Kontrollierte natürliche Lüftung erhöht Energieeffizienz

26. Juni 2017

Der Verband Fensterautomation und Entrauchung (VFE) hat ein Whitepaper zum Thema »Vorteile und Potenziale der automatisierten/kontrollierten natürlichen Lüftung« veröffentlicht.
In dem Papier sind die wichtigsten Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojekts »KonLuft – Energieeffizienz von Gebäuden durch kontrollierte natürliche Lüftung (KNL)« der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart zusammengefasst. Das Projekt konnte anhand der wissenschaftlich erhobenen Daten nachweisen, dass der Einsatz kontrollierter natürlicher Lüftungssysteme im Vergleich zu mechanischen Lüftungsanlagen bei Bürogebäuden insbesondere Neubauten deutlich energie- und kosteneffizienter ist. Das neue Whitepaper kann auf der VFE-Online-Plattform www.zentrum-fuer-luft.de kostenlos heruntergeladen werden.

Der VFE hat sich zur Aufgabe gemacht, Planern, Architekten und Bauherren die Vorteile einer automatisierten natürlichen Lüftung und Entrauchung für die Luftqualität und Sicherheit in Gebäuden bekannt zu machen. Diese Vorteile werden durch die erhobenen KNL-Daten des KonLuft-Projekts wissenschaftlich weiter untermauert.

Gut: thermischer Komfort und hygienische Raumluftqualität

Das Forschungsprojekt hat über einen Messzeitraum von einem Jahr nachgewiesen, dass die thermischen Komfortbedingungen nach DIN EN 15251 bei kontrollierter natürlicher Lüftung (KNL) sowohl in einem Büroneubau als auch in einem innerstädtischen Altbau eingehalten werden.

Im gleichen Zeitraum wurde auch die Luftqualität in den beiden Gebäuden untersucht. Das Ergebnis: Die hygienischen Raumluftanforderungen gemäß EN 13779 wurden unabhängig von der Jahreszeit mit guten bis sehr guten Werten erfüllt.

 

25 % geringere Lebenszykluskosten

Beim Vergleich der Lebenszykluskosten gut gedämmter Neubauten über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren kamen die Forscher zu signifikanten Ergebnissen: Gegenüber einem mechanischen System mit Wärmerückgewinnung (WRG) lagen die Kosten der KNL um 25 % niedriger. Dabei wurden auch die Lüftungswärmeverluste beider Systeme berücksichtigt.

Etwa 50 % Primärenergieeinsparung

In einer detaillierten dynamischen Simulation wurden ein Büroaltbau und ein Neubau miteinander verglichen. Hier konnte die KNL gegenüber einem mechanischen System mit WRG mit etwa 50 % Primärenergieeinsparung punkten.

Ökologische Vorteile

Auch bei einem auf 20 Jahre angelegten ökologischen Lebenszyklusvergleich der beiden Lüftungsarten – mit der Bilanzgrenze »Von der Wiege bis zur Bahre« (from cradle to grave) – waren die Vorteile eindeutig auf Seiten der KNL, z. B. durch deutlich geringere Umwelteinflüsse.

Projektpartner der HFT Stuttgart war der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI), dem auch Mitgliedsunternehmen des VFE angehören.

www.zentrum-fuer-luft.de

 

 

Know-how für Fachleute – Die ESSMANN GROUP Schulungen 2017

22. Mai 2017

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen gehören zu den wichtigsten Komponenten des technischen Brandschutzes in Gebäuden. Ein fundiertes Fachwissen in diesem Bereich ist unerlässlich. Deshalb bieten wir umfassende Schulungen und Seminare für unsere Partner an – zum Beispiel die Ausbildung zum RWA-Sachkundigen, RWA-Auffrischungskurse, LON-Workshops oder Produktschulungen.

Alle Schulungen bieten wir in unterschiedlichen Formen an.

Inhouse-Schulungen in unserem hauseigenen Schulungszentrum in Bad Salzuflen: Hier haben Sie die Möglichkeit, neben der Vermittlung von theoretischem Wissen auch die Produkte hautnah kennenzulernen und Simulationen von Rauchgasabführungen aktiv mitzuerleben.

 

Schulungsthemen:

  • Grundlagen des energiesparenden Bauens
  • Effiziente und kundenspezifische Sanierungslösungen
  • Energieeffiziente und komfortable Be- und Entlüftungssysteme
  • Natürliche und maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlagen inkl. Sachkundenachweis
  • ESSMANN GROUP Produkt- und Systemlösungen
  • Individuell abgestimmte Schulungen 

 

Ansprechpartner Schulungen

Frau Sabine Richter
T. +49 5261 9658-87
F. +49 5261 9658-66
s.richter@stg-beikirch.de

 

 

SmokeWorks 3.0: Mit neuer Software Entrauchung optimieren

3. Mai 2017
© FVLR

© FVLR

Außerdem neu: ein Ergebnisvergleich sowie ein intelligentes Abfragesystem zur Vermeidung von Eingabefehlern. Damit steht ein praxisgerechtes Tool zur Verfügung, das die Projektierung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) einfacher, sicherer und zuverlässiger macht.

Die neue Version erlaubt Berechnungen nach DIN 18232-2 (Natürliche Rauchabzugsanlagen) und DIN 18232-5 (Maschinelle Rauchabzugsanlagen) sowie nach der aktuellen Muster-Industriebau-Richtlinie (M-IndBauRL) und in Kürze auch nach der Versammlungs- und Verkaufsstättenverordnung. Planer können die Rauchableitung nicht nur nach verschiedenen Regelwerken projektieren, sondern auch Vergleiche anstellen. Benötigt werden lediglich Daten zur Raumgröße und Brandausbreitung sowie zur Art, Größe und Lage der Zuluftöffnungen.

SmokeWorks 3 kommt mit verbesserter Usability

Bei der Dateneingabe wird der Nutzer von einem intelligenten Abfragesystem unterstützt: Das Programm akzeptiert nur Werte, die im Sinne des zugrundeliegenden Regelwerks zulässig sind. Fehlerhafte Eingaben kann der Nutzer entweder selbst anpassen oder automatisch korrigieren lassen. Auf dieser Basis berechnet SmokeWorks 3 alle erforderlichen Größen für den Rauchschutz, beispielsweise die notwendige Fläche der Rauchabzugsöffnungen, die Stückzahl der einzusetzenden Rauch- und Wärmeabzugsgeräte oder die Mindesthöhe der raucharmen Schicht.

Software über Internet abrufbar

SmokeWorks 3 arbeitet browsergestützt und damit unabhängig von Hardware und Betriebssystem. Der Nutzer hat über das Internet jederzeit Zugriff auf sein Projekt – ob im Büro oder im Außendienst. Das Programm kann aber auch offline genutzt werden. Es gleicht Projektierungen automatisch mit dem Server ab, sobald wieder eine Internetverbindung verfügbar ist.

Sowohl die Software als auch die IT-Infrastruktur werden von einem zertifizierten, leistungsfähigen und ausfallsicheren Rechenzentrum in Deutschland betrieben. Von hier aus werden Wartung, Sicherheitsupdates und Aktualisierungen vorgenommen – der Nutzer muss sich um nichts kümmern.

SmokeWorks 3 ist ab sofort beim FVLR erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.fvlr.de.

Text : FVLR
Bild: FVLR

Veranstaltungen in 2017 – sichern Sie sich Ihren Seminarplatz!

23. März 2017

Beste Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung bietet Ihnen das umfangreiche Schulungsangebot des BHE. Ob Sie in ein neues Thema einsteigen oder bestehendes Wissen vertiefen möchten – in unserem vielfältigen Veranstaltungsprogramm finden Sie sowohl technische Seminare als auch kaufmännische Veranstaltungen.

Alle Termine und weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen in 2017 finden Sie stets aktuell unter www.bhe.de/seminare.

Bild: BHE

Neue DIN VDE 0833-2 – umfassende Neuerungen

23. März 2017

Die Revision der für den Bereich der Brandmeldeanlagen (BMA) relevanten nationalen Norm DIN VDE 0833-2 ist inzwischen abgeschlossen. Die Norm wurde grundlegend überarbeitet und wird noch im ersten Quartal dieses Jahres veröffentlicht.

Die Veränderungen gegenüber der bisher gültigen Ausgabe sind vielfältig und betreffen bspw. die Übertragungswege und Funkverbindungen, die Energieversorgung der BMA, Meldergruppen und Meldebereiche. Hinzugekommen sind u.a. Anforderungen und Empfehlungen zur Internalarmierung in Einrichtungen für Personen mit Pflegebedürftigkeit oder Behinderung. Auch Anforderungen an die Projektierung von optischen Signalgebern nach DIN EN 54-23 und solchen zur Gebäudekennzeichnung wurden ergänzt.

 

Text: BHE
Bild: BHE

Rauchmelder obligatorisch in Neu- und Umbauten

7. März 2017

Seit dem 1. Januar 2017 ist es erstmals in ganz Deutschland Pflicht, bei Neu- oder Umbauten von Wohnungen und Wohngebäuden Rauchwarnmelder zu installieren. Bosch bietet dazu eine Reihe von Rauchwarnmeldern für den privaten Haushalt an.
Bis spätestens 31. Dezember 2020 müssen auch bestehende Wohnungen (Ausnahme ist aktuell noch das Bundesland Sachsen) nachgerüstet werden. Einheitlich festgelegt ist, dass Schlafräume, Kinderzimmer und Flure jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein müssen. Für den Einbau dieser Melder ist flächendeckend der Eigentümer der Wohnung verantwortlich. Von Land zu Land unterschiedlich ist geregelt, ob Eigentümer oder Mieter zur Wartung verpflichtet werden.

Bosch bietet eine Reihe von Rauchwarnmeldern für den privaten Haushalt an, beispielsweise die Rauchmelder der Serie Ferion. Sie warnen frühzeitig und lautstark bei der Erkennung von Rauch. Bei Dunkelheit oder starker Rauchentwicklung hilft eine in den Melder eingebaute Hinweisleuchte, den Weg aus dem Raum und der Wohnung zu finden. Die Variante Ferion 5000 OW überträgt zusätzlich das Alarmsignal per Funk an alle weiteren installierten Melder und warnt so auch Personen in entfernt gelegenen Räumen. Die Funktionsfähigkeit ist über einen großen Testknopf einfach zu testen. Bosch gewährt auf die Rauchwarnmelder der Serie Ferion eine zehnjährige Produktgarantie. Die hochwertige, fest eingebaute Energieversorgung ist für eine Einsatzdauer von diesen zehn Jahren ausgelegt, damit entfällt ein frühzeitiger Batteriewechsel in der Regel.

Außerdem bietet Bosch auch sogenannte smarte Rauchmelder im Bosch Smart-Home-System an. Diese werden über eine App in Betrieb genommen und bedient. Rauchentwicklung melden sie vor Ort per Signalton und unterwegs erfolgt die Benachrichtigung per App – die Rauchalarme werden somit an die Smartphones der Benutzer weitergeleitet. Der Funktionsumfang des ab Mitte des Jahres erhältlichen Twinguards von Bosch, ebenfalls ein smarter Rauchwarnmelder, geht darüber noch hinaus. Der Twinguard misst neben der Raucherkennung über einen Luftgütesensor zusätzlich kontinuierlich die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftreinheit. Mittels einer App haben Nutzer Zugriff auf die Luftgüte-Werte und können unter anderem noch den Zustand der Batterien überprüfen.

Text:Sicherheit.info

Wechsel in der Eigentümerstruktur – Kingspan und Essmann stellen Weichen für die Zukunft

15. November 2016

kingspan_stg_beikirchDie Kingspan Group, einer der weltweit führenden Bauzulieferer, ist seit August 2016 neuer Gesellschafter der Essmann Group. Die Produkte beider Unternehmen ergänzen sich, so dass sie sich auch zusammen in einem Bauvorhaben integrieren lassen.

Die Essmann Group mit den Unternehmen Essmann Gebäudetechnik, Ecodis und STG-Beikirch, ist einer der in Europa führenden Hersteller von Produkten und Systemlösungen zur natürlichen Belichtung, Be- und Entlüftung sowie für den natürlichen und maschinellen Rauch- und Wärmeabzug in Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsbauten. „Die Essmann Group bildet in Zukunft einen wichtigen und integralen Bestandteil unserer neu aufgestellten Unternehmensdivision Kingspan Light & Air“, erläutert deren Divisional Managing Director Liam McDaniel.

Kingspan ist börsennotiert und als weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Hoch­leistungsisolierung, Systeme für die Gebäudehülle und der solarintegrierten Gebäudehülle tätig. Zur Produktpalette gehören Tageslichtsysteme, isolierte Dach- und Wandelemente sowie isolierte Torpaneele für Sektionaltore inklusive Zubehör. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro.

Synergieeffekte absehbar

Die Essmann Group sieht durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer gute Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft. Die Produkte beider Unternehmen ergänzten sich ideal, so dass sie sich auch zusammen in einem Bauvorhaben integrieren lassen. Gemeinsam lasse sich so noch intensiver der ganzheitliche Ansatz komplexer Systemlösungen rund um die Themen Licht, Luft, Sicherheit und Energieeffizienz für die intelligente Gebäudehülle verfolgen.

Text:  sicht-sonnenschutz.com 2016
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DAS Nachschlagewerk für Rauch- und Wärmeabzug – Hilfe für die Praxis

24. Oktober 2016

hilfe-in-der-praxisDer neue Praxis-Ratgeber des BHE gibt Ihnen einen verständlichen Einblick in das komplexe Thema der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA). Er soll Ihnen als Nachschlagewerk dienen, Sie aber vor allem bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Auf rund 100 Seiten finden Sie neben vielen grundlegenden Informationen auch zahlreiche praktischen Hilfestellungen zur Planung, Installation, Instandhaltung und Dokumentation von RWA. Neben den relevanten rechtlichen Grundlagen und bauaufsichtlichen Forderungen erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die wichtigen Normen und Richtlinien. Darauf aufbauend werden die wesentlichen Komponenten und unterschiedlichen Arten von RWA beschrieben. Zudem finden Sie viele weitere hilfreiche Kapitel, bspw. zur Risiko- und Gefährdungsbeurteilung, Aufzugsschachtentrauchung und Instandhaltung.

 

Informationen  sowie Leseproben sind abrufbar unter www.bhe.de/praxis-ratgeber

Text: BHE

Wachstumsplus im Sicherheitsmarkt

24. Oktober 2016

wachstumDer Gesamtumsatz im Markt der elektronischen Sicherungstechnik erzielte mit rund 3,71 Mrd. Euro einen neuen Bestwert. Dies entspricht einem Anstieg von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen stammen aus einer Markterhebung des BHE.

Die Brandmeldetechnik erzielte besonders hohe Zuwächse. Das Umsatz-Plus von 11,2 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro ist insbesondere auf die steigende Nachfrage nach Rauchwarnmeldern zurückzuführen. Immer mehr Privatkunden investieren in die Sicherheit der eigenen vier Wände. Dies machte sich auch in der Einbruchmeldetechnik bemerkbar, die ein deutliches Umsatzwachstum von 7,4 Prozent (741 Mio. Euro) verzeichnete.

Spürbare Zugewinne erzielten außerdem die Sprachalarmanlagen (+ 5,6 Prozent auf 95 Mio. Euro) und Video-Überwachungstechniken (+ 5,1 Prozent, rund 473 Mio. Euro). Die Bereiche Zutrittssteuerung (+ 2,8 Prozent auf 293 Mio. Euro), Rufanlagen (+ 3,3 Prozent auf 155 Mio. Euro) und sonstige Sicherungssysteme (+ 2,3 Prozent auf 266 Mio. Euro), zu denen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie Flucht- und Rettungswege zählen, konnten das Vorjahresergebnis ebenfalls übertreffen.

Die grafische Darstellung in höherer Auflösung finden Sie hier.

Text: BHE

Brandwarnanlagen – Normungsprojekt angelaufen

24. Oktober 2016

brandwarnanlagenFür bestimmte Anwendungsbereiche, z.B. in Kitas oder Pflegeeinrichtungen, existieren häufig keine bauaufsichtlichen Vorgaben in den allgemeinen Rechtsvorschriften, die präzise die Anforderungen an die Branderkennung und Brandmeldung definieren. Betreiber und Behörden sind vielfach im Unklaren darüber, welche Systeme eingesetzt werden dürfen und dem Schutzbedürfnis vor Ort gerecht werden.

Speziell für die o.g. Anwendungsbereiche hat der BHE die Hausalarmrichtlinie Typ B erstellt. Sie ermöglicht eine rechtssichere und schutzzielgerechte Lösung und wird immer öfter als Ausschreibungsgrundlage verwendet.

Anfang 2016 wurde ein Antrag zur Normierung solcher Hausalarm- bzw. Brandwarnanlagen bei der DKE eingereicht. Der mit der Ausarbeitung der Norm beauftragte Arbeitskreis hat bereits zweimal getagt und verwendet die BHE-Richtlinie als Grundlage. Die Veröffentlichung des ersten Normen-Entwurfs ist kurz vor der Verabschiedung.

Die vollständige Hausalarm-Richtlinie kann kostenlos von der BHE-Homepage unter www.bhe.de/Richtlinien-Hausalarm heruntergeladen werden.

Text: BHE
Bild: BHE