Artikel-Schlagworte: „RWA“

DBZ+BAUcolleg Fachsymposium über das „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ am 17. Juni in der Fachhochschule Köln

Donnerstag, 5. Juni 2014

BAUcolleg

Am 17. Juni 2014 findet in der Fachhochschule Köln ein Fachsymposium über das Projekt „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ statt. Veranstalter ist die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Bauverlag, der Transsolar Energietechnik GmbH und den Industriepartnern
STG-BEIKIRCH und KNAUF PERLITE.

In dem architektonisch ebenso wie technisch herausragendem Gebäude „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ hat STG-BEIKIRCH das anspruchsvolle Konzept für den Rauch- und Wärmeabzug und die kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung projektiert und umgesetzt.

Agenda

19:00  Einführung

Prof. Rainer Hempel
Fachhochschule Köln

19:15  Klimahaus Bremerhaven – Klimakonzept

Christian Oberdorf
Transsolar, München

20:15  Klimahaus Bremerhaven – Lüftungskonzept

Rainer Schulze
STG-BEIKIRCH, Lemgo

21:00  Leichtbaukonstruktionen für komplette Gebäudeaußenwände im Trockenbau

Dipl.-Ing. Rainer Völkner
Knauf Perlite, Dortmund

21:45  Diskussion

Prof. Rainer Hempel
Fachhochschule Köln

22:00  Get-together

bei Wein und kleinem Imbiss

Anschrift:

Fachhochschule Köln | Karl-Schüssler-Saal (R 67) | Betzdorfer Straße 2 | 50679 Köln

Die Veranstaltung wird von der AKNW als 2-stündige Fortbildungsveranstaltung für Architekten und Innenarchitekten anerkannt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Fachsymposium – DBZ+BAUcolleg über das „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ am 17. Juni in der Fachhochschule Köln

Montag, 2. Juni 2014

DBZ-Bau-Colleg

Am 17. Juni 2014 findet in der Fachhochschule Köln ein Fachsymposium über das Projekt „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ statt.

Veranstalter ist die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Bauverlag, der Transsolar Energietechnik GmbH und den Industriepartnern STG-BEIKIRCH und KNAUF PERLITE.
In dem architektonisch ebenso wie technisch herausragendem Gebäude „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ hat STG-BEIKIRCH das anspruchsvolle Konzept für den Rauch- und Wärmeabzug und die kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung projektiert und umgesetzt. (mehr …)

Presseinfo 02|2014 BHE – Elektronische Sicherungstechnik mit beachtlichem Umsatz-Zuwachs

Montag, 2. Juni 2014

Sicherheitsmarkt erstmals über 3 Mrd. €

Die Anbieter elektronischer Sicherungstechniken können sich erneut über ein deutliches Marktwachstum freuen.
Das Umsatz-Plus im Jahr 2013 belief sich nach Angaben des BHE Bundesver-band Sicherungstechnik e.V. auf insgesamt 4,2 Prozent. Der tatsächlich erzielte Umsatz lag damit spürbar über dem Mitte 2013 prognostizierten Wachstum von 2,8 Prozent.

„Der Sicherheitsmarkt hat zum ersten Mal seit Beginn der Datenerhebung über 3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die aktuellen Zahlen spiegeln das zunehmende Si-cherheitsbedürfnis der Anwender wider“, so Norbert Schaaf, Vorstandsvorsit-zender des BHE.

Nahezu alle Fachbereiche konnten beachtliche Wachstumsraten verzeichnen:
Den höchsten Zuwachs erzielten die Sprachalarmsysteme mit 6,6 Prozent (81 Mio. Euro), gefolgt von den Zutrittssteuerungssystemen (+ 5,1 Prozent auf 273 Mio. Euro). Mit jeweils über 4 Prozent Wachstum konnten auch die Brandmel-detechnik (+ 4,6 Prozent auf 1,36 Mrd. Euro) sowie die Video-Überwachungstechnik (+ 4,1 Prozent, entspricht 430 Mio. Euro) enorm zulegen.
„Die drastische Zunahme an Wohnungseinbrüchen in den letzten Jahren sorgt auch bei der Einbruchmeldetechnik für einen spürbaren Anstieg. Mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 673 Mio. Euro wurde hier die stärkste Zunahme seit über 10 Jahren verbucht“, so Schaaf.

Auch die sonstigen elektronischen Sicherungssysteme konnten ihren Wachs-tumskurs beibehalten (+ 4,2 Prozent auf insgesamt 249 Mio. Euro). Hierzu zäh-len u.a. die Rauch- und Wärmeabzugssysteme, die Fluchttürsysteme sowie der Personenhilferuf.
Die aktuellen Zahlen sind das Ergebnis einer Markterhebung des BHE.

BHE_Entwicklung-2011_2013

Text: BHE Ansprechpartner Dr. U Brauer

Bild: BHE

Nachhaltiges Bauen durch Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs – Environmental Product Declarations)

Mittwoch, 21. Mai 2014

Investoren, Bauherren und Nutzer profitieren von nachhaltig geplanten Gebäuden ebenso wie die Umwelt und zukünftige Generationen. Im Lauf der ursprünglichen ökologischen Ansätze hat sich die Betrachtung einzelner Kriterien hin zu einem ganzheitlichen Ansatz – dem Gedanken der Nachhaltigkeit entwickelt.

„Als Qualitätsmaßstab für die Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden nach den verschiedenen Bewertungssystemen, wie z. B. BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen), DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), LEED (Leadership of Energy and Environmental Design) oder BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), dienen unter anderem Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs), die objektive Fakten über die Auswirkungen von Produkten und Systemen über deren gesamten Lebenszyklus auf Mensch und Umwelt enthalten.“ (ZVEI e.V. – Fachverband Sicherheit)

Lebenszyklus_STG_BEIKIRCH

(mehr …)

Intelligente Fensterautomation mit KNX: Halle 11.1 Stand B16

Montag, 17. März 2014

Bild_5.2Das KNX-Interface-Modul für die RWA- und Lüftungszentralen von STG-BEIKIRCH und die erweiterte Gira Server App ermöglichen die Kommunikation von Zentralen und Gira HomeServer zur Visualisierung und Steuerung der natürlichen Be- und Entlüftung. Dabei misst der Gira KNX CO2-FT Sensor Temperatur, Luftfeuchte und den CO2-Gehalt im Raum und ermöglicht die bedarfsorientierte Steuerung der Fensteröffnungsweiten und somit der Frischluftzufuhr. Gleichzeitig kann Rauch- und Wärmeabzug visualisiert und in ein für Endanwender geeignetes System eingebunden werden, ohne dass die Einhaltung sicherheitsrelevanter Normen und Vorschriften gefährdet wäre.

Eine kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung über elektromotorisch betätigte Fenster, integriert in die Gebäudeautomation mit KNX, bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel ein besonders gesundes und angenehmes Raumklima.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Gira-Stand!

www.light-building.messefrankfurt.com

fensterbau/frontale: Halle 7A Stand 530

Montag, 17. März 2014

Logo_Fensterbau

Rund 99.000 Besucher und 1.276 Aussteller im Jahr 2012 machten die fensterbau/frontale im Verbund mit der HOLZ-HANDWERK zu einem beeindruckenden Branchenhighlight.

Im Jahr 2014 wird mit der neuen Halle 3A nochmals mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen.

Unser Highlights auf der fensterbau/frontale:

  • Intelligente Antriebe mit EasyDrive/2-Technologie: Innovative elektromotorische Fensterantriebe, die sich einfach, individuell und synchron konfigurieren lassen.
  • Profilintegrierte Ketten- und Verriegelungsantriebe CDi und RM mini: Dank der minimalen Baugröße fast unsichtbar zu integrieren in verschiedenste Profilarten und Fassadenkonstruktionen.
  • Fensterautomation über KNX und Server-App von Gira: Visualisierung und Steuerung der natürlichen Be- und Entlüftung über iOS und Android Geräte.
  • NVlogiQ: Nachhaltiges und benutzerfreundliches Raumklima-Regelsystem inklusive Monitoring der Raumluftqualität.
  • SIL- und TÜV zertifizierter Fenster-Eingriffsschutz WPS®2: Überwacht den Eingriffsbereich eines oder mehrerer Fenster und stoppt den Schließvorgang bei Klemmgefahr.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

www.frontale.de

ZVEI erwartet neue Impulse

Dienstag, 11. Februar 2014

Versperrungen des Fluchtweges im Treppenhaus behindern die Arbeit der Feuerwehr erheblich.

Vom Feuertrutz-Kongress und der Messe erwartet der ZVEI neue Impulse für den anlagentechnischen Brandschutz, um die Sicherheit in Gebäuden zu erhöhen, ohne Gestaltungsfreiheit und Komfort von Planern, Errichtern und Betreibern einzuschränken.

Im Fokus steht dabei die Vernetzung unterschiedlicher sicherheitsrelevanter Gewerke. 2013 brachte mit der Bauproduktenverordnung, der neuen EN54-23 sowie der bald wirksam werdenden Industriebaurichtlinie viele regulatorische Änderungen und Neuerungen.

Unverändert sieht sich die Branche mit der Erwartungshaltung von Architekten und Planern konfrontiert, trotz immer komplexer werdender Anforderungen bei Neu- wie Bestandsbauten, zusätzliche bauliche Kompensationsmöglichkeiten zu finden. Dem anlagentechnischen Brandschutz als eine der drei Säulen des vorbeugenden Brandschutzes kommt deshalb nach Einschätzung des ZVEI mehr und mehr Bedeutung zu.

In Nürnberg wird der ZVEI-Fachverband Sicherheit wird sowohl mit seinen Fachkreisen Brandmeldesysteme sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) und natürliche Lüftung vertreten sein, als auch der ZVEI-Fachverband Kabel und isolierte Drähte sowie die Arge Errichter und Planer.

Feuertrutz-Halle 10.0, Stand 411

Kontakt- und Firmen-Infos im Branchenverzeichnis

ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
Fachverband Sicherheit

Firmenlogo Lyoner Str. 9
D-60528 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 6302-0
Fax: +49 69 6302-317
Web: www.zvei.org

Pressetext BHE – Elektronische Sicherungstechnik erstmals über 3 Mrd. Euro Umsatz

Montag, 9. Dezember 2013

BHE News

Nachdem der Sicherheitsmarkt in den letzten beiden Jahren ein Wachstum von über 13 Prozent verzeichnen konnte, erwarten die Anbieter elektronischer Sicherungstechnik auch für das laufende Jahr 2013 einen Zuwachs von insgesamt 2,8 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. bei deutschen Sicherheitsanbietern.

Den kompletten Pressetext mit der aktuellen Statistik finden Sie hier .

Brandlast und gezielte Rauchabführung

Montag, 30. September 2013

 

Versperrungen des Fluchtweges im Treppenhaus behindern die Arbeit der Feuerwehr erheblich.

Bei einem Brandfall ist der Umgang mit dem Rauch entscheidend. Deshalb fordern die Landesbauordnungen, dass Gebäude so beschaffen sein müssen, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt werden muss.

So müssen bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sein. Welche Maßnahmen in einem konkreten Umfeld jeweils als ausreichend erachtet werden können, hängt individuell von den jeweiligen Schutzzielen sowie den baulichen Gegebenheiten ab. Im Brandschutz gilt der Grundsatz: Alle Maßnahmen sind getroffen, wenn auf nichts mehr verzichtet werden kann. Leider gibt es da häufig immer noch Interpretationen, was es auf dem Weg hin zur verantwortungsvollen Umsetzung zu beachten gilt.

Die Leistungsfähigkeit moderner Sicherheitsanlagentechnik insbesondere für eine schnelle Evakuierung von Personen aus Gebäuden und den Schutz vernetzter, kritischer Infrastrukturen rückt der Zentralverband der Elektrotechnischen- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) in den Fokus seiner Öffentlichkeitsarbeit.

Die angeschlossenen Mitglieder des ZVEI-Fachkreises RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen) und natürliche Lüftung sind Experten aus verschiedenen Unternehmen. Über Jahre haben sie dazu beigetragen, die Leistungsfähigkeit des Rauch- und Wärmeabzuges, sowie der kontrollierten natürlichen Lüftung zu verbessern. Darüber hinaus arbeitet der ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung mit Hochschulen, Prüfinstituten und nationalen, europäischen und internationalen Normungsinstituten zusammen und unterstützt die Fort- und Weiterbildung von Architekten, Ingenieuren, Planern und Errichtern.

Qualifizierter Rauchabzug

„Intelligente anlagentechnische Maßnahmen für den Brandschutz können in vielen Fällen architektonische Herausforderungen erfüllen. Hinzu kommt eine höhere Wirtschaftlichkeit durch Flexibilität bei veränderter Nutzung der Gebäude, ohne bei den Schutzzielen Abstriche zu machen, erklärt Reiner Aumüller, Vorsitzender des ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung.

„Die Bedeutung des anlagentechnischen Brandschutzes als eine der drei Säulen des vorbeugenden Brandschutzes nimmt stetig zu, weil Komplexität und Anforderungen an moderne Gebäude hinsichtlich der Werkstoffe, Nutzung, Größe und architektonischer Individualität weiter steigen. Da ist der Planer mit konventionellen, oft stark im baulichen Brandschutz verwurzelten Ansätzen häufig überfordert“, informiert der RWA-Experte aus seiner Unternehmenspraxis. „Erst durch die Kombination verschiedener Systeme zu einem ganzheitlichen Brandschutzkonzept gewinnt ein Gebäude optimale Sicherheit bei höchstmöglicher Freiheit und Bequemlichkeit in der Nutzung“, wirbt Aumüller für integrierte und intelligente Lösungen.

Die leidige Brandlast

In der Praxis erfordert allerdings der Verzicht auf bauliche Maßnahmen oder die Kompensation von baulichen Defiziten meist die Kombination aus baulichen und sicherheitstechnischen Maßnahmen, um definierte Schutzziele zu erreichen. Die wenigen Minuten der Brandentstehungsphase sind entscheidend für die Evakuierung oder Rettung, den Löschangriff und die Brandausweitung.

Einen Interpretationsspielraum in der Baugesetzgebung bildet zum Beispiel der Fluchtweg. Hier geht der Gesetzgeber davon aus, dass es in Treppenhäusern keine Brandlast gibt. Dieses ist natürlich theoretisch. Beinahe in jedem Treppenhaus befinden sich Dinge, die da nicht hingehören. Die Häufigkeit der Brandkatastrophen gerade im Geschosswohnungsbau beweist, dass durch die Versperrung des Fluchtweges die Feuerwehr erheblich behindert wird. Dass dort doch immer etwas passiert, müsste nachdenklich stimmen.

Fälliges Umdenken

Das Thema Entrauchung bietet nicht nur ausreichend Gesprächsbedarf, sondern primär auch Handlungsbedarf. Wünschenswert sind Wirkungsfunktionsprüfungen, bei der die Werte der einzelnen Komponenten der Rauchabzugsanlage untereinander und miteinander harmonieren sowie präventiv bauliche, anlagentechnische und organisatorische Maßnahmen, die wie Zahnräder ineinander greifen und funktionieren.

Auch die Auslegung und Wirkweise der Zuluft-Öffnungen spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Überzeugende Techniken, zum Beispiel in der Fenster- und Fassadenautomation tragen ebenso dazu bei, wie eine intelligente Gebäudeautomation, bei der alle relevanten Systeme exakt ineinander greifen. Der Zusatznutzen einer kontrollierten Lüftung auf Basis der RWA-Öffnungsaggregate, wird nur allzu oft bei der Planung außer Acht gelassen.

RWA mit integrierter Lüftung

Die große Produkt- und Systemvielfalt an Produkten für die Fenster- und Fassadenautomation sowie RWA-Systemen, die heute am Markt angeboten wird, hat die natürliche Lüftung bereits integriert. Zuletzt auf der Bau 2013 im München konnte der Fachbesucher aus erster Hand erfahren, wie die Herstellerfirmen die Themen RWA und Be- und Entlüftung miteinander wirtschaftlich energieeffizient koppeln und sich davon überzeugen, dass sich diese Gewerke mit einer intelligenten Gebäudetechnik komfortabel, nachhaltig und sinnvoll miteinander verknüpfen lassen.

„Der Vorteil von modernen und intelligenten RWA-Systemen, die heute am Markt für den Einsatz in der Gebäudehülle angeboten werden, besteht im Mehrfachnutzen“, erklärt der Leiter Öffentlichkeitsarbeit im ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung Heino Schello, als Experte für Fensterautomation und Steuerungstechnik „Dies ist dem Anwender häufig nicht bewusst. Die meisten sehen in der notwendigen Investition eines RWA-Systems generell einen Kostenträger, der erst einmal unproduktiv ist und sich nicht amortisiert. Somit sind die Ausgaben für baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz unbeliebt.

Gezielte Rauchabführung ist heute aber durchaus bezahlbar. Mit der Investition für eine RWA kann der Planer sich zusätzlich ein System für die Be- und Entlüftung zunutze machen. Es bedeutet ja nicht einmal zusätzliche Investitions- und Energiekosten. Rechnet man alle dafür entstehenden Kosten allein der Rauchabzugsanlage zu, müsste mit etwa zehn bis 15 Euro pro Quadratmeter Raumgrundfläche gerechnet werden. Werden die natürlichen Rauchabzugsanlagen (NRA) beispielsweise in entsprechend geeignete Dachoberlichter integriert, die zur Ausleuchtung der Innenräume mit kostenlosem Tageslicht und zur Reduzierung des Stromverbrauchs eingesetzt werden, sind die nur für die NRA-Funktion anfallenden Mehrkosten mit lediglich etwa 2,50 Euro pro Quadratmeter Raumgrundfläche anzusetzen. Allein die Kosten für den Anstrich eines Betonfußbodens liegen meist höher“, begründete Heino Schello sein Rechenexempel.

Je nach Gebäudeart und Architektur sind verschiedene Formen des Einbaus von RWA-Öffnungen möglich. Um die optimale Wirkung der natürlichen Entrauchung zu gewährleisten, müssen Größe, Art und Anordnung des Öffnungselements beachtet werden. Wichtig ist, dass die Rauchgase möglichst schnell und ungehindert aus dem Gebäude ins Freie ausströmen können. Wenn diese Öffnungsaggregate im Normalbetrieb unterjährig zur natürlichen Be- und Entlüftung über Elektro-Antriebe genutzt werden können, dann wird aus der notwendigen Technologie ein Zusatznutzen, der jeden Investor und Betreiber schnell begeistern wird.

Text: Susanne Ruhrländer Bild: STG_BEIKIRCH

Fachseminarreihe – Erfolg auf der ganzen Linie

Freitag, 14. Juni 2013

Fachseminar_Zukunft_der_qualifizierten_Entrauchung_STG_BEIKIRCH

Die Veranstaltungsreihe Zukunft der qualifizierte Entrauchung war im März an sechs verschiedenen Veranstaltungsorten im Bundesgebiet Treffpunkt für viele Fachingenieure der technischen Gebäudeausrüstung, Facility Manager und Brandschutzsachverständige, die die Experten der Industrie treffen und deren Wissensvorsprung wollten, um sich über den Stand der Technik qualifizierter Entrauchungsanlagen sowie über Auswirkungen durch zukünftige Veränderungen im deutschen Baurecht zu informieren. Schüco International KG, Bielefeld und STG-BEIKIRCH GmbH & Co. KG, Lemgo, als Veranstalter hatten dazu Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre gewinnen können, mit denen sie interessierten Planern und Baufachleuten normgerechte Systemlösungen sowie mögliche Auswirkungen und Folgeschäden bei falscher Planung und Ausführung des Rauchabzugs in Gebäuden vorstellten und auch ausführlich darüber diskutierten. Beide Unternehmen sehen sich traditionell als Partner von Architekten und Verarbeitern und legen deshalb viel Wert auf individuelle Beratung und guten Service. Die Hersteller blicken inzwischen schon auf sieben Jahre gemeinsame erfolgreiche Vermarktung von Natürlichen Rauch- und Wärmeabzugs-Geräten (NRWGs) zurück.

Wissensvorsprung durch Expertendialog

Der Titel der Veranstaltung war Programm. Dazu beleuchteten Branchen- und Firmenexperten die wichtigsten Aspekte der Planung und Umsetzung eines effektiven und effizienten Rauchabzugs. Der intensive Gedankenaustausch zwischen den RWA-Experten aus Forschung und Lehre und den Herstellern moderner Bauelemente und Antriebstechnik standen im Fokus.

Die Auftaktveranstaltung in Berlin bescherte dem Kompetenzteam bereits ein volles Haus. Ein Indiz dafür, dass der Schutz von Menschenleben, Umwelt und Sachwerten heute einen immer höheren Stellenwert genießt. Die Sicherheits-technik hat sich mittlerweile zu einem zentralen Aspekt bei der Planung, Ausführung und Nutzung im Neubau und bei vielen Modernisierungen entwickelt. Schließlich erfordern die weiter steigenden Anforderungen an Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) bereits in der frühen Planungsphase eine hohe Fachkompetenz.

Rauch- und Wärmeabzug – Warum und wie?

Feuer und Rauch verhalten sich seit Menschengedenken gleich. Es verändert sich nur die Sichtweise darauf. Den Fokus seines Vortrages zum Thema „Feuer und Rauch“ legte der Prof. Dr. Roland Goertz, Ltd. Branddirektor a. D. von der  Bergischen Universität Wuppertal, Abteilung Sicherheitstechnik, Fachgebiet abwehrender Brandschutz, auf die Ursachen für die Verbrennung, die Stoff- und Energieströme, die Entstehung aromatischer Verbindungen und Ruß sowie verschiedene Brandverläufe in Bezug auf Mensch und Rauch, Temperatur und den Löschangriff durch die Feuerwehr. Er startete mit interessanten Fakten zur Brandentstehung und den Faktoren einer Brandkatastrophe. Dazu hatte der Hochschuldozent Schadensbeispiele von spektakulären Bränden mitgebracht und versuchte die Teilnehmer dafür zu sensibilisieren, welche große Rolle der gezielte, schnelle Rauchabzug bei der Brandbekämpfung in Gebäuden spielt.

„Brände in Gebäuden sind meist zunächst Schwelbrände, die mit einer sehr großen Rauchausbreitung einhergehen“, erläuterte Professor Goertz und betonte, dass hierbei nicht das Feuer die größte Gefahr darstellt, sondern dass vielmehr der reizende, giftige Rauch, der die Sicht und den zügigen Löschangriff behindert, das größte Problem ist. Ferner erläuterte der ehemalige Leiter der Branddirektion Karlsruhe, dass das Hauptziel in einer Brandentstehungsphase die Selbst- und Fremdrettung ist und der schnelle Löschangriff der Feuerwehr durch die raucharme Luft unterstützt wird. Die qualifizierte Entrauchung vereinfacht den Zugang der Rettungskräfte. Personen können schneller aufgefunden werden und die Brandbekämpfung direkt erfolgen. Eine schnelle Entrauchung verhindert die Ausbreitung und Abführung von Rauchgasen. Außerdem reduziert sich durch die geringere Temperatur, die durch zuverlässigen Rauchabzug im Raum entsteht, der gefürchtete Flash-Over-Effekt. Ein weiterer, nicht unerheblicher Aspekt der qualifizierten Entrauchung ist die Minimierung von Sachschäden. Seinen Vortrag beendete Professor Goertz mit der Video-Demonstration eines Zimmerbrands in Echtzeit.

Sicherheit und Klarheit verschaffen über neue bauaufsichtliche Regelungen

Der FVLR-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Thomas Hegger ging in seinen Ausführungen auf die Anforderungen an Natürliche und Maschinelle Entrauchung in den zukünftigen neuen bauaufsichtlichen Regelungen (MindBauRichtl.) ein. In diesem Zusammenhang erläuterte der versierte RWA-Fachmann, dass die Entrauchungsmaßnahme in Abhängigkeit der Raumgröße betrachtet werden muss, dass die Rauchverdünnung eine Temperaturreduzierung, aber keine signifikante Verbesserung der Sicht und Luftgüte bewirkt. Ferner ordnete er die Begriffsdefinitionen und Systeme rund um RWA und definierte bau- und privatrechtliche Schutzziele. Er betonte dabei, dass die Regeln des Baurechts nur den Personen-, Nachbarschafts- und Umweltschutz berücksichtigen. In seinem lebhaften Vortrag über die Wirkung der Zusammensetzung Feuer und Rauch auf Menschen demonstrierte Thomas Hegger anschließend verschiedene Entrauchungs-Szenarien, stellte das Prinzip der Rauchableitung und der Funktionssicherheit sowie Vorteile von qualifizierten Rauchabzugsanlagen vor.

Weil Brände in Industriehallen immense Schäden anrichten können und dabei nicht selten hohe Kosten verursachen, wagte der FVLR-Geschäftsführer einen vergleichenden Exkurs zu drei beispielhaften Brandverläufen ohne qualifizierte RWA, mit qualifizierter RWA und mit qualifizierter RWA plus Sprinkler-Anlage in einer Industriehalle. Er folgerte daraus, dass qualifizierter RWA die Investitionskosten nur unwesentlich erhöht, das Brandereignis eingrenzt und eine schnelle thermische Entlastung sowie einen gezielten Löschangriff ermöglicht. Der RWA-Fachmann bewies mit seinen Thesen, dass auch Brandfolgeschäden (Personen-, Sach- und Umweltschäden) sich durch gezielten Rauchabzug ebenso reduzieren lassen, wie Reparaturkosten und –zeiten sowie die Gefahr von Lieferausfällen und Kundenverlusten bis hin zum Risiko einer Insolvenz. Schließlich klärte er darüber auf, dass in Verbindung mit Dachoberlichtern qualifizierte Rauchabzugsanlagen sogar noch einen Mehrwert, nämlich die Tageslichtnutzung und Lüftung, bieten.

Anforderungen und Prüfungen an qualifizierte NRWGs

Dass NRWGs immer komplett betrachtet werden müssen und hinter der Produktentwicklung eine ausgeklügelte Technik und intelligente Komponenten stecken, die sogar Mehrfachnutzen versprechen, veranschaulichten den Teilnehmern die beiden Sicherheitsexperten von Schüco International, Leiter der Abteilung Sicherheitstechnik, Dipl.-Ing. Matthias Brandes und Dipl.-Ing. André Porombka, Produktmanager Sicherheitssysteme. Die letzten sieben Jahre haben Schüco International und STG-BEIKIRCH entwicklungstechnisch dazu genutzt, dem Planer eine große Bandbreite zu offerieren, die Fassade mit NRWGs ästhetisch ansprechend zu gestalten und dabei die Geräte optimal zu integrieren. Hinzu kommt, das moderne NRWGs für die Fassade und im Dachbereich ein breites Spektrum an Öffnungsarten und Systemen bieten. Grundsätzlich gilt aber, dass NRWGs nicht nur komplett geplant, sondern Antrieb und Fenstersystem immer komplett geprüft und zum Einsatz kommen müssen. An dem Beispiel einer Zugbrückenlösung wurde demonstriert, wie durch entsprechenden Einsatz neuer Technologien bereits in der Planung wesentliche Kosten eingespart werden können.

Handlungsempfehlungen für die Baupraxis

Die Teilnehmer nahmen als Quintessenz dieser Vortragsreihe die Botschaft mit, dass nur qualifizierte RWA (DIN EN 12101-2) in Verbindung mit regelmäßiger Wartung wirksam und dauerhaft funktionssicher sind. Die Veranstalter boten dazu nicht nur sicherheitstechnische Lösungsansätze für zukunftsträchtige Bauaufgaben, sondern auch wertvolle Expertentipps für die Baupraxis.

Neben den Vorträgen wurden aktuelle Produkt-Highlights für die unterschiedlichen Bauaufgaben von Zukunftsprojekten vorgestellt, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit einen hohen Standard gewährleisten. Die vorgestellten Techniken, Produkte und Systeme erfüllen den aktuellen Stand der Technik, sind bauaufsichtlich zugelassen und zertifiziert. Das lebhafte Interesse an der Veranstaltungsreihe bestätigt den Veranstaltern den immer noch vorherrschenden großen Informationsbedarf an verlässlichen und schnellen Lösungen für die qualifizierte Entrauchung.