Artikel-Schlagworte: „RWA“

Deutsche Norm für RWA-Anlagen wird globaler ISO-Standard

Mittwoch, 9. Juni 2010

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Dem ZVEI-Fachkreis Rauch- und Wärmeabzug und natürliche Lüftung (RWA und nL) ist es gelungen, das in Deutschland seit Jahrzehnten bekannte hohe technische Niveau von RWA-Steuerungen und -Energieversorgungen über die europäische Ebene hinaus auf den weltweiten ISO-Standard zu heben.

Der Fachkreis im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat zwei wesentliche Normungsvorhaben auf den Weg gebracht und stellt im ISO TC 21/SC11 zwei wichtige Working Group Convenors. Die Working Group 5 definiert in der ISO 21927-9 die Anforderungen und Prüfmethoden an die Steuerungszentralen. In der Working Group 6 werden die Anforderungen und die Prüfmethoden für die Energieversorgungen definiert. Beide Normen entsprechen im Wesentlichen dem Stand der bereits in Europa veröffentlichten Norm EN 12101-10 und der sich in der Veröffentlichung befindlichen EN 12101-9.

Obwohl – im Gegensatz zur europäisch harmonisierten, unter der Bauproduktenrichtlinie mandatierten Normenreihe EN 12101 – die Anwendung der ISO-Normen nicht in jedem Land verpflichtend vorgeschrieben ist, setzen sie dennoch den Sicherheitsstandard auf ein weltweit vergleichbares Maß. Die Erstellung dieser beiden Normen war notwendig, da mit den bereits veröffentlichten Normen ISO 21927 Teile 1 bis 3 zwar die Rauchschürzen, natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsgeräte und maschinellen Entrauchungsventilatoren geregelt waren, deren Ansteuerung und Energieversorgung aber bislang nicht.

Die beiden Normen ISO 21927-9 und 21927-10 sollen, wie die europäischen Normen, für alle Systeme der Rauch- und Wärmefreihaltung angewendet werden, das heißt für Rauchschürzen, NRWGs, MRAs, RDAs und weitere. Auch die unterschiedlichen Arten der Energieversorgung (zum Beispiel elektrisch, Kohlendioxid) werden in diesen Normen behandelt. Die beiden DIS (draft international standard) ISO-Normen befinden sich derzeit in der Umfrage. Es ist damit zu rechnen, dass diese beiden ISO-Normen noch im Jahr 2010 veröffentlicht werden.

Text: ZVEI

Neuheiten im Bereich RWA

Dienstag, 16. März 2010

Die Firma STG-BEIKIRCH, ein Unternehmen der ESSMANN GROUP, stellt in Nürnberg die neuesten Produkte und Technologien im Bereich Rauch und Wärmeabzugsanlagen vor. Das Thema energieeffizientes Bauen rückt dabei immer mehr in den Fokus. Klimawandel, abnehmende Ressourcen und steigende Energiepreise stellen große Herausforderungen für Unternehmer und private Verbraucher da. Welche Möglichkeiten gibt es, energieeffizientes Bauen wirtschaftlich und planbar zu realisieren? Die Lösung bieten Flachdächer und Fassaden, ausgestattet mit intelligenten Belichtungs-, Be- und Entlüftungs- sowie Entrauchungssystemen. Der konfigurierbare RWA-Kettenantrieb für Rauchabzug und Lüftung LM- EasyDrive erfüllt die Anforderungen an kraftbetätigte Fenster mit Eingriffs- und Einklemmschutz nach Schutz-klasse 3. Druck; Zugkräfte, Hublängen und Ausstellgeschwindigkeiten sind je nach Wunsch konfigurierbar. Der Kettenantrieb OM für RWA und natürliche Be-und Entlüftung wird profilintegriert eingebaut und ist für die verdeckt liegende Montage in Holz- und Aluminiumfenstern geeignet. Der CM-Kettenantrieb ist als Spezialist für hohe Druckkräfte ideal für den Einsatz an Dach- und Klappfenstern, wo hohe Kräfte benötigt werden. WPS ist ein „intelligenter Schutzengel“ für automatisch schließende Fenster. Es handelt sich um einen Eingriffsschutz, bei dem eine spezielle Lichtschranke die Gefahr, dass ein Mensch eingeklemmt werden könnte, schon im Vorfeld erkennt. Der Schließvorgang des Fensters wird frühzeitig gestoppt. Das WPS ist ohne bauliche Maßnahmen installierbar und herstellerunabhängig bei allen Antrieben und Fenstern einsetzbar.

Zertifikat für Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Dienstag, 26. Januar 2010

Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen können sich ab sofort vom ZVEI zertifizieren lassen und so ihre Wettbewerbschancen erhöhen.
Das Gütesiegel „ZVEI-Errichter RWA“ erleichtert Gebäudebetreibern die Auswahl qualifizierter Fachfirmen. Gebäudebetreiber verringern nach Ansicht des ZVEI mit der Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs auch ihr Haftungsrisiko. Der Nachweis einer ordnungsgemäß und normgerecht erbauten RWA-Anlage fällt damit Betreibern und Errichtern im Schadensfall deutlich leichter.
Wichtige Voraussetzungen für eine Anerkennung ist der Nachweis einer sachkundigen RWA-Fachkraft und einer Elektrotechnischen Fachkraft nach DIN VDE 1000-10. Der Sachkundenachweis RWA kann zum Beispiel im dreitägigen Seminar „Rauch- und Wärmeabzugsanlage“ der ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme erlangt werden. Das Zertifikat ist auf zwei Jahre befristet und ist nach einer Auffrischungsschulung der Fachkraft in vereinfachter Form erneut zu beantragen.
Text: Sicherheit.info

Europäische RWA-Initiative gegründet

Dienstag, 8. Dezember 2009

Der ZVEI-Fachkreis „RWA und natürliche Lüftung“ erweitert seine Aktivitäten innerhalb der EU. Auf einer gemeinsamen Sitzung der Verbände CAB (Großbritannien), UNAC (Italien) und ZVEI wurde eine engere Zusammenarbeit mit den europäischen Herstellern von Fensterantrieben vereinbart.

Ziel ist das Weiterentwickeln des vorbeugenden Brandschutzes auf europäischer Ebene als wichtige Maßnahme zum Schutz von Leben und Gesundheit der Bürger.

Die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Normungsinstituten wird durch die neue Initiative nach Meinung des ZVEI deutlich erleichtert. Wichtige Zukunftsthemen wie natürliche Lüftung und natürlicher Rauch- und Wärmeabzug könnten bereits in einem frühen Stadium europaweit abgestimmt werden.

„Internationale und europäische Normen werden mithilfe der neuen Initiative schneller umgesetzt. Dadurch sind exportorientierte Hersteller von RWA- und Lüftungsanlagen im internationalen Markt wettbewerbsfähiger. Und sparen durch eine wachsende europäische Standardisierung Zeit und Kosten“, freut sich Reiner Aumüller, Vorsitzender des Fachkreises RWA und natürliche Lüftung.

„Auch Gebäudebetreiber profitieren von unserer Zusammenarbeit. Die Qualität von RWA-Anlagen steigt dadurch weiter und die Sicherheit in Gebäuden erhöht sich. Denn 90 Prozent aller Brandopfer sind durch eine Rauchvergiftung zu Tode gekommen“, so Aumüller weiter.

Neben einer abgestimmten Normenarbeit steht die technologische Weiterentwicklung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sowie Lüftungssystemen im Mittelpunkt.

Text: Sicherheit. info

Fortbildungs- und Aufbauseminar – RWA

Dienstag, 22. September 2009

Einladung zur BHE-Veranstaltung  am 30. September in Fulda.

Speziell für die BHE-zertifizierten Fachfirmen im Bereich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen wird mit dieser Veranstaltung die Möglichkeit geboten, ihr bestehendes Fachwissen zu vertiefen und auf den aktuellen Stand zu bringen. Am Ende der Schulung findet eine BHE-Fachkundeprüfung statt, mit der die Teilnehmer ihre Kompetenz im Bereich RWA nachweisen können. Die Veranstaltung wendet sich an Personen, die bereits über intensive Kenntnisse bzw. mehrjährige Berufserfahrung im Bereich RWA verfügen und ihr Wissen intensivieren bzw. auffrischen möchten.

Inhalt und Referenten: (Beginn: 10 Uhr, Ende ca. 16.30 Uhr)

  • Veränderungen/Neuerungen in den Rechtsgrundlagen, Normen und Vorschriften für RWA
    DIN 18232-2 /11-2007 im Vergleich zur Ausgabe 2003
     BHE-Richtlinie EA-RWA Ausgabe 2009
     Veränderungen in der MLAR 2005 speziell für RWA
     Wartung entsprechend der Betriebssicherheitsverordnung
    Anwendung der Maschinenrichtlinie und der 9. Verordnung zum Geräte und Produktsicherheitsgesetz (9. GPSGV)
    für RWA-Anlagen Jürgen Siewert, Ingenieur- und Sachverständigenbüro, Rostock
  • Technikbezogene Veränderungen/Neuerungen bei elektrischen RWA (Andre Burger)
     Antriebe mit erweitertem Funktionsumfang durch Parametrierung über PC-Oberfläche
     Zentralentechnik mit BUS-Technologie
     Parametrierung von Funktionen und Erstellung von Gruppenzuordnungen für RWA- und Lüftung über PC-Oberfläche
     Notwendige technischen Daten zwecks Prüfung einer Konformität von Antriebe mit Zentralen
     Ferndiagnose
    Andre Burger, STG-BEIKIRCH GmbH & Co. KG, Lemgo
  • Technikbezogene Veränderungen/Neuerungen bei pneumatischen RWA
    Heiko Prietzel, H-P-S Group Heiko Prietzel Sicherheitstechnik, Leopoldshöhe
  •  Abschlussprüfung (Multiple-Choice-Fragen)

Veranstaltungsort:
Konrad Zuse, Hünfeld
36088 Hünfeld (Nähe Fulda)
Tel.: 06652 7475-0
www.konradzuse.bestwestern.de/

Kosten:
222,00 Euro  für Mitglieder und  369,00 Euro (jeweils zzgl. MWSt.) für externe Teilnehmer. Darin enthalten sind Kosten für die Seminardokumentation
und die Verpflegung. Nach Eingang der Anmeldung erhält der Teilnehmer eine Anmeldebestätigung und eine Rechnung über die Seminarkosten. Bei Abmeldungen, die später als zwei Wochen vor Veranstaltungstermin erfolgen, werden 50% der Seminarkosten berechnet. Bei Abmeldungen, die später als drei Arbeitstage vor Termin erfolgen, bzw. bei Fernbleiben o.Ä. sind die gesamten Kosten zu zahlen.
Bei Ausfall des Seminars wegen Krankheit des Dozenten, höherer Gewalt o.Ä. werden die in Rechnung gestellten Lehrgangskosten erstattet, weitere Ansprüche an den Veranstalter können nicht geltend gemacht werden.

Veranstalter:
BHE-Akademie-GmbH, Feldstraße 28, 66904 Brücken, Tel: 06386 9214-0, Fax: 06386 9214-99

Anmeldung finden Sie  hier

PROTECTOR Marktübersicht – Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Mittwoch, 9. September 2009

Die Übersicht umfasst über 35 Anlagen von 15 Anbietern, die ihre Produkte im deutschsprachigen Raum vertreiben.

Markttransparenz als Entscheidungshilfe: Unser Download bietet Ihnen anhand detaillierter Kriterien in einer Gesamtmatrix die Möglichkeit, verschiedene Systemlösungen untereinander zu vergleichen.

Folgende Tabelle zählt alle Anbieter und Produkte auf, die in dieser Marktübersicht enthalten sind. Die darin verlinkten Firmennamen führen direkt zu den jeweiligen Bezugsquellenangaben (Siehe auch „Kontakt- und Firmen-Infos im Branchenverzeichnis“!).

Abgefragt wurden sämtliche Kriterien, die für eine fundierte Entscheidung bei der Auswahl einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage relevant sind. Hierzu zählen sowohl allgemeine Angaben zum jeweiligen System als auch konkrete Angaben zu dessen Leistungsmerkmalen. Außerdem finden Sie Angaben zu produktspezifischen Besonderheiten.

Allgemeine Angaben

  • Kurzbeschreibung
  • Produkteinordnung
  • Zertifizierungen
  • Preisspanne (Euro, netto)

Steuerzentrale

  • Max. Anzahl RWA-Gruppen
  • Max. Anzahl Lüftergruppen
  • Max. Anzahl RWA-Taster
  • Max. Anzahl Rauch-/Wärmedifferenzialmelder
  • Max. Anzahl Lüftertaster
  • Melder anderer Hersteller anschließbar
  • Signaleingänge
  • Signalausgänge
  • Ausgangsspannung (V)
  • Max. Ausgangsstrom (A)
  • Max. Leistung Trafo/Akku (VA/Ah)
  • Standby-Leistung (W)
  • Notstrombetrieb
  • Betriebsdauer mit Batterie
  • Akkuüberwachung
  • Leitungsüberwachung der Melderkreise
  • Leitungsüberwachung der Antriebe
  • Einzelabsicherung der Motorgruppen
  • Rauchmelderrücksetzung
  • Laufrichtung der Antriebe bei Alarm variabel einstellbar
  • Schaltbare Sicherheitsfunktionen
  • Integrierte Lüftungskomfortfunktionen
  • Wartungsintervallanzeige
  • Anschluss Alarmmittel
  • Steckplätze für Erweiterungsmodule
  • Optische Betriebs- und Störungsanzeige
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Gehäusematerial
  • Zubehör

Öffnungssysteme

  • Spindelantriebe
  • Hub (von, bis in mm)
  • Zugkraft (N)
  • Druckkraft (N)
  • Hubkraft (N)
  • Laufzeit (s – mit Bezugsgröße)
  • Max. Stromaufnahme (A)
  • Anfahrgeschwindigkeit (mm/s)
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Kettenantriebe
  • Druckkraft (N)
  • Zugkraft (N)
  • Hublänge (von, bis in mm)
  • Schubgeschwindigkeit (mm/s)
  • Laufzeit (s – mit Bezugsgröße)
  • Leistungsaufnahme (W)
  • Stromaufnahme (A)
  • Mind. Flügelbreite (mm)
  • Flügelhöhe (mm)
  • Schutzart (IP-Klasse)
  • Temperaturbereich (von, bis in °C)
  • Sonstige Antriebsarten

Hinweis: Die Daten in der Marktübersicht basieren auf Angaben der Hersteller. Für die Richtigkeit übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Es gilt die jeweils aktuelle Marktübersicht. Frühere Versionen sind damit hinfällig und werden auf Sicherheit.info nicht weiter angeboten.

Text: Sicherheit.info

Wartung und Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Donnerstag, 27. August 2009

Aufgabe und Wirkung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind äußerst vielseitig und ein wichtiger Bestandteil des Schutzes von Menschen und Sachwerten.

Im Brandfall leiten natürliche und maschinelle RWAs die heißen und giftigen Rauch- bzw. Brandgase aus dem Gebäude ab.  Sie unterstützen die Selbst- und Fremdrettung von Personen und verbessern die Löschmaßnahmen der Feuerwehr. Ausgefeilte Fassadenlösungen dienen der gezielten Frischluftzufuhr und verhindern so z.B. ein Verqualmen des unteren Raumbereichs, so dass sich Menschen selbstständig in Sicherheit bringen können.
Brand- und vor allem Rauchschäden verursachen hohe Kosten und können die Unternehmensexistenz gefährden.
Durch Produktionsausfälle, Image- und Kundenverlust und im schlimmsten Fall durch Personenschäden. Tritt der Ernstfall ein, müssen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen unverzüglich und störungsfrei funktionieren. Unabdingbar, und zudem gesetzlich vorgeschrieben, ist die regelmäßige und professionelle Wartung der gesamten Anlage.

Seitens des Gesetzgebers existieren eine ganze Reihe von Vorschriften und Verordnungen zum Thema Wartung.
Wer sie missachtet, verstößt damit auch gegen bauordnungsrechtliche Auflagen. Das kann Haftpflichtansprüche bzw. strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Kernaussagen der gesetzlichen Vorgaben beinhalten die regelmäßige, mindestens jährliche, Überprüfung der relevanten Teile sowie der Funktionen.

Fallstudie „Disco“-Rauch- und Wärmeabzugsanlagen für eine Discothek

Freitag, 21. August 2009

Disco_2

Im Frühjahr 2004 öffnete die Diskothek ?La Luna? in Dortmund-Mengede in neuen Räumen ihre Tore. Im Rahmen eines Betreiberwechsels musste das Gebäude vollständig umgebaut und ein neues Brandschutzkonzept realisiert werden.

Aufgabenstellung

  • Einbringung einer maschinellen Entrauchungsanlage mit einer Volumenleistung von ca. 200.000m³/h sowie erforderlicher Zuluftflächen, so dass eine Zuluftgeschwindigkeit von 3 m/sec nicht überschritten wird.
  • Tageslichtöffnungen, welche als Zuluftflächen genutzt werden können.
  • Bei dem Dach des Gebäudes handelt es sich um eine nicht begehbare Zeltkonstruktion, deren Zeltplane durch sechs Hohlbinder getragen wird. Außerdem sind die Parkflächen am Gebäude unterkellert, wobei die Tragkraft des Parkplatzes nicht ausreichend ist, um einen Autokran für die Montagearbeiten aufzustellen.
  • Die eigentliche Nutzfläche des Gebäudes befindet sich in einer Einhausung unterhalb der Zeltplane, so dass eine direkte Anbindungan die Außenhaut nur mit erheblichem Aufwand möglich war.

ESSMANN Lösungskonzept
10 ESSMANN Brandgasventilatoren auf eigens für diesen Anwendungsfall konstruierten Sockeln wurden direkt auf die die Zeltbahntragenden Hohlbinder montiert. Die Decke im Inneren der Diskothek wurde an mehreren Stellen durchbrochen, so dass der Rauch im Brandfall direkt von den Dachventilatoren angezogen in dieZwischendecke entweicht und dann über das Dach abgeführt wird. In die Stirnwände des Gebäudes wurden 10 ESSMANN Lamellenlüfter montiert, welche zusätzlich als Zuluftöffnungen dienen. Ausreichend dimensionierte Zuluftflächen sind für eine funktionierende Rauch- und Wärmeabzugsanlage unabdingbar. Fünf ESSMANNLichtkuppeln in den niedrigeren Nebenbereichen dienen einerseits als Tageslichtspender, übernehmen darüber hinaus aber auch die Funktion der geforderten und notwendigen Zuluftflächen. Da dieTraglast der unterkellerten Parkplätze den Einsatz eines Autokranes nicht zuließ und die Entfernung von der Straße zum Montageort einen Kran mit extrem weiter Ausladung erforderlich gemacht hätte,wurde als kostengünstige und praktische Alternative eine Hubschraubermontage geplant. Die Montagezeit der 10 ESSMANN Brandgasventilatoren reduzierte sich so auf ein Minimum.

Kundennutzen

  • Flächendeckende Entrauchung: Durch die Montage der ESSMANN Brandgasventilatoren auf die Hohlbinder wurde eine flächendeckende Entrauchung realisiert. Eine aufwändige Kanalanlage zur Entrauchung innerhalb des Gebäudes, welche bei einer Lösung mit Wandventilatoren erforderlich gewesen wäre, war nicht notwendig.
  • Erhebliche Kosteneinsparungen: Die separate Entrauchung der Zwischendecke ließ ebenfalls aufwändige Kanäle mit Ansaugstellen überflüssig werden, was erhebliche Kosteneinsparungen möglich machte.
  • Keine kostenintensiven Türöffnungsmechanismen notwendig: Die Zuluft für den maschinellen Rauchabzug (MRA) wird unabhängig von den Eingangstüren durch ESSMANN Wandlamellenlüfter realisiert. Dadurch ist sichergestellt, dass sich bei geschlossenen Eingangstüren nach dem Anlaufen der Brandgasventilatoren im Gebäude kein Unterdruck aufbauen kann. Auch im Notfall lassen sich die Türen ohne zusätzlichen Druck widerstandleicht öffnen. Durch diese Lösung konnte auf den zusätzlichen Einbau von kostenintensiven, automatischen Türöffnungsmechanismen gänzlich verzichtet werden.
  • Reduzierung der Energiekosten: Die ESSMANN Lichtkuppeln versorgen die Arbeitsplätze mit natürlichem Tageslicht und dienen zugleich als Zuluftöffnungen. Dadurch werden die Energiekosten für künstliche Beleuchtung reduziertund die Nebenbereiche durch nachströmende Zuluft mitentraucht.
  • Steuerung anhand eines zentralen Schaltschrankes: Ein zentraler Schaltschrank steuert die ESSMANN Brandgasventilatoren und auch alle Zuluftgeräte (d.h. sowohl die ESSMANN Lichtkuppeln als auch die ESSMANN Lamellenlüfter).

Fazit
Der vom Bauherren gestellte Kostenrahmen konnte trotzschwieriger Ausgangsbedingungen eingehalten werden. Das gesamte Bauvorhaben, von der Planung bis zur endgültigen Abnahme, hatte eine Laufzeit von nur sechs Wochen, so dass die Diskothek planmäßig eröffnet werden konnte.

RWA: Chance für Facility Management

Freitag, 21. August 2009

Weniger Energie, bessere Luft und Schimmelpilzvermeidung

Hoffenheim/Frankfurt am Main, – Immobilienbesitzer verpassen große Chancen, wenn sie eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) lediglich als „lästiges Übel“ auffassen und nur bei einer baurechtlichen Auflage installieren. Dies betonte Dirk Dingfelder, stellvertretender Vorsitzender des ‚Fachkreises elektromotorisch betriebener Rauchabzug und natürliche Lüftung’ im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, Frankfurt am Main: „RWA sind optimal für die natürliche Lüftung von Gebäuden geeignet. Sie helfen Energie sparen, verbessern das Gebäudeklima und vermeiden gefährliche Schimmelpilzbildung.“ Dingfelder sprach bei der Jahres-Pressekonferenz des ZVEI-Fachverbandes Sicherheitssysteme in der Rhein-Neckar-Arena in Hoffenheim. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender des Fachverbandes.

RWA sind elektromotorisch betriebene Systeme. Ihre Aufgabe ist es, vor allem im Brandfall, zum Beispiel im Treppenhaus, Fenster und Kuppeln in Wänden oder Decken zu öffnen, damit Hitze sowie der hochgiftige und tödliche Rauch entweichen können. „So bleiben Fluchtwege begehbar und Personen haben deutlich mehr Zeit, sich selbst zu retten“, sagte Dingfelder.

Aber auch für die Gebäudelüftung werden sie wichtiger, so der Experte. „Außenhüllen sind immer besser abgedichtet, Rahmen werden besser verbaut und das Fensterglas erzielt immer günstigere Wärmeleitwerte.“ Die frühere natürliche Fugenlüftung tendiere so gegen Null. Wenn Fenster nicht regelmäßig geöffnet werden, nimmt die Qualität der Luft ab und die Feuchtigkeit zu. „Das macht müde und senkt die Arbeitsleistung. Wer das Öffnen und Schließen dem Nutzer überlässt, riskiert Energieverschwendung oder Schimmelpilzbildung – im schlimmsten Fall beides.“ RWA können zu festgelegten Zeiten automatisch Fenster öffnen und schließen, so Dingfelder.

Große Schimmelpilz-Schäden durch falsches Lüften.
Schimmelpilz zählt in Deutschland zu den am meisten gefürchteten Bauschäden. Einmal entstanden, lässt er sich nur mit großem Aufwand beseitigen. Immer wieder kommt es zu Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Immobilienbesitzern.

Die Pflicht, eine RWA für den Brandfall zu installieren, ist in den Bauordnungen der Bundesländer geregelt. Sie schreiben zum Beispiel für Wohngebäude ab einer unterschiedlichen Zahl von Stockwerken oder Gebäudehöhe eine RWA vor.

 Über den ZVEI-Fachverband Sicherheitssysteme:

In dem Fachverband haben sich die 60 führenden Unternehmen elektronischer Sicherheitstechnik in Deutschland zusammengeschlossen. Sie stellen unter anderem Brand-, Einbruch- und Überfallmeldesysteme, Videoüberwachungstechnik und Anlagen für die Zutrittskontrolle mit biometrischen Merkmalen her. Im ZVEI als Spitzenverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland haben sich insgesamt rund 1.600 Unternehmen organisiert. Sie repräsentieren einen Markt von rund 182 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008.

Text:  ZVEI

RWA: Energieeffizient lüften, Schimmelpilz vermeiden, Fluchtwege rauchfrei halten

Sonntag, 16. August 2009

Frankfurt am Main, 16. Juni 2008 – Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sollten in Zukunft auch für automatisierte Belüftung eingesetzt werden. 

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) führe zu immer besserer Wärmeisolierung. Das verschlechtere aber die Luftqualität in Gebäuden. Die immer höhere Luftdichtheit von Gebäuden können gravierende Negativeffekte haben, zum Beispiel könne sie zu Schimmelbefall führen.  Moderne RWA Systeme können heute durchaus auch für die Lüftung eingesetzt werden. Elektromotorisch betriebene Rauchabzugsanlagen bieten neben Antrieben für Fensterautomation auch intelligente Steuerungen und  Sensoriken, um Gebäude energie-effizient und natürlich zu lüften.

schimmelpilz

„Somit wird das Energie-Effizienz-Ziel ohne Nebenwirkungen erreicht.“ Zudem sind RWA exzellente Instrumente, um Fluchtwege rauchfrei zu halten. Manche der Brandkatastrophen in jüngster Vergangenheit hätten wahrscheinlich weitaus glimpflicher verlaufen können, wenn eine RWA installiert gewesen wäre, leider schreiben viele Landesbauordnungen sie nicht in dem Umfang vor, wie es eigentlich sinnvoll und notwendig wäre.“

Text:  ZVEI