeweils aktuelle Marktübersicht. Frühere Versionen sind damit hinfällig und werden auf Sicherheit.info nicht weiter angeboten.

Laden Sie die komplette Marktübersicht mit allen Detailangaben als XLS-Datei hier kostenlos herunter.

Text und Quelle: Sicherheit.info