LON RWA – LonWorks® Netzwerktechnologie

23. August 2010

LON-Haus

Das LON-System ist ein Bussystem, basierend auf der LonWorks® Bustechnologie, wobei LON für Local-Operating-Network steht. Mit Hilfe dieser Bustechnik wird ein Aufbau von dezentral gesteuerten Netzen ermöglicht. Die Grundkomponente ist der Neutron-Chip der Fa. Echelon. Wie in einem PC- Netzwerk können Daten, Informationen und Aufgaben untereinander ausgetauscht werden. Mit Hilfe der LonWorks Bustechnologie wird der Aufbau einer Gebäudeautomation erheblich vereinfacht. Der Aufbau von zentralen Steuereinheiten entfällt, da die Informationen zwischen den Aktoren , Sensoren und Knoten direkt ausgetauscht werden.
Um das LON-System als RWA-Einheit zu nutzen, muß ein entscheidendes Merkmal gewährleistet sein – das RWA-LON darf nicht direkt über einen vorhandenen BUS mit anderen Gebäudeleittechniken gekoppelt werden. Da es sich bei dem RWA-LON um eine  Sicherheitseinrichtung handelt, muß gewährleistet sein, daß keine ungewollten Einflüsse die RWA-Funktionen außer Kraft setzen. Daher arbeitet das LON-System mit einem eigenen LON-Datenprotokoll.
Natürlich ist das LON-RWA-System auch für die Gebäudeautomatisierung anwendbar, jedoch nur über entsprechende LON-Knoten, wie z.B. dem RS-232 Schnittstellenknoten. Dieser Schnittstellenknoten ermöglicht die Anbindung an eine bauseitige computerunterstützte Gebäudeautomation über den seriellen COM-Port (standardisierte PC-Schnittstelle) mit entsprechenden Programmen. Dezentral gesteuerte RWA

  • Software gesteuerte und -überwachte Netzwerktechnik
  • Nahezu unbegrenzt erweiterbar
  • Frei wählbare Zuordnung der Motorgruppen für Lüftung und RWA
  • Anbindung an Brandmeldeanlagen (BMA) und Gebäudeleittechnik (GLT) möglich
  • Freie Kabeltopologie

ZVEI Seminar mit Sachkundenachweis

19. August 2010

- Rauch und Wärmeabzugsanlagen – Elektromotorisch und pneumatisch

Die ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme bietet umfassende 3-Tages-Seminare im Bereich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) in Frankfurt am Main an. Eine firmen- und produktneutrale Vermittlung des technischen, praktischen, juristischen und wirtschaftlichen Wissens für den professionellen Verbau von Sicherheitssystemen liegt dabei im besonderen Interesse der Akademie.

Die Teilnehmer des 3 Tage Seminars erhalten einen Überblick und vertieftes Fachwissen für die Projektierung, Errichtung und Instandhaltung von RWA und Sicherheit im Umgang mit rechtlichen Vorschriften anhand von Übersichten, Praxisbeispielen und Checklisten. Die Seminare schließen jeweils mit einer Fachprüfung ab, für die Sie bei erfolgreichem Bestehen den Sachkundenachweis für elektromotorische und pneumatische RWA erhalten. Der Sachkundenachweis ist eine wesentliche Voraussetzung für die Zertifizierung zum ZVEI-anerkannten Errichter für RWA.

Die Referenten der Seminare sind Experten für Sicherheitssysteme der führenden Hersteller, aus den nationalen und internationalen Normungsgremien und der Wissenschaft, aber auch Praktiker mit Erfahrung im täglichen Umgang mit den betreffenden Anlagen.

Die Veranstaltungen sind für Errichter, Planer, Sachverständige, Behörden und Betreiber von RWA Anlagen von hohem Interesse. Das Seminar hilft, systematisch bei der Planung von RWA Anlagen vorzugehen, Vorschriften zu beachten, typische Fehler zu vermeiden, verschiedene Umgebungsbedingungen einzubeziehen und sicherer beim Kunden aufzutreten.

Termine in Frankfurt am Main
25. – 27. August 2010
24. – 26. November 2010

Anmeldung sowie weitere Informationen finden Sie hier oder unter http://www.zvei.org/?id=rwa)

STG-BEIKIRCH Produkte in Las Vegas

19. August 2010

Beim Neubau der Cleveland Clinic, “Lou Ruvo Center for Brain Health” Institute in Las Vegas wird auf den ersten Blick nicht ganz deutlich, ob es ein Gebäudekomplex sein soll oder ein schmelzendes Etwas, das jeden Moment einzustürzen droht. Der Architekt Frank Gehry, beschrieb sein Projekt anfänglich noch als “ungleichmäßigen Stapel von Kästchen mit einem geschwungenen Band aus Stahl”. Kurz vor der Fertigstellung stellt sich der Neubau als typischer Gehry-Bau heraus.

Zu Anfang seiner Karriere baute der kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer konventionell. Erst gegen der 60er Jahre veränderte er seine architektonische Formensprache, indem er begann vermeintlich “ärmliche” Materialien wie Sperrholz oder Wellblech einzusetzen. Charakteristisch für Gehry sind seitdem abgewinkelte Ebenen, kippende Räume, umgekehrte Formen und eine gebrochene Geometrie.

Gehry wollte mit dem Neubau, ein Forschungs- und Behandlungszentrum für Alzheimer-Patienten, beide Gehirnhälften darstellen: Die über 75 Meter hoch gestapelten, quadratischen Büroblöcke, die symbolisch für die rechte Gehirnhälfte stehen, lösen sich auf der anderen Seite in eine halb so hohe, chaotische Struktur aus Metall und Glas, die für die linke Gehirnhälfte steht, auf. Das Lou Ruvo Brain Institute soll hauptsächlich für die aktuelle Forschung und wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Behandlung von Alzheimer, sowie auf die Fokussierung von Präventionen und Früherkennung dieser Krankheit dienen. Die Baukosten werden mit  rund 100 Millionen US Dollar angegeben. Das Institutsgebäude steht in Downtown Las Vegas auf einem 61 Hektar großen Eckgrundstück und enthält auf einer Nutzfläche von ca. 6.000 Quadratmeter neben Büros, Laboren und Behandlungszimmern ein “Museum of the Mind”.

Für den Rauchabzug und zur natürlichen Lüftung sorgt eine Komplettsystemanlage von STG-BEIKIRCH. Ausgestattet mit RWA Kettenantrieben FM Tandem zum Öffnen und Schließen der Fenster. Die FM Tandem Kettenantriebe sind für besonders breite Fenster geeignet, an denen hohe Nennverriegelungskräfte erforderlich sind. Dabei werden je Set zwei Kettenantriebe, die mit einer integrierten Elektronik im Gehäuse ausgestattet sind verbunden. Eine zusätzliche Tandemsteuerung zur Ansteuerung ist hierbei nicht erforderlich, da diese bereits in den Kettenantrieben integriert ist. Die projektspezifischen Ausarbeitungen erfolgten durch das Projektteam STG-BEIKIRCH in Deutschland in enger Abstimmung mit dem Systemverantwortlichen in den USA.

Die neue RDA Kompaktzentrale 8A von STG-BEIKIRCH

19. August 2010

Durch den Einsatz von Rauchschutz-Druck-Anlagen (kurz RDA) wird verhindert, dass sich Räume mit Rauch füllen und so zur tödlichen Falle werden. Mit der RDA werden Flucht- und Rettungswege, wie z. B. Treppenräume oder innenliegende Flure, im Brandfall rauchfrei gehalten. Dieses geschieht mit Hilfe einer Anlage, die objektspezifisch von STG-BEIKIRCH geplant und anschließend gefertigt wird. Die einzelnen Anlagenbauteile werden zu einem kompletten System verbunden und garantieren ein perfektes Zusammenwirken. Sobald die RDA-Anlage installiert und eingemessen ist, arbeitet sie vollautomatisch. Das bedeutet, dass sie sich im Brandfall automatisch in Betrieb setzt, sobald ein Brandmelder Rauch erkennt. Eine manuelle Auslösung durch eine Bedienstelle ist ebenfalls möglich. Über die Druckregelklappe kann das System zusätzlich per Lüftungstaster auch zur natürlichen Lüftung genutzt werden.

Das RDA-System dient nicht – wie eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) – zur Abführung von Rauch und Brandgasen aus den Flucht- und Rettungswegen, sondern verhindert nach einer Spülphase das weitere Eindringen von toxischen Rauch- und Brandgasen in einem speziellen Bereich.

Zur Optimierung des RDA-Systems bietet STG-BEIKIRCH ab sofort eine neu entwickelte RDA-Kompaktzentrale 8A an. Diese eignet sich besonders zur Druckregelung für kleine bis mittlere Treppenräume oder entsprechende Bereiche, wo eine Rauchfreihaltung benötigt wird. Über eine PC-Oberfläche der STG-BEIKIRCH Service-Port Software können alle wesentlichen Parameter für das System eingestellt werden. Der eingebaute Service-Counter (Wartungstimer) dient dazu, dass die notwendigen Wartungen und Inspektionen nicht vergessen werden. Die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten bieten u.a. den direkten Anschluss der Antriebe für die Druckregelung und optionale Anbindungen evtl. Lamellenantriebe zum Verschließen der Zuluftkanäle bei Nichtbenutzung. 

RDA Kompaktzentrale 8A                    Einstellbar über eine Service Port Software

Der Anschluss eines Druckdifferenzsensors mit einer 4 – 20 mA Anbindung gewährt die Druckregelung zur Vermeidung von zu hohen Drücken in Verbindung mit der Druckregelklappe. Der Volumenstrom des Zuluftventilators kann über einen externen Frequenzumrichter vorgegeben werden. Zur Ansteuerung des Ventilators bietet STG-BEIKIRCH unterschiedliche Anschaltboxen an. Rückmeldungen von den Ventilatoren zur Störungssignalisierung können direkt an die RDA-Kompaktzentrale aufgeschaltet werden. Durch die Selbstüberwachung der Zentrale ist eine Sicherheit gemäß prEN 12101-9 gegeben.

Die Anlage eignet sich besonders in Wohngebäuden und Gebäude bis zur Hochhausgrenze wie z. B. in Schulgebäuden und Kindergärten, Hotels und Ferienzentren, Bahnhofsgebäuden und Flughäfen, Altenheimen und Seniorenwohnheimen, Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken oder Rettungstunneln.

Prinzipverschaltung der RDA Kompaktzentrale 8A

 

Was ist RDA?

19. August 2010

RDARDA Animation

Fast jede Art von Verbrennungen führt zur Entstehung von Rauchgasen, die mehr oder weniger toxisch sein können. So entstand beispielsweise bei der Brandkatastrophe auf dem Düsseldorfer Flughafen 1996 durch die Verbrennung der elektrischen Leitungen in den Kabelschächten toxischer Rauch, der die Reisenden tödlich überraschte. Denn an erster Stelle bedroht Rauch Leben und Gesundheit des Menschen. Das Inhalieren von nur einer Lungenfüllung heißen Brandrauchs kann den sicheren Tod bedeuten. Der unmittelbaren Orientierungslosigkeit folgt die Panik, der Bewusstseinsverlust und schließlich die absolute Hilflosigkeit.
Ursachen für den Tod durch Brandrauch sind zum einen die im Rauch enthaltenden, tödlich wirkenden toxischen Bestandteile. Die so genannten ?korrosiv wirkenden Bestandteile? führen zum anderen schon beim Einatmen zu Verätzungen von Lunge und Atemwegen. Meistens ist ein Zusammenwirken dieser beiden Ursachen der Grund für die Vergiftung und die erheblichen inneren Verletzungen der Brandopfer.
Durch den Einsatz von Rauch-Druck-Anlagen (kurz RDA) wird verhindert, dass sich Räume mit Rauch füllen und so zur tödlichen Falle werden. Mit RDA-Anlagen werden Flucht- und Rettungswege, wie z.B. Treppenräume oder innenliegende Flure, im Brandfall rauchfrei gehalten.
Dieses geschieht mit Hilfe einer Anlage, die objektspezifisch geplant und anschließend gefertigt wird. Die einzelnen Anlagenbauteile werden zu einem kompletten System verbunden und garantieren ein perfektes Zusammenwirken.
Sobald die RDA – Anlage installiert und eingemessen ist, arbeitet sie vollautomatisch. Das bedeutet, dass sie sich im Brandfall automatisch in Betrieb setzt, sobald ein Brandmelder Rauch erkennt. Eine manuelle Auslösung ist natürlich auch möglich.

Komponenten einer RDA-Anlage:

Im Falle einer Auslösung laufen folgende Funktionen gleichzeitig ab:
- ein Zuluftventilator (9. + 10.) wird in Betrieb gesetzt
- ein Stellmotor im Dachbereich öffnet ein Fenster (mindestens 1 m²), oder eine
Entrauchungsklappe (1.) wird geöffnet
- eine Alarmsirene (7.) ertönt, und die Blitzleuchte (8.) blinkt auf, Türschließer (6.) werden stromlos geschaltet und die Türen schließen
- der Lüftungstaster wird deaktiviert
- nach einer Spülphase von ca. 120 Sekunden wird die Druckregelung (2.)
eingeschaltet, und baut einen konstanten Überdruck auf.
Dieser Überdruck verhindert, dass Rauch oder Brandgase aus einem brennenden Bereich in den Flucht- und Rettungsweg gelangen.

Zum Löschen von Feuer wird fast immer Wasser eingesetzt. Um gefährliche Kurzschlüsse zu verhindern, wird zuallererst die Netzspannung abgeschaltet. Die nun eintretende Netz-Ersatzspannung, z.B. aus Notstromakkus, sorgt dafür, dass das gesamte RDA- System weiterhin funktionsfähig bleibt.

Der im Keller- oder Erdgeschoß eingebaute Zuluftventilator saugt frische Außenluft über einen Lüftungskanal an und bläst diese in den Flucht- und Rettungsweg. Dieser Ansaugkanal wird als feuerbeständiger Kanal, in der Qualität L90, ausgeführt.

Das RDA- System dient nicht – wie eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) – zur Abführung von Rauch und Brandgasen aus den Flucht- und Rettungswegen, sondern verhindert nach der Spülphase das weitere Eindringen von toxischen Rauch- und Brandgasen in diesen Bereich.

STG-BEIKIRCH setzt RDA-Anlagen ein z.B. in:
- Wohngebäuden und Hochhäusern
- Schulgebäuden und Kindergärten
- Hotels und Ferienzentren
- Bahnhofsgebäuden und Flughäfen
- Altenheimen und Seniorenwohnheimen
- Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken
- Rettungstunneln
- Feuerwehraufzügen

Weitere Informationen finden Sie unter www.STG-BEIKIRCH.de

FVLR-Richtlinie: Bedienstellen für RWA richtig positionieren

17. August 2010

Die neue Richtlinie 07 des FVLR gibt Planern und Errichtern von Brandschutzanlagen Planungshinweise und Vorgaben für den Montageort von manuellen Auslöseeinrichtungen (Bedienstellen) für natürliche RWA. Sie konkretisiert den Hinweis in DIN 18 232-2 Abschnitt 7.2.4., wonach die Bedienung der Handauslösevorrichtung von sicherer Stelle aus möglich sein muss. Mit der Richtlinie soll sichergestellt werden, dass im Brandfall die Bedienstellen ohne größeres Risiko erreicht, die RWA ausgelöst und damit die bauseitigen Fluchtwege ohne Gefahr genutzt werden können.

Laut Richtlinie ist es bewährte Praxis, die Bedienstellen im Bereich der bauseitigen Notausgänge innerhalb eines Rauchabschnitts zu installieren. Es wird angegeben, in welchem Abstand zur Tür des Notausgangs oder zur Fluchttür bei Toranlagen die Bedienstelle zu positionieren ist. Damit ist zugleich festgelegt, was aus rauchschutztechnischer Sicht unter einer “sicheren Stelle” für Bedienstellen zu verstehen ist.
Außerdem erklärt die Richtlinie, mit welchen Hinweisschildern die Bedienstellen selbst, aber auch die Zugangstüren und -tore zu kennzeichnen sind. Zusätzlich zu den Planungshinweisen enthält die Richtlinie eine Erklärung der verwendeten Fachbegriffe sowie Verweise auf die entsprechenden Normen.

Die Richtlinie 07 wurde von Fachleuten aus dem Arbeitskreis Technik des FVLR erarbeitet und steht unter fvlr.de als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Text: Baulinks.de

Rosenheimer Fenstertage

17. August 2010

Rosenheimer Femstertage

Vom 7. bis zum 8. Oktober 2010 informiert das ift Rosenheim bei den Rosenheimer Fenstertagen über den neuesten Stand der energetischen Optimierung von Gebäuden. Das Motto der Veranstaltung lautet „Green Windows – Nachhaltig Bauen mit Fenstern und Fassaden“.

Dass die vieldiskutierten U-Werte in der Effizienzdebatte nicht mehr die einzige Rolle spielen, wird zunehmend klar. Im Zuge der Weichenstellung für den Energie- und Ressourcenverbrauch der nächsten 30 Jahre und der Einführung geeigneter Zertifizierungen rückt vielmehr der gesamte Zeitraum der Gebäudenutzung ins Blickfeld.
Welche Konsequenzen sich daraus für Planer und Hersteller im Fenster- und Fassadenbereich ergeben, will die ift als europaweit notifizierte Zertifizierungsstelle im Rahmen ihrer Veranstaltung aufzeigen.

Mit welchen Strategien die Forderung der europäische Energy Performance of Building Directive (EPBD) nach Niedrigstenergiehäusern bis 2019 zu erreichen sind, zeigen Vorträge zu ganzheitlichen Energiekonzepten. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung solarer Gewinne, sondern auch um neue Lüftungssysteme und insbesondere um den Einsatz automatisch gesteuerter Lüftungselemente.

In seinem Vortrag über das „Ende der U-Wert-Olympiade“ nimmt Peter Rathert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Berlin die Berücksichtigung von Energieeinsparpotentialen in der nächsten EU-Gebäuderichtlinie und der EnEV in den Blick. Sein Lösungsvorschlag führt über die spezielle Planung von Sonnenschutz und Tageslichtlenkung sowie die Verwendung automatisch gesteuerter Fenster.
Den Brückenschlag zur Wirtschaft bietet Dr. Christine Bortenlänger von der Bayrischen Börse AG München, die Nachhaltigkeit und Klimawandel als Börsentrend vorstellt.

Rosenheimer Fenstertage2    

Neben den Vorträgen ermöglichen verschiedene Workshops die Vertiefung wichtiger Themen, die Präsentation neuer Softwaretools und die ausführliche Diskussion mit ift-Experten und den Referenten.

 Gegliedert ist die Veranstaltung in Themenbereiche:

  • Nachhaltigkeit & Energieeffizienz
  • Fenstertechnik
  • Ökonomie, Marketing & Komfort
  • Fenster, Fassaden, Glas – international
  • Forschung & Zukunft
  • Brand-/Rauchschutz & Sicherheit

Termin: 7. – 8. Oktober 2010
Ort: KU’KO Rosenheim
Veranstalter: ift – Institut für Fenster und Fassaden, Türen und Tore, Glas und Baustoffe
Website: www.ift-rosenheim.de

 Zum Programm

Text: IFT
Bilder: detail.de

Ohne Zuluft kein natürlicher Rauchabzug

29. Juli 2010

Hierbei ist das einfache physikalische Gesetz des Abströmens von Energie aus einem Raum durch Nachströmen der Energie im unteren Bereich, also Zuluft notwendig. Dabei ist zu beachten, dass die Zuluft im unteren Bereich in die raucharme Schicht impulsarm eindringt, wenn möglich von beiden Seiten des Raumes.

Die Oberkante der obersten Zuluftöffnung bestimmt dann wesentlich den Abstand zur Rauchschicht. Bei Öffnungen bis 1,25 m Breite ist der Abstand 0,5 m zur Rauchschicht, bei breiteren Zuluftöffnungen 1,0 m zur Rauchschicht.

Die Zuluftfläche muß 1,5 mal größer sein als die aerodynamisch wirksame Rauchabzugsfläche des größten Rauchabschnitts im Raum. Eine Reduzierung der Zuluftfläche zur Rauchabzugsfläche ist bis auf 1 : 1 nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Alle Öffnungen im unteren Bereich können zur Zuluftnachführung hinzugerechnet werden, wenn sie eigenständig öffnen oder zerstörungsfrei geöffnet werden können.

Die DIN gibt die rechnerischen Durchflußbeiwerte für die verschiedenen Zuluftöffnungen vor, und zwar für Dreh- oder Kippflügel, Türen, Tore und Jalousien.

Ein Fall für Rauchmelder in Aufzugsschächten

27. Juli 2010

Die gutachterliche Stellungnahme der DEKRA (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein) vom 24.02.2010 sollte den

„Einsatz von Rauchmelder(n) in Aufzugsschächten“ Praxis relevant prüfen.

http://www.btr-hamburg.de/downloads/51-289_2010-03-08_low.pdf

Zu beachten ist allerdings, dass sich dieses Gutachten (Ref. Nr. 20080116-TI01-12564-172068741 u.a. Beauftragt durch BTR und D+H) nur auf einen Rauchmelder in
einem Aufzugsschacht von 12 m Höhe bezieht. Die Möglichkeit der Differenzierung
zwischen Singular- und Pluralform bezogen auf die Rauchmelder im Aufzugschacht
wird hier leider gänzlich vernachlässigt.

Die DIN VDE 0833-2 bezieht sich nicht auf  Fahrschächte, da es keine Norm für Rauchmelder in Fahrschächten gibt.

Aus diesem Grund können Vorgaben aus dieser Norm für z. B. Installationsabstände nicht pauschal übernommen werden. Denn je kleiner das Raumvolumen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Rauch detektiert wird.
Der Bezug auf die DIN VDE 0833-2 kann somit nicht verbindlich für die Gegebenheiten in einem Fahrschacht herangezogen werden.
Die Herleitung dieses Gutachtens könnte ebenso die Aussage „…ein Rauchmelder funktioniert nicht im Hochregallager“ implizieren.

Aus diesen Gründen wurde das LiSE® System mit mehreren Rauchmeldern ausgestattet und die Funktion durch reale Praxistests seitens des TÜV gutachterlich nachgewiesen.

Fazit:
Das Rauchansaugsystem und das LiSE® System sind beides anwendbare Produkte,
wofür es jedoch weder Normen noch Richtlinien gibt und somit Zertifizierungen nicht
möglich sind. Für den Nachweis einer Tauglichkeit wurde das LiSE® System im
realen Fahrschacht verbaut und mit heißem Brandrauch positiv auf die Funktion der
Rauchdetektion vom TÜV getestet. Fehlinterpretationen, basierend auf
Stellungnahmen mit nur einem Rauchmelder, tragen nicht zur gewünschten
Transparenz im Markt bei.

Differenzieren Sie zwischen Singular und Plural

NRA Natürliche Rauchabzugsanlagen

9. September 2009

Der Rauchabzug ist ein wesentliches Element des Baulichen Brandschutzes. Bei einem Brand entstehen zum Großteil Wärme, Rauch und heiße Brandgase. Entgegen früheren Ansätzen ist der Rauchabzug vom Wärmeabzug zu unterscheiden.
Er leitet Rauch, der im Brandfall entsteht, aus dem Inneren eines Gebäudes nach außen ab.Die Ziele beim Einsatz von Rauchabzugs-Anlagen sind vielfältig. Sie dienen z. B. dazu, Personen die Fluchtwege rauchfrei zu halten oder Feuerwehren  den Löschangriff zu ermöglichen.
Anlagen zur Rauch- und Wärmefreihaltung können in den unterschiedlichsten Ausführungen realisiert werden.
Es werden maschinelle und natürliche Anlagen unterschieden: Bei maschinellen Anlagen werden die
Verbrennungsprodukte über Ventilatoren abgeführt. Bei natürlichen Anlagen werden die
Verbrennungsprodukte über Luken (Dach- oder Wandöffnungen) abgeführt.
Bei den natürlichen Rauchabzugsanlagen (NRA) werden die abzuleiteten Gase durch nachströmende Luft
ersetzt. Dieses wird über Öffnungen in der Fassade realisiert. Hier ist es in der Regel erforderlich,
die nachströmende Luft impulsarm, d.h. mit niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten (< 1 m/s), einzuführen.
Die Anlagen werden manuell oder automatisch durch Brandmelder bzw. durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Auslösung der NRA muss von Hand möglich sein und ebenfalls muss diese durch automatische Auslöser erfolgen.

NRAPiktogramm RWA

Funktionsvideo: Die Entrauchnung von Aufzugsschächten mit LiSE

10. August 2009

Piktogramm LiSEHier können Sie das Funktionsvideo des Systems LiSE  anschauen.

Weitere Infos finden Sie auf dieser Website.

Verlängerung der Koexistenzperiode EN12101 Teil 9+10

11. September 2009

+++ Aktuell teilt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit, dass auf der letzten Sitzung des Ständigen Komitees die Koexistenzperiode für EN 12101-10 auf den 01.05.2012 verlängert wurde.+++

Die Koexistenzperiode von prEN 12101-9 soll daran angepasst werden.

Das Wiedereinsetzen einer bereits abgelaufene Koexistenzphase ist ein Novum im Bereich der Normung.

Die Änderung ist bereits auf der Internetseite der Kommission (NANDO) unter harmonisierten Normen für EN 12101-10 vermerkt.

Sie finden den Eintrag über http://ec.europa.eu/enterprise/newapproach/nando/index.cfm?fuseaction=cpd.hs

 

vorsicht-gross

ist geboten, behauptet heute ein Hersteller, er verfügt über ein Zertifikat nach DIN EN 12010-9 oder -10. Dieses kann selbstverständlich erst ausgestellt werden, wenn eine Norm im Weißdruck vorliegt.

RWA: Energieeffizient lüften, Schimmelpilz vermeiden, Fluchtwege rauchfrei halten

16. August 2009

Frankfurt am Main, 16. Juni 2008 – Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sollten in Zukunft auch für automatisierte Belüftung eingesetzt werden. 

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) führe zu immer besserer Wärmeisolierung. Das verschlechtere aber die Luftqualität in Gebäuden. Die immer höhere Luftdichtheit von Gebäuden können gravierende Negativeffekte haben, zum Beispiel könne sie zu Schimmelbefall führen.  Moderne RWA Systeme können heute durchaus auch für die Lüftung eingesetzt werden. Elektromotorisch betriebene Rauchabzugsanlagen bieten neben Antrieben für Fensterautomation auch intelligente Steuerungen und  Sensoriken, um Gebäude energie-effizient und natürlich zu lüften.

schimmelpilz

„Somit wird das Energie-Effizienz-Ziel ohne Nebenwirkungen erreicht.“ Zudem sind RWA exzellente Instrumente, um Fluchtwege rauchfrei zu halten. Manche der Brandkatastrophen in jüngster Vergangenheit hätten wahrscheinlich weitaus glimpflicher verlaufen können, wenn eine RWA installiert gewesen wäre, leider schreiben viele Landesbauordnungen sie nicht in dem Umfang vor, wie es eigentlich sinnvoll und notwendig wäre.“

Text:  ZVEI

Fallstudie “AXIOM” – Brandschutzkonzept für Tiefkühllager

7. September 2009

Das Vollservice Logistikunternehmen Axiom ist als Dienstleister für Tiefkühlprodukte tätig. Die Produkte werden vom Hersteller zu einem eigenen Zentrallager transportiert und von dort zugestellt. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde in Unna ein neues Tiefkühllager errichtet. Dabei handelt es sich um ein Gebäude mit einer Länge von 84 m, einer Breite von 64 m und einer Höhe von 17 m.

Aufgabenstellung

  • Für das Bauvorhaben lag ein Brandschutzkonzept vor. Die Entrauchungsollte danach entweder über eine natürliche oder alternativ über eine maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlage erfolgen.
  • Aus der Lagerlänge von 67 m ergibt sich eine zu entrauchende Gesamtlagerfläche von ca. 4.300m² und ein Volumen von ca. 64.500m³, für das eine schlüssige Komplettlösung gefunden werden musste.
  • Dem Nutzer der Halle war es überaus wichtig, dass die Gebäudehülle möglichst wenig Leckagen aufweist.

Lösungskonzept
Aufgrund des partiellen Innendruckes der Tiefkühllager kann bei natürlichen Rauch- und Wärmeabzügen eine wirklich dichte Dachdurchdringung nicht sichergestellt werden. Die Vereisung an natürlichen Rauch- und Wärmeabzugssystemen sind einerseits ein Zeichen für Wärmebrücken, anderseits können sie dazu führen, dass eine sichere Öffnung im Brandfall in Frage gestellt werden muss! Auf Basis dieser Erkenntnisse und der langjährigen Erfahrung der ESSMANN Experten wurde dem Konzept eine maschinelle Lösung zugrunde gelegt. Es wurden vier Brandabschnitte gebildet. Die Lösung beruht auf einem Kanalsystem, mit dessen Hilfe im Brandfall die entstehenden Brandgase nahe des Entstehungsortes angesaugt und dann ins Freie transportiert werden können. So ist sichergestellt, dass im Zusammenspiel mit der bauseitigen Brandmeldeanlage (BMA) und der Sprinklerung des Lagers entstehende Brände schnell und effizient lokal erfasst und bekämpft werden können. Dabei wird sowohl das Gebäude an sich als auch das Lagergut bestmöglich geschützt. Das Expertenteam von ESSMANN hat sichbei dem Lösungskonzept für die Entrauchung über einen Brandgasventilator entschieden, was auch bei einer solch großen Halle problemlos möglich ist. Diese Entscheidung bringt einige sehrentscheidende Vorteile mit sich

Kundennutzen

  • Einsparung von DachdurchdringungenZum einen konnten 21 Dachdurch-dringungen eingespart werden, da letztlich nur eine Wanddurchdringung notwendig war.
  • Optimale Raumausnutzung: Der Brandgasventilator wurde außerhalb des Gebäudes aufgestellt. Dadurch wird teure, wertvolle Halleninnenfläche eingespart. Außerdem kann die Wartung so unabhängig von betrieblichen Vorgaben durchgeführt werden, da auf den betrieblichen Ablauf keine Rücksicht genommen werden muss.
  • Einsparung teurer Verkabelungen: Die elektrische Einspeisung erfolgt vom Betriebsstrom unabhängig mit einer separaten Versorgung direkt ab der Übergabestelledes Energieversorgers. Dadurch konnten E 30 bzw. E 90 Verkabelungen gespart werden.
  • Bestmögliche Dichtigkeit des Gebäudes: Die von ESSMANN projektierte Entrauchung hat am Übergang zwischen dem Entrauchungskanal im eigentlichen Tiefkühllager und dem Ventilator eine automatische ISO-Kühlhaus-Schiebetür mit beheizter Abdichtung. Damit ist nicht nur sichergestellt, dass sich im Brandfall die Tür auch wirklich öffnen lässt, sondern es wird darüber hinaus noch ein Maximum an erzielbarer Dichtigkeit erreicht.  

 

Fazit
Das projektierte und realisierte Brandschutzkonzept in Form eines außerhalb des Gebäudes installierten Brandgasventilators erfüllt nicht nur die hohen Anforderungen des Betreibers der Halle, sondern insbesondere die hohen Anforderungen einer dauerhaft funktionstüchtigen Entrauchung im Brandfall.

24V RWA-Beschlag für Lichtkuppeln nach DIN EN 12101-2

20. August 2009

Ab 1. August 2009 bietet die ESSMANN GmbH ein 24 Volt betriebenes natürliches Rauch- und Wärmeabzugssystem (NRWG LK 24V 160) für ESSMANN Lichtkuppeln classic inkl. Lüftungsfunktion an.

Der neue 24 Volt Öffnerbeschlag kombiniert den elektrischen Öffnungsmechanismus zur täglichen Be- und Entlüftung (variabler Lüftungshub bis 60 Grad) mit dem CE-zertifizierten Rauch- und Wärmeabzug nach DIN EN 12101-2 ohne zusätzlichen Lüftungsmotor.

Nach der Auslösung kann das NRWG einfach und schnell elektrisch geschlossen werden, was einen manuellen Schließvorgang nicht mehr notwendig macht. Im Gegensatz zu den pneumatischen RWA-Systemen entfällt bei der jährlichen Wartung der Austausch von CO2-Flaschen. Dies reduziert spürbar die Wartungskosten.

Das ESSMANN NRWG 24V öffnet ESSMANN Lichtkuppeln classic bis zu einer Nenngröße von 150/250 innerhalb von 60 Sekunden bis auf 160 Grad.

Die aus dem Firmenverbund der ESSMANN GROUP gewachsenen vielfältigen Möglichkeiten an Steuerungskomponenten verhelfen zu einer optimalen Anbindung des neuen elektrischen 24 Volt Öffnermechanismus an die Gebäudeleittechnik.

RWA: Chance für Facility Management

21. August 2009

Weniger Energie, bessere Luft und Schimmelpilzvermeidung

Hoffenheim/Frankfurt am Main, – Immobilienbesitzer verpassen große Chancen, wenn sie eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) lediglich als „lästiges Übel“ auffassen und nur bei einer baurechtlichen Auflage installieren. Dies betonte Dirk Dingfelder, stellvertretender Vorsitzender des ‚Fachkreises elektromotorisch betriebener Rauchabzug und natürliche Lüftung’ im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, Frankfurt am Main: „RWA sind optimal für die natürliche Lüftung von Gebäuden geeignet. Sie helfen Energie sparen, verbessern das Gebäudeklima und vermeiden gefährliche Schimmelpilzbildung.“ Dingfelder sprach bei der Jahres-Pressekonferenz des ZVEI-Fachverbandes Sicherheitssysteme in der Rhein-Neckar-Arena in Hoffenheim. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender des Fachverbandes.

RWA sind elektromotorisch betriebene Systeme. Ihre Aufgabe ist es, vor allem im Brandfall, zum Beispiel im Treppenhaus, Fenster und Kuppeln in Wänden oder Decken zu öffnen, damit Hitze sowie der hochgiftige und tödliche Rauch entweichen können. „So bleiben Fluchtwege begehbar und Personen haben deutlich mehr Zeit, sich selbst zu retten“, sagte Dingfelder.

Aber auch für die Gebäudelüftung werden sie wichtiger, so der Experte. „Außenhüllen sind immer besser abgedichtet, Rahmen werden besser verbaut und das Fensterglas erzielt immer günstigere Wärmeleitwerte.“ Die frühere natürliche Fugenlüftung tendiere so gegen Null. Wenn Fenster nicht regelmäßig geöffnet werden, nimmt die Qualität der Luft ab und die Feuchtigkeit zu. „Das macht müde und senkt die Arbeitsleistung. Wer das Öffnen und Schließen dem Nutzer überlässt, riskiert Energieverschwendung oder Schimmelpilzbildung – im schlimmsten Fall beides.“ RWA können zu festgelegten Zeiten automatisch Fenster öffnen und schließen, so Dingfelder.

Große Schimmelpilz-Schäden durch falsches Lüften.
Schimmelpilz zählt in Deutschland zu den am meisten gefürchteten Bauschäden. Einmal entstanden, lässt er sich nur mit großem Aufwand beseitigen. Immer wieder kommt es zu Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Immobilienbesitzern.

Die Pflicht, eine RWA für den Brandfall zu installieren, ist in den Bauordnungen der Bundesländer geregelt. Sie schreiben zum Beispiel für Wohngebäude ab einer unterschiedlichen Zahl von Stockwerken oder Gebäudehöhe eine RWA vor.

 Über den ZVEI-Fachverband Sicherheitssysteme:

In dem Fachverband haben sich die 60 führenden Unternehmen elektronischer Sicherheitstechnik in Deutschland zusammengeschlossen. Sie stellen unter anderem Brand-, Einbruch- und Überfallmeldesysteme, Videoüberwachungstechnik und Anlagen für die Zutrittskontrolle mit biometrischen Merkmalen her. Im ZVEI als Spitzenverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland haben sich insgesamt rund 1.600 Unternehmen organisiert. Sie repräsentieren einen Markt von rund 182 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008.

Text:  ZVEI

CE-Zeichen für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

21. August 2009

Ab dem 1. September 2006 gilt das CE-Zeichen für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (NRA). Das bekannte Prüfverfahren für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nach DIN 18232 Teil 3 wird ab diesem Zeitpunkt durch das neue europaweit gültige Prüfverfahren nach DIN EN 12101 Teil 2 ersetzt.

Neu ist, dass nicht mehr Einzelkomponenten beispielsweise Antriebe, sondern die Funktionsweise kompletter Elemente geprüft und bewertet werden.

Die DIN EN 12101 Teil 2 stellt an die Prüfung und Klassifizierung von NRA folgende Anforderungen:

1. Größe der aerodynamisch wirksamen Öffnungsfläche
2. Funktionssicherheit, beispielsweise Öffnung unter Schneelast oder bei tiefen Temperaturen
3. Wärmebeständigkeit gegen hohe Temperaturen
4. Brandverhalten
5. Standsicherheit unter Windlast
6. Öffnungsmechanismus
7. Auslöseelement und Auslöseeinrichtungen
8. Temperatur der thermischen Auslöseeinrichtung.

Entsprechend geprüfte Geräte sind mit einem CE-Kennzeichen zu versehen und können somit im europäischen Markt vertrieben werden. Eine EG-Konformitätserklärung ersetzt ab diesem Zeitpunkt das allgemein bauaufsichtliche Prüfzeugnis (AbP).

ESSMANN hat alle natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen bereits nach den Anforderungen der DIN EN 12101 Teil 2 geprüft. Die entsprechenden Prüfzeugnisse werden derzeit von den zuständigen Prüfinstituten vorbereitet.

Aerodynamische Rauchabzüge

27. August 2009

Bei Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG) in Form von Lichtkuppeln muss die Austrittsöffnung mindestens einen Abstand zur Dachdichtungsebene von 25 cm haben. Mit einem üblicherweise mindestens 30 cm hohen Aufsetzkranz wird je nach bauseitiger Wärmedämmung dem Genüge getan. Die Geräte müssen gemäß europäischer Richtlinie (DIN EN 12 101-2) eine aerodynamisch wirksame Öffnung freigeben. Hierzu wird die Lichtkuppel über ein Aufstellaggregat auf ca. 165° geöffnet. Der Nachweis der aerodynamischen Wirksamkeit ist über eine Prüfung im Windkanal bei einer zertifizierten Zulassungsstelle zu erbringen.  Bei Sanierungen von Dächern und Nutzungsänderungen von Gebäuden können RWG in Sanierungsaufsetzkränze eingebaut werden. Auch in Lichtbänder und hier im Speziellen in integrierte Klappen können RWG eingesetzt werden.

Geometrische Rauchabzüge für Treppenräume

27. August 2009

Taghelle und angenehme Treppenräume sind geradezu selbstverständlich innerhalb moderner Gebäudearchitektur. Lichtkuppeln tragen ihren Teil dazu bei, verbunden mit einer entsprechenden Treppenraum-RWA-Anlage erfüllen sie alle Anforderungen, Auflagen und Vorschriften des Rauchabzugs.

Für Treppenräume ist nach der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) an oberster Stelle ein Rauchabzug vorgeschrieben. Er dient der Rauchfreihaltung von Fluchtwegen und hilft der Feuerwehr beim schnellen Löschangriff.

Ein Knopfdruck auf den Auslöser genügt: Unabhängig von der Netzstromversorgung wird die Öffnung der RWA-Lichtkuppel ausgelöst – per 24V-Notstrom, über einen Motoröffner oder per CO2-Druckleitung über einen Hubzylinder. Bei der elektromotorischen RWA-Ausstattung ist die tägliche Be- und Entlüftung inbegriffen. Für die reine Ernstfallplanung hingegen reicht ein Pneumatik-Aggregat. Allerdings muss hierbei nach jedem Öffnen des Rauchabzugs die Anlage manuell geschlossen und sicherheitsbereit gemacht werden.

Sind Öffnungsaggregate nach EN12101-2 im Liftschacht vorgeschrieben?

9. September 2009

Nein, Aufzugsschächte gehören gem. LBO zu den Treppenräumen.

Die Geometrische Öffnung muss min. 0,1qm bzw. 2,5% der Grundfläche des Schachtes entsprechen. Ausnahme ist Brandenburg mit 5% und min. 0,2qm. Baden Württemberg min. 0,1qm, 5%

ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme

2. November 2009

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Die Weiterbildungseinrichtung der Elektroindustrie.

Herstellerneutrales Fachwissen für Planer, Errichter und Betreiber.

  • Bundesweite Seminare zur berufsbegleitenden Fortbildung
  • Firmen- und produktneutrale Schulungen
  • Grundlagen und Vertiefung zur Planung, Errichtung und Instandhaltung von Sicherheitssystemen
  • Kompakte Wissensvermittlung an nur einem Tag
  • Ausbildungen zur Sachkundigen Person
  • Nach den aktuellen und anerkannten Regeln der Technik
  • Referenten: Erfahrene Fachleute aus der Wirtschaft

Weitere Informationen zu den Seminaren 2010 finden Sie in Kürze unter…. www.zvei-akademie.de

RWA NEWS BLOG

11. September 2009

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Neuerdings findet man Aktuelles und Wissenswertes rund um das Thema RWA im so genannten “RWA News Blog“ im Internet.
Mit dem Blog informieren deutschsprachige Unternehmen neutral über Informationen zu Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Ein Blog oder auch Webblog, ist im Allgemeinen ein auf einer Website geführtes und damit öffentliches einsehbares Tagebuch oder Journal. Damit kann ein Blog sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Sie sind jederzeit in der Lage auch Ihre persönliche Meinung bzw. Anregung als Kommentar einem Artikel im RWA Blog zu verfassen.

Pflege & Wartung

14. September 2009

Um die dauerhafte Funktionstüchtigkeit einer eingebauten Rauchabzugsanlage zu gewährleisten und den Wert dieser Investition zu erhalten, ist eine regelmäßige und sachgerechte Pflege und Wartung dieser ruhenden Sicherheitsanlage unverzichtbar. Die Wartung ist als eine wesentliche Sorgfaltspflicht des Bauherrn oder des Betreibers in den unterschiedlichsten Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Bestimmungen vorgeschrieben. Bei unterlassener Wartung drohen dem Bauherren oder Betreiber neben der Gefahr von Bußgeldern und der Betriebsschließung durch die Behörden auch der Verlust von Gewährleistungsansprüchen und nach einem Brandfall bei einem Versagen der NRA noch weitere zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen.

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RWA-Anlage und Verkabelung mit Funktionserhalt

14. September 2009

Folgender Aufbau ist für eine RWA-Anlage in einer Schwimmhalle eines Hallenbades vorgesehen:

Kabel

* RWA-Zentrale in der begehbaren Zwischendecke der Schwimmhalle
* RWA-Antriebe in der Fassade (oben), AP-Verkabelung über die Zwischendecke,
die Motoranschlußleitungen werden durch die Zwischendecke an die Anschlußdose verlegt.

*  RWA-Taster im Schwimmeisterraum in der Schwimmhalle

Die komplette Anlage befindet sich innerhalb eines Brandabschnittes (bzw. eines Raumes).
Die Zwischendecke hat keinerlei technische Zusatzfunktion.
Es gibt keine BMA im Hallenbad. Die RWA-Anlage soll nur manuell ausgelöst werden.

Es ist vorgesehen, den RWA-Taster mit Funktionserhalt E30 zu verkabeln (für mögliche Erweiterung, z.B. zusätzlicher Auslöse-Taster im Foyer).

Müssen die RWA-Antriebe mit Funktionserhalt E30 verkabelt werden, obwohl sie sich im gleichen Raum wie die RWA-Zentrale befinden?

Antwort und weiterführende Informationen finden Sie unter BHE

ARGE für Errichter und Planer

15. September 2009

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Die Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer im ZVEI ist die Interessenvertretung für Errichter von Sicherheitssystemen, Elektro- und Fachplaner und Sachverständige. Sie bildet die Plattform für den Informationsaustausch und die Wissensvermittlung zu den technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Die Arge setzt sich für die fachgerechte Planung, Errichtung und Instandhaltung von Sicherheitssystemen und für faire Wettbewerbsbedingungen ein.

Tipps zur Projektierung des NRWG

15. September 2009

Für die Bundesrepublik Deutschland sind die regional unterschiedlichen Windlasten (Klassifizierung WL) in der DIN 1055-4: 2005-03 und die Schneelast (Klassifizierung SL) in der DIN 1055-5: 2005-07 geregelt. Bei der Wärmebeständigkeit ist in der Regel von der Klassifizierung B300 auszugehen. Dieses entspricht einer Temperaturbeständigkeit des gesamten NRWG´s von 300°C über einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten. Bei der Klassifizierung für niedrige Temperaturen ist der Einsatzfall des NRWG´s (z. B. im offenen oder im geheizten Gebäude) zu berücksichtigen. Bei der Klassifizierung der Funktionssicherheit (Klassifizierung Re), muss betrachtet werden, ob die NRWG´s ausschließlich für den Rauchabzug oder auch zur täglichen Be- und Entlüftung verwendet werden. Geräte, die für die tägliche Be- und Entlüftung verwendet werden, sind – neben der je nach Klasse notwendigen Prüfung der Funktionssicherheit – zusätzlich 10.000 mal in Lüftungsstellung zu öffnen.

Info

RWG Typ F6-D für Lichtkuppeln

15. September 2009

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RWG Typ F6-D werden in Lichtkuppeln mit einem mindestens 30 cm hohen Aufsetzkranz eingebaut. Die Auslösung der RWG erfolgt temperaturabhängig bei 70°C / 90°C automatisch oder mittels Handauslösung über Notauslösestationen. Standardmäßig werden die RWG einer natürlichen Rauchabzugsanlage (NRA) über eine in der Notauslösestation integrierte CO2-Flasche ausgelöst. Die Verbindung zwischen RWG und Notauslösestation erfolgt über eine Stahl- oder Kupferrohrleitung.

Entspricht den europäischen Richtlinien nach DIN EN 12101-2.

RWG für Dunkelklappen

15. September 2009

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In besonderen Einzelfällen, wie beispielsweise bei der Forderung nach erhöhter Wärmedämmung (in Kühlhäusern o.ä.) oder in Räumen in die kein Tageslicht eindringen soll (Kinos o.ä.) können Dunkelklappen eingesetzt werden.

Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (RWG) werden in ESSMANN-Dunkelklappen mit einem mindestens 30 cm hohen Aufsetzkranz eingebaut. Die Auslösung der RWG erfolgt temperaturabhängig bei 70°C / 90°C automatisch oder mittels Handauslösung über Notauslösestationen. Standardmäßig werden die RWG einer natürlichen Rauchabzugsanlage (NRA) über eine in der Notauslösestation integrierte CO2-Flasche ausgelöst. Die Verbindung zwischen RWG und Notauslösestation erfolgt über eine Stahl- oder Kupferrohrleitung.

Entspricht den europäischen Richtlinien nach DIN EN 12101-2.

Entrauchungs-Wandventilator

15. September 2009

Wandventilator

Entrauchungs-Wandventilator mit drallfrei gerichtetem vertikalem Luftaustritt sind geeignet für die Entrauchung im Brandfall bspw. in mehrstöckigen Gebäuden, in denen keine natürliche Entrauchung möglich ist.

Die Entrauchungs-Wandventilatoren bestehen aus einem Gehäuse in sehr stabiler Stahlblechausführung. Sie sind geeignet für Brandgase bis 600°C./120 Min. sowie für den Dauerbetrieb als Lüftunsventilator bis 80°C. Ausführungen wahlweise ein- oder zweitourig oder drehzahlgeregelt im Lüftungsbetrieb.

Die Entrauchungs-Wandventilatoren können auch in Verbindung mit Entrauchungsleitungen nach DIN 18232-6 eingesetzt werden.

TÜV bestätigt sichere Entrauchung mit der LonWorks®-Technologie

23. September 2007

munich_airportWie bei anderen öffentlichen Gebäuden wurde auch beim Flughafen München ein Brandschutz- und Entrauchungskonzept gefordert, das bei auftretenden Bränden die Ausbreitung von Rauch und daraus folgende Katastrophen verhindern soll.
Honeywell installierte zu diesem Zweck im Terminal 2 ein Steuerund Überwachungssystem auf Basis von LonWorks®, das im August 2005 durch den TÜV abgenommen wurde. Diese Abnahme bescheinigt, dass das von Honeywell realisierte Entrauchungskonzept den Anforderungen nach AK3 gemäss DIN V 19250 bzw. DIN V 19251 entspricht. Allein der Umfang der installierten Hard- und Softwarekomponenten stellt eindrucksvoll die Grössenordnung des installierten Systems dar.

Alle Geräte mit Ausnahme der Router sind Bestandteil der Excel 5000 Open™ Familie von Honeywell.  Die Logik- Funktionen wurden individuell nach den Projektanforderungen eingerichtet. Gegenüber einfachen LONSystemen für Anlagensteuerung und Raummanagement sind bei derartigen Sicherheitssystemen erhebliche Zusatzanforderungen hinsichtlich Betriebssicherheit und Überwachung zu beachten. Die im LonWorks-Protokoll noch fehlenden Mechanismen zu einer gesicherten Datenübertragung wurden hier durch zusätzliche Hardware- und Software-Massnahmen ergänzt.

Bereits bei der Planung werden die Weichen gestellt Rauchabzugsanlagen müssen durch verantwortliche Sachverständige auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit geprüft werden. Um die Prüfung und die daraus resultierende Abnahme erfolgreich zu gestalten, waren bereits im Vorfeld der Planung Abstimmungen mit den beteiligten Parteien notwendig. Dabei konnte Honeywell als kompetenter Partner seine Erfahrungen aus bereits erfolgreich abgewickelten Grossprojekten ein bringen. In diesem Fall wurde vereinbart, den Nachweis der ausreichenden Betriebssicherheit (sicherer und zuverlässiger Betrieb) entsprechend der DIN V 19250 «Grundlegende Sicherheitsbetrachtungen für MSR-Schutzeinrichtungen» und DIN V 19251 «Anforderungen und Massnahmen zur gesicherten Funktion zu führen. Das heisst, dass abgesehen von der Eignung der eingesetzten Komponenten, für die entsprechende Nachweise bzw. Zertifikate notwendig sind, für das gesamte System eine Risikobetrachtung zur Ausfallwahrscheinlichkeit durchgeführt werden muss, die auch Massnahmen zur Sicherstellung der Funktion sowie Erkennung von Fehlern und Prüfroutinen enthält.

Als Ergebnis der Risikobetrachtung für das Terminal 2 wurde die Anforderungsklasse AK3 als höchste Anforderung festgestellt. Die notwendige Betriebssicherheit für diese Anforderung wird neben den Standard LonWorks®-Mechanismen durch Zusatz Massnahmen gewährleistet. So werden z.B. Ringleitungen eingesetzt, um Kommunikationsausfälle durch Kabelunterbrechungen zu vermeiden. Der Ort einer Unterbrechung wird erkannt und gemeldet. Geräte werden bei Kurzschlüssen rückwirkungsfrei vom Bus abgetrennt, so dass sich ein Ausfall auf einen Busteilnehmer beschränkt. Die Geräte werden ständig überwacht, um funktionale bzw. Kommunikationsprobleme zu erkennen und zu melden. Regelmässige automatische Prüfungen durch ein von der Entrauchungssteuerung unabhängiges Testprogramm im Bereich der GLT dienen zum Aufdecken von evtl. Fehlern, die sich durch die Geräteüberwachung nicht erkennen lassen, z.B. mechanische Fehler an Klappen.

Entrauchungskonzept
Modulare Funktionsbausteine gewährleisten hohe Funktionalität und Flexibilität Durch die Gliederung in verschiedene Module mit individuell parametrierbaren Logikfunktionen ergibt sich eine sehr hohe Flexibilität und Skalierbarkeit des Systems. Der LON-LWL-Backbone erlaubt ausserdem eine weitläufige Ausdehnung. Das Gesamtsystem umfasst folgende Funktionen: Automatische Entrauchung Bei Auslösung eines automatischen Melders der Brandmeldeanlage erfolgt über eine BMUZ (Brandmeldeunterzentrale) eine Meldung an den zugehörigen Entrauchungskoordinator (EnKo). Der EnKo aktiviert anhand der gespeicherten Logiktabelle die entsprechenden Entrauchungsgruppen und überträgt diese Information über das LON-Netzwerk an die Klappenkoordinatoren (KK). Die Klappenkoordinatoren entscheiden anhand der Zuordnungen zur aktivierten Entrauchungsgruppe, welche Klappen bzw. Fremdsysteme kommandiert werden müssen. Brandschutzklappen (BSK) werden geschlossen und Lüftungsanlagen abgeschaltet, um möglicherweise verrauchte Bereiche und Nachbarbereiche abzuschotten und so die Ausbreitung von Rauch zu verhindern. Entrauchungsklappen (EK) und Jalousieklappen (JK) werden geöffnet, um den Rauchabzug freizugeben. Brandventilatoren werden eingeschaltet, um den Rauch zügig abzuziehen. Kommandos an nachgelagerte Gewerke sorgen z.B. für das Schliessen von Brandschutztüren und die Freigabe von Fluchttüren.
Alle Kommandos ausser der Ventilatoransteuerung, erfolgen vom Klappenkoordinator über einen im Ring verlegten LONBus an FISS-Module, die zur Ansteuerung der Klappen und Fremdgewerke sowie zur Erfassung von Rückmeldungen dienen. Die Abschaltbefehle für RLT- und TGAAnlagen (eigene Mieteranlagen) sowie die Einschaltbefehle für die Entrauchungsventilatoren erfolgen direkt vom EnKo über den LONBus an die entsprechenden DDCStationen. Rückmeldungen von Entrauchungsventilatoren und anderen Komponenten werden von den zugehörigen DDC-Stationen ausgewertet. Bei Abweichungen vom Sollzustand werden Alarme generiert.

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FISS-Modulen sind spezielle LONGeräte von Honeywell für die Ansteuerung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen. Die Module unterstützen für Klappen die Überwachung beider Endlagen, die Auslösung durch Rauchmelder und Thermoelement sowie Fernbefehle und Wartungsmeldungen, sind aber auch für die Ansteuerung von Fremdsystemen verwendbar. Manuelle Auslösung der Entrauchung durch die Feuerwehr. Über die Tableau-Taster kann zusätzlich zur automatischen Steuerung eine manuelle Ansteuerung der Entrauchung bzw. Übersteuerung der Automatik nach Entscheidung der Feuerwehr erfolgen. Die Meldungen der aktivierten Tableauschalter werden über den LWL-LON Backbone zu den entsprechenden EnKo’s übertragen bzw. den Tableaus zur Signalisierung (Leuchtmelder-Anzeige) rückgemeldet. Die manuelle Entrauchungssteuerung wirkt ansonsten wie die automatische Entrauchungssteuerung. Systemüberwachung und Prüfroutinen Die Funktion aller Geräte, Router und Leitungswege im LON-Verbund des Entrauchungskoordinators wird zyklisch mit Hilfe von Überwachungsgeräten durch Aussenden eines Überwachungssignals und Auswertung der Rückmeldungen geprüft. Im Störfall erfolgt eine Meldung an die GLT. Die Überwachung der LONRinge erfolgt durch spezielle Router, die sowohl eine Leitungsunterbrechung als auch den Ort der Unterbrechung detektieren und melden können. Die LON-Module überwachen sich gegenseitig mit Hilfe des Heartbeats. Bei Kommunikationsausfall erfolgt eine Meldung an die GLT. Erkennen die LON-FISS-Module einen Ausfall der LON Kommunikation, führt dies zum automatischen Schliessen der angeschlossenen BSK-Klappe. Die Funktion der Leitungswege von der GLT zu den Geräten der Entrauchungssteuerung wird durch die GLT überwacht. Im Fehlerfall erfolgt eine Meldung an der GLT. Lückenlose Überwachung und Protokollierung. Da alle Geräte für die Entrauchungssteuerung mit der GLT verbunden sind, können Meldungen und Funktionsabläufe sowie alle Störungen und Aktionen im Brandfall auf der Management-Ebene angezeigt und protokolliert werden. Weiterhin bietet die GLT auch die Möglichkeit zu manuellen und automatischen Eingriffen. So erfolgt die Steuerung von Prüfprogrammen für die Entrauchung von der GLT.

Dabei werden Komponenten gesperrt, die für die Entrauchung wichtig sind, aber bei einer Prüfung nicht angesprochen werden sollen. Alle Prüfvorgänge und vor allem Externer zeitgesteuerter Regelgruppentest über Prüfprogramm der GLT Durch regelmässig durchgeführte Tests während publikumsarmen Zeiten, werden alle Regelgruppen zeitversetzt vollständig mit allen hierfür notwendigen Aktoren einschliesslich Klappen und Entrauchungsventilatoren mit entsprechenden Rückmeldungen geprüft. Dazu werden je Entrauchungskoordinator nacheinander alle Regelgruppen durch Simulation des Brandmeldekontaktes ausgelöst. Die Lüftungsanlagen (RLT) werden im Testzeitraum ausgeschaltet, um ein häufiges Ein- Ausschalten der Anlagen zu vermeiden. Die Entrauchungsventilatoren werden durch den automatischen Test gestartet. Evtl. Fehler während des Prüfablaufs werden in einem Protokoll festgehalten und durch einen Alarmpunkt im Alarmfenster dokumentiert. Somit ist eine umgehende Kontrolle und Instandsetzung der Anlage möglich. Wird während des Tests eine echte Brandmeldung bzw. Tableau-Auslösung detektiert, so wird der Prüflauf mit entsprechendem Kommentar im Fehlerprotokoll und Alarmdatenpunkt abgebrochen. Die Simulation wird zurückgesetzt, so dass die anstehende echte Brandmeldung aktiv werden kann. Eine Auslösung über einen Tableautaster wird sofort aktiviert. Je ENTR-Koordinator zeigt ein Datenpunkt den Status der Überprüfung an (Im Test, Keine Fehler, Fehlerhaft, Prüfung unvollständig). Damit ist eine einfache Übersicht über den Status des Entrauchungssystems gewährleistet. Dieses Projektbeispiel zeigt, dass sich sicherheitsrelevante Systeme bereits vor Verabschiedung der neuen Norm EN61508 mit LonWorks® realisieren lassen. Die erreichte Anforderungsklasse nach den heute gültigen Normen, welche die Anforderungen und Massnahmen zur gesicherten Funktion beschreiben, lässt sich mit geringen Anpassungen in eine gemäss der neuen Norm 61508 geforderte SIL (Safety Integrity Level) Einstufung für Flughäfen abbilden. Störungen werden protokolliert.

Systemumfang
• 524 Entrauchungskoordinatoren und Klappenkoordinatoren • 6200 Klappenmodule für Brandschutzklappen und Entrauchungsklappen • 809 I/O-Module zur Anlagensteuerung und Erfassung von Meldungen • 20 Feuerwehrtableaus und 43 RDA-Taster (Rauchabzugsdruckanlagen) mit etwa 1600 Tastern für Eingriffe der Feuerwehr • 404 Smart-Router mit Ringund Geräteüberwachung • 134 CBL LON-LWL-Router für die Ankopplung an den ringförmigen LWL-Backbone, der sich über das gesamte Terminal erstreckt • Etwa 1 Million Logikfunktionen programmiert • Ansteuerung von zahlreichen Fremdgewerken, wie Nachströmöffnungen, RWA-Anlagen, Sonnensegel, Sonnenschutz, Fluchttüren u. Brandschutztoren

Text: Honywell , Herr Bernhard Tschopp
Fotos:  Airport München

Zertifikat für Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

24. September 2009

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Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen können sich ab sofort vom ZVEI zertifizieren lassen und so ihre Wettbewerbschancen erhöhen. Das Gütesiegel „ZVEI-Errichter RWA“ erleichtert Gebäudebetreibern die Auswahl qualifizierter Fachfirmen und verringert ihr Haftungsrisiko. Anerkannte Errichterbetriebe verpflichten sich zum Einhalten hoher Qualitätsstandards. Die Forderungen nach einer Zertifizierung ist bereits Bestandteil einiger Ausschreibungen.

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) schützen durch Freihalten der Flucht- und Rettungswege im Brandfall Menschen und Werte. „Eine qualitativ hochwertige Planung, Errichtung und Instandhaltung ist dafür unabdingbar”, betont Eckart Roeder, Geschäftsführer der ZVEI-Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer. „Das ZVEI-Zertifikat erleichtert Gebäudebetreibern die Auswahl qualifizierter Fachbetriebe. Nur Unternehmen mit der erforderlichen RWA-Sachkenntnis werden vom ZVEI anerkannt. Die Arge Errichter und Planer hat dazu umfangreiche Kriterien sowie einen Prüfungsfragenkatalog entwickelt.“

Gebäudebetreiber verringern nach Ansicht des ZVEI mit der Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs auch ihr Haftungsrisiko. Der Nachweis einer ordnungsgemäß und normgerecht erbauten RWA-Anlage fällt damit Betreibern und Errichtern im Schadensfall deutlich leichter. 

Wichtige Voraussetzungen für eine Anerkennung ist der Nachweis einer sachkundigen RWA-Fachkraft und einer Elektrotechnischen Fachkraft nach DIN VDE 1000-10. Der Sachkundenachweis RWA kann zum Beispiel im dreitägigen Seminar „Rauch- und Wärmeabzugsanlage“ der ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme erlangt werden. Das Zertifikat ist auf zwei Jahre befristet und ist nach einer Auffrischungsschulung der Fachkraft in vereinfachter Form erneut zu beantragen. Den Antrag auf Zertifizierung können nur Mitglieder der ZVEI Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer stellen. Anerkannte Fachbetriebe sind am Logo „ZVEI Errichter Sicherheitssysteme“ erkennbar.

Informationen über die Zertifizierung, den Sachkundenachweis und die anerkannten RWA-Fachfirmen sind unter www.zvei-errichter.de verfügbar.

 

Errichter und Planer im ZVEI

Die Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. ist die Interessenvertretung für Elektroplaner und Errichter und Sachverständige von Sicherheitssystemen. Sie bildet die Plattform für den Informationsaustausch mit der Industrie und für die Wissensvermittlung zu den technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Arge setzt sich für die fachgerechte und unabhängige Elektroplanung und die Planung, Errichtung und Instandhaltung von Sicherheitssystemen und faire Wettbewerbsbedingungen ein.

Der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. vertritt die gemeinsamen Interessen der Elektroindustrie und der zugehörigen Dienst­leistungsunternehmen in Deutschland. Rund 1.600 Unternehmen haben sich für die Mitgliedschaft im ZVEI entschieden. Als zweitgrößte Branche in Deutschland beschäftigte sie Ende 2008 827.000 Arbeitnehmer im Inland und weitere 600.000 weltweit.

Die deutsche Elektroindustrie erzielte 2008 einen Umsatz von 182 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte ihres Umsatzes entfällt auf neuartige Produkte und Systeme. Mit ihren Querschnittstechnologien ist die Branche Motor des technologischen und damit des gesellschaftlichen Fortschritts. Jede dritte Innovation des verarbeitenden Gewerbes basiert auf ihren Lösungen. Ein Fünftel der gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der deutschen Wirtschaft geht auf das Konto der Elektroindustrie.

Einweihung des Forschungszentrums Brandschutz

2. Oktober 2009

Am 16. September 2009 wurde das neue Forschungszentrum am Unternehmenshauptsitz von Minimax in Bad Oldesloe feierlich eingeweiht.

Rund 160 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und der internationalen Brandschutzbranche nahmen an der offiziellen Einweihungsfeier teil. In Anerkennung seiner Lebensleistung in der Forschung und Entwicklung von Minimax, wurde das neue Brandversuchszentrum nach dem langjährigen Technischen Direktor Wolf-Thomas Jetzlaff benannt.

Der größte Brandversuchsraum des Neubaus hat eine Grundfläche von 320 Quadratmetern. Hier ist eine mobile Zwischendecke installiert, mit der die Raumhöhe von 15 Metern auf zwei Meter abgesenkt werden kann. So können unterschiedliche Raumhöhen simuliert werden, etwa von einer zwei Meter hohen Garage bis hin zu einem 15 Meter hohen Hochregallager. Dank der mobilen Zwischendecke können jetzt noch mehr Versuche als zuvor im Maßstab 1:1 durchgeführt werden. Die aus zwei Hälften bestehende Decke ermöglicht darüber hinaus, zwei Versuchsaufbauten mit unterschiedlichen Höhen parallel zu erstellen.

Text: Sicherheit.info

Minimax GmbH & Co. KG
Industriestraße 10/12
D-23840 Bad Oldesloe
Tel.: 0 45 31 / 80 30
Fax: 0 45 31 / 80 32 48

Prüfung nach pr EN12101-9 + EN12101-10

23. Oktober 2009

STG_BEIKIRCH_MZ2

Die frei konfigurierbare MZ2-Modulzentrale von STG-BEIKIRCH hat die Prüfung nach dem derzeitigen Stand der prEN12101-9 und EN 12101-10 erfolgreich bestanden. Diese Norm beschreibt allgemeine Anforderungen an die Energieversorgung und bestimmt eine Reihe von Umweltprüfungen an Rauch-  und Wärmeabzugsanlagen.

Anfänglich sollten diese Anforderungen an RWA-Anlagen schon dieses Jahr erfüllt werden, um die internationale Produkt- und Rechtssicherheit der Anlagen zu gewährleisten. Auf der letzten Sitzung des zuständigen Komitees, teilte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit, dass die Koexistenzperiode für EN 12101-10 auf den 01.05.2012 verlängert wird. Die Koexistenzperiode von prEN 12101-9 soll daran angepasst werden.

STG-BEIKIRCH hat die Prüfungen trotz der Koexistenzperiode bereits durchführen lassen. Die Prüfung nach prEN 12101-9 ist zuständig für die Rauch- und Wärmefreihaltung nach Teil 9: für Steuerungszentralen. Diese  Zuverlässigkeitsprüfungen sowie die Umweltprüfungen sind nach prEN 12101-9:2004 durchgeführt worden. Die EN 12101-10 regelt die Rauch- und Wärmefreihaltung nach Teil 10: Energieversorgung. Diese elektrische Prüfung ist nach DIN EN 12101-10:2005 durchgeführt worden.

Die STG-BEIKIRCH Steuerungszentrale MZ2 mit integrierter Energieversorgung zur Steuerung von Rauch- und Wärmeabzügen erfüllt die Merkmale einer Steuerungszentrale nach diesen aktuellen Normen. So ist im Notfall eine nachweisbare funktionierende Entrauchung sichergestellt. Die Zentrale kann ebenfalls zur Steuerung der täglichen Lüftung genutzt werden. Als primäre Energiequelle wird ein Netzteil eingesetzt, dass an einem öffentlichen oder vergleichbaren Versorgungsnetz angeschlossen ist. Die sekundäre Energiequelle sind Akkumulatoren, die durch die Steuerzentrale in ihrer Funktion überwacht werden. Ein Zertifikat gibt es nach prEn12101-9 und EN12101-10 nicht. Zertifikate können nur von akkreditierten Prüfinstituten ausgestellt werden, wenn die Norm im Weißdruck existiert. Dies ist aufgrund der Verlängerung der Koexistenzperiode noch nicht der Fall.

Neuer Rauchmelder beim RWA-Entrauchungssystem TRZ VdS

23. Oktober 2009

VdS_System
Die STG-BEIKIRCH VdS zertifizierte Rauchabzugsanlage für den elektromotorischen Rauchabzug und die tägliche Lüftung von Treppenräumen von STG-BEIKIRCH wurde um einen neuen Rauchmelder erweitert. Der neue VdS-geprüfte Streulicht-Rauchmelder MSD 523 erkennt frühzeitig Schwel-, Glimm- und offene Brände mit Rauchentwicklung. Er wird dort eingesetzt, wo frühzeitig rauchbildende Flammenbrände und Schwelbrände detektiert werden müssen, wie z.B. in Treppenräumen. Den bereits seit einigen Jahren im VdS System eingesetzten Rauchmelder AM/O VdS wird es langfristig nicht mehr auf dem Markt geben.

Lichtsender und –empfänger sind in der Messkammer des neuen Rauchmelders so angeordnet, dass Lichtbündel des Senders nicht direkt auf den Empfänger treffen können. Erst das durch einen Rauch gestreute Licht gelangt zum Empfänger und wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Erreicht dieses Signal den Alarmwert, wird automatisch ein Alarm zur Steuerzentrale TRZ VdS 2A übermittelt.
Die STG-BEIKIRCH Steuerzentrale steuert dann die elektromotorischen Rauchabzüge an.

Anschlussmöglichkeiten der TRZ VdS
- 10 autom. Melder in 2-Leiter-Technik (Rauch- und Wärmemelder)
- Linearantriebe 24 V DC mit eigener elektronischer Lastabschaltung
- oder Kettenantriebe 24 V DC mit Endschaltern
- gesamte Stromaufnahme aller angeschlossenen Antriebe maximal 2 A
- 10 RWA-Bedienstellen z. B. Typ RBH/3A
- 10 externe Lüftungstaster Auf / Stop / Zu
- einen Wind-/Regenmelder (WRM 24V) oder Regenmelder (RM 24V)
- Spannungsversorgung 24 V DC – 100 mA: für einen Wind-/Regenmelder oder einen Regenmelder RM 24V
- je einen Anschluss für potenzialfreie Meldung: RWA ausgelöst (Schließer) und Störung (Öffner);
  24V/max. 0,5 A

Das RWA-Entrauchungssystem TRZ VdS umfasst die folgenden Produkte:
- RWA-Steuerzentrale TRZ VdS 2A
- RWA-Linearantrieb M2/VdS
- RWA-Linearantrieb M9/VdS
- RWA-Kettenantrieb FM194-401/VdS
- RWA-Bedienstelle RBH/VdS
- Streulicht-Rauchmelder MSD 523

Fensterantriebe mit UL-Zulassung

23. Oktober 2009

UL_Zulassungen
Ab sofort erhalten Sie Fensterantriebe mit UL-Zulassung. Für den US-amerikanischen und kanadischen Markt hat STG-BEIKIRCH seine 24 V Kettenantriebe prüfen lassen.

Die UL-Kennzeichnung ist eine Zulassungsnummer, die als Bedingung für den Export in den US-Amerikanischen Markt einzuhalten ist. Primär werden hierbei Brandschutzbestimmungen angeführt, die vom Underwriters Laboratories Inc. (UL) überprüft werden. Underwriters Laboratories ist eine eigenständige gegründete Organisation zur Überprüfung und Zertifizierung von Produkten und ihrer Sicherheit (Vergleichbar mit dem VDE oder TÜV). Seit mehr als einem Jahrhundert wertet die UL 19.000 Arten von Produkten, Komponenten und Systemen aus. Weltweit umfasst die Organisation ein Netzwerk von Dienstleistern in Form von Laboren, Prüfungs- und Zertifizierungseinrichtungen und beliefert Kunden ebenfalls weltweit.

Speziell im Bereich Elektrotechnik wird das Endprodukt nach strengen Sicherheitsnormen, sowie auch die Fertigung allgemein geprüft. UL-Zertifizierungen werden produktbezogen vergeben und in regelmäßigen Abständen überprüft. Für den Lüftungsmarkt gibt es den EM und den FM als Single- und Tandem-Version mit UL-Zertifizierung. Den LM/2 gibt es als Single und mit der Möglichkeit der Tandem-Konfiguration. So können diese Antriebe sicher im US-amerikanischen und kanadischen Markt verbaut werden.

Weitere Information erhalten Sie hier.

Die Koexistenzperiode der DIN EN 12101-10 ist verlängert worden

2. November 2009

Die DIN EN 12101-10 beschreibt die Anforderungen und Prüfmethoden für Energieversorgungen für Rauch-und Wärmeabzugssysteme. Diese Norm ist anzuwenden für alle Entrauchungsprinzipien, u.a. für die natürlich wirkenden Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, für die maschinelle Entrauchung, die Ansteuerung von Rauchschürzen, Druck-Differenz-Anlagen, etc..

Alle unterschiedlichen Technologien (elektrische Systeme und pneumatische Systeme) sind in dieser Norm definiert.

Die Norm ist im Januar 2006 als DIN EN 12101-10 veröffentlicht worden. Bis zum 31.12.2008 bestand eine Koexistenzperiode.

Als absolutes Novum ist zu werten, dass eine bereits abgelaufene Koexistenzperiode nun verlängert wurde. Die neue Frist, bis zu der sowohl eine nationale DIN Norm, als auch die europäische DIN EN 12101-10 zur Prüfung der Energieversorgung angewendet werden kann, wurde jetzt bis zum 01. Mai 2012 verlängert. Danach muss die Konformitätsvermutung auf die harmonisierte europäische Norm gegründet werden.

Da jedoch national keine entgegenstehende DIN Norm die genauen Anforderungen an die Energieversorgung für die unterschiedlichen System der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen definiert, ist die DIN EN 12101-10 als allein geltende Norm zur Prüfung anzuwenden.

Mit einer zertifizierten Energieversorgung nach DIN EN 12101-10 erhält der Nutzer bereits heute ein Produkt, das dienotwendige Energie für eine nachweisbare positive Entrauchungswirkung bereitstellt.
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Dennoch verunsichern heute bereits Anbieter von Steuerungen den Markt durch die Behauptung, über Zertifikate nach DIN EN 12101-9 und -10 zu verfügen. Dieses verunsichert unnötiger Weise den Markt und ist bei einer noch nicht im “Weißdruck” vorliegenden Norm schlichtweg FALSCH.

17. Fachmesse für Sicherheit 2009

10. November 2009

 

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Vom 17. – 20. November 2009 trifft sich die Elite der Sicherheitsbranche in den Hallen der Messe Zürich zur Sicherheit 2009. Die einzige, im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Schweizer Fachmesse für «Fire, Safety & Security» trotzt erfolgreich der Wirtschaftskrise. Die Ausstellerzahl ist mit über 200 angemeldeten Firmen erfreulich hoch. Auch der parallel zur Messe stattfindende Fachkongress stösst auf reges Interesse: er ist in diesem Jahr die grösste Veranstaltung in diesem Bereich, welche jemals im deutschsprachigen Raum stattgefunden hat.

weitere Infos finden Sie unter www.sicherheit-messe.ch

Der Fachkreis für RWA und natürliche Lüftung des ZVEI hat seine Internetseite www.rwa-heute.de neu gestaltet

24. November 2009

Klicken Sie mal rein und informieren Sie sich z. B. über Vorschriften und Richtlinien zum Thema Rauchabzug oder Lüftung.

Lernen Sie die Mitglieder sowie die Ziele des Fachkreises kennen, erfahren Sie mehr über Seminare und Messen.

Außerdem können Sie die verschiedenen Ausgaben der RWA aktuell sowie die RWA heute – übrigens kostenlos – auf der neuen Internetseite des Fachkreises downloaden unter www.rwa-heute.de .

Nicht nur die Inhalte auch das Design hat sich verändert – es lohnt sich also, schauen Sie mal rein.

Optimale Ausleuchtung mit Tageslicht in Kombination mit RWA

30. November 2009

Lichtkuppeln und Lichtbänder stellen in Industriebetrieben die Ausleuchtung mit Tageslicht sicher, können für die Be- und Entlüftung genutzt werden, im Brandfall werden über sie Brandgase abgeführt und dienen der thermischen Entlastung der Gebäude als Wärmeabzugsfläche.

Für diese Anforderungen liegen Prüf- und Auslegungs-Normen und -Richtlinien vor, auf die sich ein Planer bei der Auslegung der Produkte stützen kann.

Für die Befestigung der Lichtkuppeln und Lichtbänder auf der Dachkonstruktion lagen bisher außer Herstellerangaben, die zum Teil auch in den nationalen Zulassungen enthalten waren, keine verbindlichen Anforderungen und Vorgaben vor. Diese Lücke wurde nun durch den FVLR e.V. gemeinsam mit den im Verband organisierten Herstellern geschlossen.

Erstmal liegen mit der FVLR Richtlinie 3 „Befestigungsmittel von Lichtkuppeln und Lichtbändern auf Dächern“ für die Befestigung dieser Bauprodukte fachgerechte Informationen vor.  Neben Anzahl und Abständen der Befestigungsmittel unter Beachtung des jeweiligen Untergrundes gibt es auch konkrete Hinweise auf die zu verwendenden zugelassenen Befestigungsmittel.

Neben den üblichen Anforderungen hinsichtlich Statik usw. ergeben sich für diese Bauprodukte natürlich zusätzliche Anforderungen an die Funktionssicherheit als Rauch- und Wärmeabzugsgerät.  Als Beispiel müssen die Klappen als Rauchabzugsgeräte, unabhängig ob es eine Lichtbandklappe oder eine Lichtkuppel ist, sowie ebenfalls unabhängig ihrer gewählten Abmessung bei einem Seitenwind von 10 m/s innerhalb von 60 Sekunden in ihre Funktionsstellung öffnen.  Ein Seitenwind von 10 m/s entspricht etwa einer Windgeschwindigkeit von fünf Beauforts. Da muss die Befestigung mit der Dachkonstruktion passen.

Zu beziehen ist diese kostenlose Richtlinie direkt beim FVLR als Download (http://fvlr.de/pub_richtlinien.htm) Hier finden sie übrigens noch weitere Richtlinien und können erfahren, an welchen Richtlinien aktuell gearbeitet wird.

Rauchabzug-Kompetenz gebündelt

8. Dezember 2009

Intensive Zusammenarbeit zwischen ZVEI und FVLR

Zwei führende Verbände in Deutschland repräsentieren die Fachkompetenzen im Bereich Rauchabzug, Rauchschutz sowie Rauch- und Feuerschutzvorhänge: Der ZVEI und der FVLR haben nun ihre Kompetenzen gebündelt.

Ab sofort arbeiten diese Verbände in den oben genannten Fachthemen intensiv zusammen. Fachplaner, Architekten und alle mit dem Brandschutz beauftragten Beteiligten haben nun noch besser die Möglichkeit die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse im Bereich Vorbeugender Brandschutz gebündelt abzurufen.

Europäische RWA-Initiative gegründet

8. Dezember 2009

Der ZVEI-Fachkreis „RWA und natürliche Lüftung“ erweitert seine Aktivitäten innerhalb der EU. Auf einer gemeinsamen Sitzung der Verbände CAB (Großbritannien), UNAC (Italien) und ZVEI wurde eine engere Zusammenarbeit mit den europäischen Herstellern von Fensterantrieben vereinbart.

Ziel ist das Weiterentwickeln des vorbeugenden Brandschutzes auf europäischer Ebene als wichtige Maßnahme zum Schutz von Leben und Gesundheit der Bürger.

Die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Normungsinstituten wird durch die neue Initiative nach Meinung des ZVEI deutlich erleichtert. Wichtige Zukunftsthemen wie natürliche Lüftung und natürlicher Rauch- und Wärmeabzug könnten bereits in einem frühen Stadium europaweit abgestimmt werden.

„Internationale und europäische Normen werden mithilfe der neuen Initiative schneller umgesetzt. Dadurch sind exportorientierte Hersteller von RWA- und Lüftungsanlagen im internationalen Markt wettbewerbsfähiger. Und sparen durch eine wachsende europäische Standardisierung Zeit und Kosten“, freut sich Reiner Aumüller, Vorsitzender des Fachkreises RWA und natürliche Lüftung.

„Auch Gebäudebetreiber profitieren von unserer Zusammenarbeit. Die Qualität von RWA-Anlagen steigt dadurch weiter und die Sicherheit in Gebäuden erhöht sich. Denn 90 Prozent aller Brandopfer sind durch eine Rauchvergiftung zu Tode gekommen“, so Aumüller weiter.

Neben einer abgestimmten Normenarbeit steht die technologische Weiterentwicklung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sowie Lüftungssystemen im Mittelpunkt.

Text: Sicherheit. info

RWA Schulungstermine 2010

18. Dezember 2009

Schulung

Lernen Sie neue Informationen zum Thema Fensterautomation kennen. Seit Jahren bietet STG-BEIKIRCH umfassende Schulungen über Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) nach dem Prinzip der natürlichen Entrauchung (NRA).

Lassen Sie sich in unserem Schulungszentrum theoretisch und praxisnah von unseren erfahrenen Produktspezialisten über unsere Produkte, die erforderlichen Vorschriften, Gesetze und Richtlinien sowie über die Einbausituationen und Bedienung der entsprechenden Produkte schulen. Nach der DIN 18 232 dürfen z. B. nur Sachkundige diese Anlagen verbauen. Ob Sie Techniker, ein Installationsbetrieb, Elektriker oder eine Wartungsfirma sind, lassen Sie sich schulen, erweitern Sie Ihre Kompetenz und erhalten Sie den Nachweis als Sachkundiger in unseren Schulungen.

Wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Anmeldung sowie weitere Informationen finden Sie hier .

Frohe Weihnachten

16. Dezember 2009

Weihnachten
Liebe Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle ein Dankeschön an Sie für die treue Leserschaft. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie schöne, erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2010!

Wir freuen uns darauf, Sie auch im neuen Jahr regelmäßig über Wissenswertes und Informatives aus den Bereichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, natürliche Lüftungssysteme und Antriebssysteme für Rauch- und Lüftungsklappen, sowie über technische Innovationen zu informieren.

Ihr Team

Überarbeitete Richtlinien VdS CEA 4020 ab sofort beim VdSVerlag erhältlich // Aktualisierte Richtlinien gelten für Neuanlagen ab dem 01.04.2010

30. Dezember 2009

VdS Schadenverhütung veröffentlicht die aktualisierten Richtlinien für Planung und Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA), VdS CEA 4020.Die VdS- Richtlinien für RWA werden seit über 30 Jahren ständig weiterent-wickelt. Dabei fließen praktische Erfahrungen aus eigenen Prüfungen im Labor und vor Ort ebenso ein wie Ergebnisse der engen Zusammenarbeit mit
der europäischen Versichererorganisation CEA und der Industrie.

Die Richtlinien VdS CEA 4020 enthalten Anforderungen und Empfehlungen für Planung, Einbau und Wartung von RWA.
Die aktualisierte Ausgabe VdS CEA 4020 beinhaltet folgende Änderungen:
• Berücksichtigung der Möglichkeit zur Entrauchung über die  
  Seitenwände
• Hinweise zum Vorhandensein von Mischlüftanlagen
• Hinweise zur Branddetektion
• Veränderungen der bisher geforderten Aufbauhöhe von Rauch
  und Wärmeabzugsgeräten. Bisher wurde bei allen Geräten
  eine Aufbauhöhe über der Dachhaut von 25 cm gefordert.
  Diese Forderung gilt ab sofort nur noch für Geräte mit einem
  Öffnungswinkel größer 120°.

Die aktualisierten Richtlinien ersetzen die VdS CEA 4020, Ausgabe 2003 und gelten für Neuanlagen ab dem 01.04.2010. Für fachliche Informationen zum Thema RWA steht Alwine Hartwig (Tel.: +49 221 7766-172, E-Mail ahartwig@vds.de ) zur Verfügung.

Die Richtlinien VdS CEA 4020 sind ab sofort beim VdS-Verlag erhältlich. Sie können per Fax (+49 221 7766-109) oder per E-Mail (verlag@vds.de bestellt werden).

Bilder: © VdS Schadenverhütung
Geschrieben von VdS Schadenverhütung   

DIN EN 12101-10 koexistiert weiter mit nationalen Normen

14. Januar 2010

Frankfurt am Main, 18. Dezember 2009 – Die Koexistenzperiode der DIN EN 12101-10 mit nationalen Normen ist europaweit bis zum 1. Mai 2012 verlängert worden. Die Norm beschreibt die Anforderungen und Prüfmethoden für Energieversorgungen von Rauch- und Wärmeabzugssystemen. In Deutschland ist die Norm nach wie vor als alleinige Prüfnorm anzuwenden, da keine DIN Norm die genauen Anforderungen an die Energieversorgung der unterschiedlichen Systeme von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen definiert. Darauf weist der Arbeitskreis Rauchabzug und natürliche Lüftung im Fachverband Sicherheitssysteme des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hin.

Die DIN EN 12101-10 ist auf alle Entrauchungsprinzipien, wie natürlich wirkende Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, maschinelle Entrauchung, Ansteuerung von Rauchschürzen oder Druck-Differenz-Anlagen anzuwenden. Sie erfasst sowohl elektrische als auch pneumatische Systeme. „Mit einer zertifizierten Energieversorgung nach DIN EN 12101-10 erhält der Anwender eine zuverlässige und wirkungsvolle Energieversorgung der Entrauchungssysteme“, sagte Reiner Aumüller, Vorsitzender des Arbeitskreises Rauchabzug und natürliche Lüftung.

Erstmals veröffentlicht wurde die DIN EN 12101-10 im Januar 2006. Die Koexistenz mit nationalen Normen sollte ursprünglich am 31. Dezember 2008 beendet sein. Zum ersten Mal wurde jetzt eine bereits abgelaufene Koexistenzperiode nachträglich verlängert. Weitere Informationen unter www.rwa-heute.de.

Über den ZVEI-Fachverband Sicherheitssysteme:

 

In dem Fachverband haben sich die 60 führenden Unternehmen elektronischer Sicherheitstechnik in Deutschland zusammengeschlossen. Sie stellen unter anderem Brand-, Einbruch- und Überfallmeldesysteme, Videoüberwachungstechnik und Anlagen für die Zutrittskontrolle mit biometrischen Merkmalen her. Im ZVEI als Spitzenverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland haben sich insgesamt mehr als 1.400 Unternehmen organisiert. Sie repräsentieren einen Markt von rund 182 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008.

 

Der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. vertritt die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen der Branche auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er ist Schrittmacher des technischen Fortschritts mit Vorschlägen zur Forschungs-, Technologie-, Umweltschutz-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik und er unterstützt eine marktbezogene, internationale Normungs- und Standardisierungsarbeit. In konkreten Initiativen zeigt der ZVEI Wege zu mehr Wachstum in Deutschland durch Innovationen auf. Der ZVEI repräsentiert mit seinen 23 Fachverbänden und fünf korporativen Mitgliedsverbänden etwa 1.600 überwiegend mittelständische Unternehmen mit insgesamt ca. 182 Mrd. Euro Umsatz jährlich und über 820.000 Beschäftigten (Zahlen zum Jahreswechsel 2007-2008). Mehr über den ZVEI, seine Mission und Vision und die Initiativen erfährt man unter www.zvei.org.

 Ansprechpartner für die Presse: F. Rainer Bechtold, Fon: 069 6302-255

Text: ZVEI

Sicherer Betrieb von Rauchschürzen

26. Januar 2010

Der Fachverbands Tageslicht und Rauchschutz e. V. (FVLR) hat zum sicheren Zusammenwirken von Rauchschürzen und Laufkränen eine Richtlinie herausgegeben.

Gemäß DIN 18 232-2 sind in der Regel Räume von mehr als 1.600 Quadratmeter Grundfläche mit stationären oder beweglichen Rauchschürzen in Rauchabschnitte von maximal 1.600 Quadratmeter zu unterteilen. Sie begrenzen die Rauchbewegung, kanalisieren den Rauch in eine vorgegebene Richtung und verhindern oder verzögern den Eintritt von Rauch in einen anderen Rauchabschnitt. In Hallen mit verfahrbaren Laufkränen, die in der Regel von Mitarbeitern manuell gesteuert werden, besteht jedoch die Gefahr, dass im Alarmfall die Abwicklung der beweglichen Rauchschürzen durch die Kräne gestört wird. In diesem Fall ist aber auch die wirksame Entrauchung des Rauchabschnitts durch die RWA beeinträchtigt. Die neue FVLR-Richtlinie 06 regelt, mit welchen technischen, betrieblichen und organisatorischen Maßnahmen sich ein zuverlässiges Schließen der Rauchschürzen in Hallen mit Laufkränen sicherstellen lässt.

Damit signalisiert werden kann, ob sich der Laufkran in einem Bereich befindet, in dem er den Abwicklungsprozess der beweglichen Rauchschürzen stören könnte, muss die Krananlage über eine automatische elektrische Belegsteuerung verfügen. Sobald der Kran in den Belegbereich hineinfährt, wird über einen Näherungsschalter ein Signal „Belegt“ gesetzt. Verlässt der Kran diesen Bereich, hebt ein weiteres Schaltsignal das Signal „Belegt“ auf.

Wie mit dem Laufkran und der Abwicklung der Rauchschürzen im Brandfall zu verfahren ist, hängt von den im Brandschutzkonzept festgelegten Sicherheitsanforderungen ab. Die neue Richtlinie legt Lösungsmöglichkeiten für unterschiedlich hohe Sicherheitsstufen fest. Für eine niedrige Sicherheitsstufe wird in der „Belegt“-Situation bei einer Branderkennung ein akustisches oder optisches Signal mittels Hupe oder Blitzleuchte oder beides ausgelöst. Für eine höhere Sicherheitsstufe wird durch eine betriebliche organisatorische Planung sichergestellt, dass der Kran die Belegstrecke nur durchfahren kann. Bei Einrichtung der höchsten Sicherheitsstufe werden Rauchschürzen in doppelter Ausführung angeordnet. Der Abstand zwischen den Schürzen muss dabei größer als der Einflussbereich beziehungsweise die Baubreite der Kranbrücke sein. In diesem Fall verschließt ungeachtet des Kranstandorts mindestens eine Rauchschürze zuverlässig den Rauchabschnitt.

Text: Sicherheit.info

Beschilderung von Rauchabzügen

26. Januar 2010

Lebensrettende Warnhinweise

Zur Kennzeichnung von Rauchabzügen und Zuluftöffnungen bietet der Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e. V. (FVLR) neue Schilder und Aufkleber an.
Gebäudebetreiber sind gesetzlich verpflichtet, für die einwandfreie Funktion von installierten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) zu sorgen. Dazu ist sicherzustellen, dass die RWA-Auslösestationen und die Zuluftöffnungen nicht verstellt oder anderweitig blockiert werden. Mit den neuen Schildern und Aufklebern können RWA-Auslösestationen und Zuluftöffnungen gemäß DIN 18 232 weithin sichtbar und einheitlich gekennzeichnet werden, um so auch einer Verstellung und Blockade vorzubeugen. Die Schilder bestehen aus Aluminium, die Aufkleber aus selbstklebendem Kunststoff. Sie sind nach DIN 4066 ausgeführt und tragen die Schriftzüge „Rauchabzug“ beziehungsweise „RWA-Zuluftöffnung – Bitte freihalten“. Die Abmessungen betragen jeweils 297 mm x 105 mm. Außerdem bietet der FVLR einen einheitlichen und langlebigen Aufkleber mit der Aufschrift „Achtung Absturzgefahr – Lichtkuppeln sind nicht begehbar” an. Er warnt insbesondere vor der Gefahr eines Durchsturzes durch die transparenten Teile von Lichtkuppeln und Lichtbändern, falls diese betreten werden.

Text: Sicherheit.info

Zertifikat für Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

26. Januar 2010

Errichter von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen können sich ab sofort vom ZVEI zertifizieren lassen und so ihre Wettbewerbschancen erhöhen.
Das Gütesiegel „ZVEI-Errichter RWA“ erleichtert Gebäudebetreibern die Auswahl qualifizierter Fachfirmen. Gebäudebetreiber verringern nach Ansicht des ZVEI mit der Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs auch ihr Haftungsrisiko. Der Nachweis einer ordnungsgemäß und normgerecht erbauten RWA-Anlage fällt damit Betreibern und Errichtern im Schadensfall deutlich leichter.
Wichtige Voraussetzungen für eine Anerkennung ist der Nachweis einer sachkundigen RWA-Fachkraft und einer Elektrotechnischen Fachkraft nach DIN VDE 1000-10. Der Sachkundenachweis RWA kann zum Beispiel im dreitägigen Seminar „Rauch- und Wärmeabzugsanlage“ der ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme erlangt werden. Das Zertifikat ist auf zwei Jahre befristet und ist nach einer Auffrischungsschulung der Fachkraft in vereinfachter Form erneut zu beantragen.
Text: Sicherheit.info

3-Tages-Seminar mit Sachkundeprüfung – ZVEI Akademie für Sicherheitssysteme

8. Februar 2010

Gilt als Sachkundenachweis für den ZVEI-anerkannten Errichter für Rauch- und Wärmeabzugsanlage

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

Elektromotorisch und Pneumatisch

Nächste Termine (mit Klick auf einen Termin in Ihrem Kalender vormerken)

24.-26. Februar 2010 · Frankfurt am Main · Nr. 10RWA1

19.-21. Mai 2010 · Frankfurt am Main · Nr. 10RWA2

25.-27. August 2010 · Frankfurt am Main · Nr. 10RWA3

Referenten

  • Andreas Budde (Jofo Pneumatik)
  • André Burger (STG Beikirch)
  • Franz Kohler (K+G Pneumatik)
  • Jan König (BTR Hamburg)
  • Christian Plan (Simon RWA)
  • Erwin Schaller (aumüller aumatic)
  • Marcus Schnabel (K+G Pneumatik)
  • Rainer Schulze (STG Beikirch)
  • Kurt Seifert (BTR Hamburg)
  • Klaus Seyfarth (D+H Mechatronic)
  • Martin Weber (Simon RWA)

Teilnahmegebühr

  • Euro 750,-: 3 Tage “Elektromotorisch” und “Pneumatisch” inkl. 2 Prüfungen und Sachkundenachweis
  • Euro 680,-: 2 Tage “Elektromotorisch” inkl. Teilnahmebestätigung
  • Euro 380,-: 1 Tag “Elektromotorisch” inkl. Teilnahmebestätigung
  • 320,- Euro: 1 Tag “Pneumatisch” inkl. Teilnahmebestätigung

Alle Preise zzgl. Mehrwertsteuer und ggf. Übernachtung

Enthalten sind Seminarunterlagen, Mittagessen und Pausengetränke

Zielgruppe

Errichter für Brandschutz und RWA, Elektroplaner für technische Gebäudeausrüstung, Sachverständige, Haustechniker und Fachleute aus Behörden. Technisches Grundverständnis und Grundkenntnisse der RWA (NRA) werden vorausgesetzt.

Nutzen

Sie erhalten den Sachkundenachweis für RWA als Voraussetzung für den ZVEI-anerkannten RWA-Errichter.
Die Teilnehmer erhalten einen Überblick und vertieftes Fachwissen für die Projektierung, Errichtung und Instandhaltung von RWA und Sicherheit im Umgang mit rechtlichen Vorschriften anhand von Übersichten, Praxisbeispielen und Checklisten.

Das Seminar hilft, systematisch bei der Planung vorzugehen, Vorschriften zu beachten, typische Fehler zu vermeiden, verschiedene Umgebungsbedingungen mit einzubeziehen und sicherer beim Kunden aufzutreten.

Inhalte

I. Tag - Elektromotorisch

1. Grundlagen der Entrauchung

  • Thermischer Auftrieb
  • Rauchmengen
  • Brandschutzkette
  • Schutzziele

2. Projektierung und Rechtsgrundlagen

  • MBO / LBO
  • Sonderbauverordnung / Industriebaurichtlinie
  • DIN 18232-2
  • EN 12101
  • Wind- und Schneelasten

3. Montage, Abnahme und Instandhaltung

  • UVV
  • Dokumente
  • Wartungsvertrag
  • DIN 31051
  • VOB

II. Tag - Elektromotorisch

4. Technische Grundlagen

  • Elektrotechnik – Spannungsabfall / Leitung, Batterietypen, Netzteile (harte/weiche), Spannungsarten, Leistung, Widerstand (Ohmsches Gesetz)
  • Mechanik – Hebelgesetze, Gewichtskraft
  • Pneumatik

5. Elektromotorische Gerätekunde

  • Antriebe
  • Zentralen
  • Melder, Taster
  • Externe Ansteuerungen
  • NRWG

6. Strukturierte Fehlersuche und Beseitigung

  • Prinzip Überwachungswiderstände
  • Sicherungen
  • Stromspitzen
  • Anlaufströme
  • VdS-Triggern
  • Antriebe
  • Messtechnik
  • Meldelinien

Sachkundeprüfung Elektromotorisch

III. Tag - Pneumatisch

7. Pneumatische Gerätekunde

  • Zylinder
  • Zentralen
  • Melder, Taster
  • Externe Ansteuerungen
  • NRWG
  • Pneumatische / Pyrotechnische Geräte

Sachkundeprüfung Pneumatisch

Anmeldung

Ihr Ansprechpartner

Eckart Roeder
Dipl.-Betrw. (BA)
ZVEI Akademie GmbH für Sicherheitssysteme
Lyoner Straße 9

60528 Frankfurt am Main

Fon 069 6302-257
Fax 069 6302-1257
Mail roeder(at)zvei.org

RWA-Fachgruppe ruft zur Mitarbeit auf

8. Februar 2010

Zur nächsten Sitzung der Fachgruppe Rauch- und Wärmeabzugslangen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer im ZVEI am 18. März 2010 sind interessierte Unternehmen aus den Bereichen Planung, Errichtung und Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) zur Gast-Teilnahme eingeladen.

Der starke Zuwachs an aktiven Mitgliedern der Fachgruppe RWA zeigt deutlich, dass dort an Themen gearbeitet wird, die für Planer und Errichter von RWA-Anlagen gleichermaßen wichtig sind. „Die Erstellung von Infobroschüren und Merkblättern rund um das Thema RWA ist uns ebenso ein Anliegen, wie die Mitarbeit an Normen und Richtlinien zur Planung, Errichtung und Instandhaltung“, betont der Vorsitzende der Fachgruppe, Dietmar Vogel von Bretz & Hufer Gebäudesystemtechnik GmbH aus Frankfurt am Main.

Aktuell arbeitet die Fachgruppe an dem Entwurf einer Instandhaltungsrichtlinie für RWA, der Definition von Schnittstellen von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und an dem Thema kraftbetätigte Fenster in Hinblick auf die neue Maschinenrichtlinie.

Eine Anmeldung zur Fachgruppe ist formlos per Email bei der Geschäftsstelle möglich.

ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. Errichter Sicherheitssysteme
Lyoner Str. 9
D-60528 Frankfurt/M.

Tel.: +49 69 6302-257
Fax: +49 69 6302-1257

Web: www.zvei.org/errichter

Fensterautomation auf hohem Niveau

4. März 2010

STG-BEIKIRCH auf der fensterbau/frontale 2010

Energetisch optimierte Fensterkonstruktionen mit intelligenten Antriebssystemen und erhöhten bauphysikalischen Ausstattungen sind angesichts der EnEV 2009 sowie der bereits für das Jahr 2012 angekündigten weiteren Verschärfung ganz bestimmt ein herausragendes Thema auf dem Messegelände in Nürnberg. Die Industrie ist hier besonders gefordert, gerade für das Bauelemente Fenster optimale Lösungen und Systeme zur Verfügung zu stellen, damit die Planer und Verarbeiter auch für die Zukunft gut gerüstet sind. Denn diese erwarten entscheidende Impulse für kundenorientierte Lösungen von der Planung bis zur Ausführung.

Das alles gibt es bei STG-BEIKIRCH in Halle 7A auf dem Stand 7A-526. Unter dem Motto „Neue Trends in der Fensterautomation“ präsentiert das Unternehmen aus Lemgo-Lieme auf der 12. Internationalen Leitmesse fensterbau/frontale 2010 vom 24. bis 27. März 2010 in Nürnberg ein ganzheitliches Bild ihrer umfangreichen Leistungspalette aus dem innovativen Geschäftsbereich der Antriebs- und Steuerungstechnik. Dabei geben die Techniker Antworten auf die Fragen zur Belichtung, Be- und Entlüftung sowie Entrauchungssystemen RWA und NRWG.

Anhaltender Trend zur natürliche Be- und Entlüftung der Fassade
Fensterautomation ist und bleibt auch ein deutlich wachsender Markt innerhalb Europas. Gerade im Bereich des industriellen Hochbaus beobachtet STG-BEIKIRCH einen anhaltenden Trend, die natürliche Be- und Entlüftung immer mehr zu nutzen und mit weiterem Zusatznutzen, z.B. für den natürlichen Rauch- und Wärmeabzug (NRWG) zu verbinden. Die Antriebsspezialisten haben sich deshalb auf die Fahne geschrieben, noch mehr Anreize für die intelligente Ausstattung von großen und kleinen Bauelementen zu bieten und präsentieren in Nürnberg neben ihren intelligenten bewährten Antrieben ein Feuerwerk an aktuellen Neuentwicklungen.

Profilintegrierte Kettenantriebe für Flügel- und Rahmenkonstruktionen
Der Architekt bevorzugt heutzutage für seine Fassade intelligent ausgestattete puristische Profilgenerationen ohne sichtbare störende Beschlags- oder Antriebskomponenten. Hierfür hat STG-BEIKIRCH seine profilintegrierten Kettenantriebe mit im Gepäck. Präsentiert werden interessante Lösungen, die ein hohes Maß an projektspezifischen Anpassungen erlauben und sich darüber hinaus entsprechend dem Nutzungskonzept des Bauprojektes steuerungs-technisch individuell konfigurieren lassen. Die Antriebe lassen sich selbst in filigranste Profilgenerationen integrieren, ohne die bauphysikalischen Eigenschaften des Fensters im Hinblick auf Wärmedurchgang, Dichtigkeit oder Statik zu beeinträchtigen.

Die Highlights auf dem Messestand sind profilintegrierte und frei konfigurierbare Kettenantriebe wie z.B. der LM-EasyDrive, der Kettenantrieb OM für RWA und natürliche Be- und Entlüftung, der CM Kettenantrieb für hohe Druckkräfte und der WPS-Eingriffsschutz für automatisch schließende Fenster.

Kettenantrieb LM Easy-Drive
Der Kettenantrieb LM Easy-Drive wurde für die Anforderungen an kraftbetätigte Fenster mit Eingriffs- und Einklemmschutz nach Schutzklasse 3 konstruiert und kombiniert den Rauchabzug und die Lüftung. Dabei sind die Hublängen und Ausstellgeschwindigkeiten je nach Wunsch konfigurierbar. Alle Einstellungen können praktisch über USB über eine PC-Bedienoberfläche vorgenommen werden. Durch die automatische Synchronisierung können bis zu acht Antriebe an einem Flügel, ohne ein zusätzlich benötigtes Synchronmodul, laufen.

Profilintegrierten Kettenantrieb OM für RWA und natürliche Be- und Entlüftung
Der schmale OM Kettenantrieb ist die Antwort auf die Forderung nach einer ansprechenden Lösung für die verdeckt liegende Montage von besondere Baukonstruktionen, wie z.B. Glasarchitekturen, Fassaden und Treppenhäusern. Er eignet sich besonders für die Profilintegration.

CM Kettenantrieb für hohe Druckkräfte
Der CM Kettenantrieb ist der Shooting-Star der Produktfamilie. Er wurde für die Aufnahme hoher Druckkräfte konstruiert und eignet sich besonders für den Einbau überall dort, wo hohe Kräfte benötigt werden. Ein schlankes und geradliniges Design bietet eine optisch ansprechende Kombination zur hohen Kraft. Eine einfache Montage und Elektroinstallation war bei der Entwicklung des CM Antriebs besonders wichtig, sowie die Möglichkeit, ein Single- und Tandembetrieb auch in Kombination mit einem Verriegelungsantrieb zu realisieren.

WPS – intelligenter Schutzengel für automatische schließende Fenster
Mit seinem WPS-System reagiert STG-BEIKIRCH auf die Anforderung nach automatischer Bedienung oder Zentralsteuerung, wo es besonders auf Sicherheit und Eingriffschutz für automatisch bedienbare (kraftbetätigte) Fenster ankommt. Gerät z. B. beim automatischen Schließen eine Kinderhand zwischen Fenster und Rahmen, droht sie eingeklemmt zu werden. In dieser Situation greift das WPS als “unsichtbarer Schutzengel“ ein, das den Schließvorgang des Fensters frühzeitig stoppt. Das WPS wird ohne bauliche Maßnahmen installiert und ist daher auch völlig herstellerunabhängig bei allen Antrieben und Fenstern einsetzbar.

Intelligente Steuerungen nach individuellen Nutzerbedürfnissen
Meistens wird die Fensterautomation über eine Gebäudeleittechnik automatisiert betrieben, sodass der Anwender gar nicht bewusst registriert, wann gelüftet wird. Der Ersatz von teuren Klimaanlagen wird längst nicht mehr diskutiert. Im Vordergrund der Projektierung steht die EnEV-gerechte Ausnutzung der Energie, verbunden mit weiterem Zusatznutzen, beispielsweise durch automatisierte RWA-Steuerung. Heute hat der Anwender die Möglichkeit individuell zu entscheiden, entweder die Steuerung seiner Antriebe über die GLT vorzunehmen oder manuell zu betätigen.

Grundsätzlich steht der Doppelnutzen in erste Linie im Vordergrund der Automation. Dabei ist die Integration der Antriebe je nach Antriebstyp auch im Flügel oder im Blendrahmen möglich. Ein weiteres Kriterium ist der Intelligenzgrad der Steuerungsmöglichkeiten. Hier bietet STG-BEIKIRCH einerseits Antriebe an, die sich über die GLT steuern lassen, oder andererseits Antriebe mit bauseitigen intelligenten Ausstattungen, so dass sich nachträglich anwendungsbezogen einzelne Parameter konfigurieren lassen. Hierzu gehören z.B. die nachträgliche Synchronisierung der Ausstellgeschwindigkeiten und -weiten, Kräfte usw.

Öffnungsartenvarianten und automatische Verriegelungen:
STG-BEIKIRCH bietet seine Antriebe für unterschiedliche Fensterkonstruktionen an. In der Regel werden Kipp-, Klapp, Senk-/Klapp- und Parallelausstellfenster bevorzugt mit profilintegrierten Antrieben ausgestattet. Denkbar sind aber auch projektspezifische Sonderlösungen. Die Varianz der Möglichkeiten ist unendlich. Auch das Thema Verriegelung kommt nicht zu kurz. Die profilintegrierten Kettenantriebe lassen sich auch mit Verriegelungsantrieben kombinieren. Nach der verschärften EnEV kommt es dabei besonders auf die Dichtigkeit eines Fensters an. Um alle Angriffs- und Verschlusspunkte dicht zu bekommen empfiehlt STG-BEIKIRCH die Verriegelung über einen integrierten Beschlag. Die Ideen für neue Produktenwicklungen sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Ausstellweiten und Hublängen 
STG-BEIKIRCH bewegt sich bei den Ausstellweiten, z.B. bei RWA, bis zu 800 mm Hublänge innerhalb von 60 Sekunden, so wie es die EN Norm 12101 – 2 verbindlich vorschreibt. Für die kontrollierte natürliche Lüftung werden meistens Hublängen zwischen 300 bis 500 mm verlangt. Für Lüftungszwecke lässt sich die Steuerung auch über die GLT so konfigurieren, dass im RWA-Fall die volle Ausstellweite benutzt und für den Lüftungsfall z.B. nur eine für den Tagesbetrieb ausreichende Hublänge von 300 mm steuerungstechnisch hinterlegt wird.

Umfangreiches Produktportfolio und Know-how
Auf dem Gebiet von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, natürlichen Lüftungssystemen und Antriebssystemen für Rauch- und Lüftungsklappen entwickelt das Unternehmen eine Vielzahl technischer Innovationen und Dienstleistungen rund um das Thema „Fensterautomation“. STG-BEIKIRCH bietet Planern und Verarbeitern individuelle Lösungsvorschläge und intelligente Produktentwicklungen für unterschiedliche Bauaufgaben. Das scheinbar Unmögliche wird möglich gemacht, durch die zur Unternehmensgruppe gehörenden Hauptgeschäftsbereiche Forschung & Entwicklung sowie durch das umfangreiche Know-how der Projektierung, die seit beinahe drei Jahrzehnten die Fensterindustrie erfolgreich begleitet.

Marktplatz für innovative Fensterautomation
Die fensterbau frontale 2010 ist die ideale Plattform, um unseren Marktpartnern die Möglichkeiten innovativer Antriebstechniken in einem internationalen Umfeld zu präsentieren“, so Heino Schello, Geschäftsbereichsleiter der Fensterautoma-tion bei STG-BEIKIRCH Industrieelektronik und Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG in Lemgo-Lieme. „Wir wünschen uns interessante Kontakte und natürlich aufschlussreiche Diskussionen mit den Fachbesuchern der Branche für weitere Produktideen, die uns langfristig interessante Entwicklungsaufgaben für unseren innovativen Geschäftsbereich der Fensterautomation bescheren.“

Neuheiten im Bereich RWA

16. März 2010

Die Firma STG-BEIKIRCH, ein Unternehmen der ESSMANN GROUP, stellt in Nürnberg die neuesten Produkte und Technologien im Bereich Rauch und Wärmeabzugsanlagen vor. Das Thema energieeffizientes Bauen rückt dabei immer mehr in den Fokus. Klimawandel, abnehmende Ressourcen und steigende Energiepreise stellen große Herausforderungen für Unternehmer und private Verbraucher da. Welche Möglichkeiten gibt es, energieeffizientes Bauen wirtschaftlich und planbar zu realisieren? Die Lösung bieten Flachdächer und Fassaden, ausgestattet mit intelligenten Belichtungs-, Be- und Entlüftungs- sowie Entrauchungssystemen. Der konfigurierbare RWA-Kettenantrieb für Rauchabzug und Lüftung LM- EasyDrive erfüllt die Anforderungen an kraftbetätigte Fenster mit Eingriffs- und Einklemmschutz nach Schutz-klasse 3. Druck; Zugkräfte, Hublängen und Ausstellgeschwindigkeiten sind je nach Wunsch konfigurierbar. Der Kettenantrieb OM für RWA und natürliche Be-und Entlüftung wird profilintegriert eingebaut und ist für die verdeckt liegende Montage in Holz- und Aluminiumfenstern geeignet. Der CM-Kettenantrieb ist als Spezialist für hohe Druckkräfte ideal für den Einsatz an Dach- und Klappfenstern, wo hohe Kräfte benötigt werden. WPS ist ein “intelligenter Schutzengel” für automatisch schließende Fenster. Es handelt sich um einen Eingriffsschutz, bei dem eine spezielle Lichtschranke die Gefahr, dass ein Mensch eingeklemmt werden könnte, schon im Vorfeld erkennt. Der Schließvorgang des Fensters wird frühzeitig gestoppt. Das WPS ist ohne bauliche Maßnahmen installierbar und herstellerunabhängig bei allen Antrieben und Fenstern einsetzbar.

Marktverunsicherung in LV-Texten

23. April 2010

In jüngster Zeit findet man im Markt LV’s, die sich auf die prEN 12101-9 und EN 12101-10 beziehen.

Die Spitzfindigkeit einzelner Anbieter im Markt liegt jedoch im Begleittext. Hier werden salop Bezeichnungen, wie “zertifiziert nach….” oder “Zulassung nach….” mit diesen beiden Normen in Verbindung gebracht.

Synonyme aus dem „Duden“ für „Zulassung”:

Duldung, Erlaubnis, Genehmigung, Gestattung; (bildungsspr.): Tolerierung.

Somit sollten keine geprüften (pr) EN 12101-9/10 Produkte mit einer “Zulassung” bezeichnet werden, sondern allenfalls als „geprüft nach …“ mit Hinweis auf die Prüfgrundlagen, z.B. DIN EN 12101-10.

Die Bezeichnung “zertifiziert” verbietet sich von selbst bei der prEN 12101-9, da KEINE Zertifizierung erfolgen kann wenn eine Norm zwar veröffentlicht wurde, diese jedoch nicht verabschiedet ist. Bei der EN 12101-10 wurde die Koexistenzphase verlängert.

Achtung „Spitzfindigkeit“:

„Geprüft nach …“ sagt nichts darüber aus, ob die Prüfungen auch bestanden wurden!

Beispiele:

„Bedienstelle gemäß pr EN 12101-9 und VdS 2592 entwickelt“, sagt ebenfalls nichts über die Tauglichkeit aus. Kann sachlich jedoch erst mal nicht angezweifelt werden, außer es sind offensichtliche Mängel erkennbar (z.B. Farbe des Gehäuses in blau).

Fazit:

Marktbegleiter zeigen eindrucksvoll, wie die Unwissenheit geschickt für eigene Zwecke genutzt wird und letztendlich zu Verunsicherungen im Markt führt.

Innovation in der Rauchfreihaltung von Rettungswegen

30. April 2010

Architektur

Mit 23 Stockwerken und 89 m Gesamthöhe ist das Sky Office einer der auffälligen Büro­türme in Düsseldorf. Die transparente, filigran wirkende Hülle und das flügelförmige Dach machen das Sky Office zum Blickpunkt für den nahen Kennedydamm. Der Grundriss- und das Erschließungskonzept ermöglichen effiziente Arbeitswelten, die die heuti­gen Anforderungen an Flexibilität und Kommunikation erfüllen.

Technik

Weiterführende Informationen zur innovativen RDA LON-Bus-Technologie entnehmen Sie bitte dem Fachartikel hier.
(hier speziell die Seiten 38 / 39 im PDF-Dokument)

oder der dieses Thema noch einmal vertieft finden Sie hier.

anlässlich eines Fachvortrages

DZB+BAUcolleg zum Sky Office Düsseldorf

19. Mai 2010

In Zusammenarbeit mit STG-BEIKIRCH, der DZB Deutsche Bauzeitschrift und weiteren Baubeteiligten am Sky Office in Düsseldorf veranstaltet die update:BAU Fachsymposien zum Thema “ingenhoven architects – Sky Office, Düsseldorf”.

Die Fachveranstaltungen informieren themenbezogen über neueste Entwicklungen und den sich permanent verändernden Stand der Technik. Den Einstieg bilden jeweils prominente Bauwerke, moderiert von Redakteuren führender Fachzeitschriften, Mitarbeitern unterschiedlicher industrieller Gewerke oder den Architekten selbst.

Diese Fachsymposien finden bundesweit an ausgewählten Universitäten vor Auditorien von Architekten, Bauingenieuren, Fachplanern und Studenten statt. Hinter diesem Vermittlungskonzept von Fachinformationen aus dem Bereich Architektur und BAU steht eine Gruppe von Architekten und Fachjournalisten. Information, Dokumentation und Diskussion auf fachlich hohem Niveau. Als Plattform für den praxisorientierten Wissens- und Erfahrungsaustausch konzipiert, ermöglicht es update:BAU allen Beteiligten, Inspirationen für die tägliche Arbeit zu schöpfen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei den Fachsymposien zum Thema Sky Office in Düsseldorf berichtet unter anderem Dipl.-Ing. Rudolf Jonas von ingenhoven architects persönlich über die Entwicklung und Grundrissgestaltung des Sky Office. Als Doppellinse mit zwei Erschließungskernen bietet das Bauwerk viele Vorteile: Hohe Tageslichtausbeute, flexible Grundrisse, gleichwertige Arbeitsplätze. Weitere Vorträge behandeln die neusten Entwicklungen im Bereich Lüftungstechnik und Fluchtwegentrauchung. STG-BEIKIRCH berichtet, wie rauchfreie Rettungswege im Brandfall durch Überdruck mit der RDA Technologie im Sky Office gewährleistet werden.

Weitere Informationen sowie die Veranstaltungstermine finden Sie hier.

STG-BEIKIRCH auf Messe-Reise

19. Mai 2010

Im Frühjahr 2010 präsentierte sich STG-BEIKIRCH auf den Messen fensterbau/frontale und auf der Light+Building und stieß damit auf eine überaus positive Resonanz der jeweiligen Fachbesucher.

Vom 24. bis 27. März 2010 strömten über 103.974 Fachbesucher (2008:102.947) in die Hallen des Messezentrums Nürnberg, um sich über Neuheiten und Innovationen zu informieren. Die fensterbau/frontale ist die Internationale Fachmesse für Fenster, Tür und Fassade im Verbund mit der Holz-Handwerk und findet alle zwei Jahre statt.

STG-BEIKIRCH präsentierte mit 1.273 Ausstellern aus 35 Ländern in dem komplett belegten Messezentrum die neusten Trends der Fensterautomation im Bereich der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Flachdächer und Fassaden, ausgestattet mit intelligenten Belichtungs-, Be- und Entlüftungs- sowie Entrauchungssystemen. Hierfür präsentierte STG-BEIKIRCH einige Neuheiten in Nürnberg. Zu sehen gab es z. B. den konfigurierbaren Kettenantrieb LM-EasyDrive, den profilintegrierten Kettenantrieb OM für RWA und natürliche Be- und Entlüftung, sowie das WPS – unser intelligenter Schutzengel für automatisch schließende Fenster. Auf ein überaus hohes Interesse beim Fachpublikum ist STG-BEIKIRCH mit einer neuen Entwicklung gestoßen. Der CM Kettenantrieb. Als Spezialist für hohe Druckkräfte ist er ideal für den Einsatz an Dach- und Klappfenstern, wo hohe Kräfte benötigt werden. Das schlanke und geradlinige Design überzeugte mit einer optisch ansprechenden Kombination zur hohen Kraft. Eine einfache Montage und Elektroinstallation war bei der Entwicklung des CM Antriebs besonders wichtig, sowie die Möglichkeit einen Single- und Tandembetrieb auch in Kombination mit einem Verriegelungsantrieb zu realisieren. Eine durchweg gelungene Messe für STG-BEIKIRCH.

Auf der Light+Building der Weltleitmesse für Architektur und Technik präsentierte STG-BEIKIRCH ein absolutes Highlight. Vom 11. bis 16. April 2010 stellten in Frankfurt am Main über 2.200 Aussteller aus über 50 Ländern ihre Neuheiten und Trends für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation vor. Auf dem Gemeinschaftsstand des ZVEI informierte STG-BEIKIRCH mit einer multimedialen Informationsstelle am Messestand über aktuelle Trends im Bereich der Gebäudeautomation. Per Handklick konnten sich die über 180.000 Messebesucher (2008:167.000) einen Eindruck über die Natürliche Entrauchung, die kontrollierte Be- und Entlüftung und Fassadenautomation von STG-BEIKIRCH verschaffen. Virtuell wurden Präsentationen über die LON Bustechnologie, über Rauchschutz-Druck-Anlagen (RDA), über die Gebäudeleittechnik und über unsere LiSE© die Aufzugsschacht-Entrauchung gezeigt.

ZVEI Seminar

19. Mai 2010

-  Grundlagen Brandmeldetechnik und anlagentechnischer Brandschutz -

Die ZVEI, die Akademie für Sicherheitssysteme, bietet Schulungen zum Thema “Grundlagen Brandmeldetechnik und anlagentechnischer Brandschutz” an.

Das herstellerneutrale Seminar richtet sich an Errichter, Planer und Hersteller zur Auffrischung des Wissens für Fachleute und neue Mitarbeiter. Sie lernen die Struktur und den Aufbau eines Brandmeldesystems kennen und verstehen den Zusammenhang zwischen anlagentechnischem und baulichem Brandschutz. Hauptverantwortliche Personen von Errichtern und Planern für Brandmeldeanlagen müssen entsprechend der Zertifizierungsvorgaben nach Tabelle L4 der DIN 14675 für das alle vier Jahre durchzuführende Audit eine Auffrischungsschulung nachweisen. Die Teilnehmer dieser Schulung erhalten den erforderlichen Nachweis.

Die Referenten der Seminare sind Experten für Sicherheitssysteme der führenden Hersteller aus den nationalen und internationalen Normungsgremien und der Wissenschaft, aber auch Praktiker mit Erfahrung im täglichen Umgang mit den betreffenden Anlagen.

Termine
09. Juni 2010 – Stuttgart

17. August 2010 – Leipzig

30. November 2010 – Essen

Anmeldung sowie weitere Informationen finden Sie hier . 

Deutsche Norm für RWA-Anlagen wird globaler ISO-Standard

9. Juni 2010

Logo ZVEI

Dem ZVEI-Fachkreis Rauch- und Wärmeabzug und natürliche Lüftung (RWA und nL) ist es gelungen, das in Deutschland seit Jahrzehnten bekannte hohe technische Niveau von RWA-Steuerungen und -Energieversorgungen über die europäische Ebene hinaus auf den weltweiten ISO-Standard zu heben.

Der Fachkreis im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat zwei wesentliche Normungsvorhaben auf den Weg gebracht und stellt im ISO TC 21/SC11 zwei wichtige Working Group Convenors. Die Working Group 5 definiert in der ISO 21927-9 die Anforderungen und Prüfmethoden an die Steuerungszentralen. In der Working Group 6 werden die Anforderungen und die Prüfmethoden für die Energieversorgungen definiert. Beide Normen entsprechen im Wesentlichen dem Stand der bereits in Europa veröffentlichten Norm EN 12101-10 und der sich in der Veröffentlichung befindlichen EN 12101-9.

Obwohl – im Gegensatz zur europäisch harmonisierten, unter der Bauproduktenrichtlinie mandatierten Normenreihe EN 12101 – die Anwendung der ISO-Normen nicht in jedem Land verpflichtend vorgeschrieben ist, setzen sie dennoch den Sicherheitsstandard auf ein weltweit vergleichbares Maß. Die Erstellung dieser beiden Normen war notwendig, da mit den bereits veröffentlichten Normen ISO 21927 Teile 1 bis 3 zwar die Rauchschürzen, natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsgeräte und maschinellen Entrauchungsventilatoren geregelt waren, deren Ansteuerung und Energieversorgung aber bislang nicht.

Die beiden Normen ISO 21927-9 und 21927-10 sollen, wie die europäischen Normen, für alle Systeme der Rauch- und Wärmefreihaltung angewendet werden, das heißt für Rauchschürzen, NRWGs, MRAs, RDAs und weitere. Auch die unterschiedlichen Arten der Energieversorgung (zum Beispiel elektrisch, Kohlendioxid) werden in diesen Normen behandelt. Die beiden DIS (draft international standard) ISO-Normen befinden sich derzeit in der Umfrage. Es ist damit zu rechnen, dass diese beiden ISO-Normen noch im Jahr 2010 veröffentlicht werden.

Text: ZVEI

Rauchmelder in Aufzugsschächten

24. Juni 2010

Die DEKRA (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein) hat zum Thema Aufzugsschacht-Entrauchung ein Gutachten erstellt und den Einsatz von Rauchmeldern in Aufzugsschächten praxisrelevant geprüft. In der Stellungnahme wird unter Berücksichtigung von aktuellen Normen und VdS-Richtlinien auf den sachgerechten Einsatz von Rauchmeldern in Aufzugsschächten hingewiesen.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Stellungnahme der DEKRA vom 24.02.2010:
1. Punktförmige Rauchmelder in Aufzugsschächten sind zurzeit aufzugfremde Einrichtungen im Sinne der Aufzugsrichtlinie 95/16/EG, der TRA 200 und der DIN EN 81-1 und -2.
2. Der Einsatz von Rauchmeldern ist entsprechend der Norm VDE 0833-2 (06.2009) zu planen. Als Rauchmelder bei Raumhöhen über 12 Metern müssen gemäß Punkt 6.1.5.3 (Tabelle 1) Ansaug-rauchmelder nach DIN EN 54-20 verwendet werden.

Zu beachten ist allerdings, dass sich dieses Gutachten nur auf einen Rauchmelder in einem Aufzugsschacht von 12 m Höhe bezieht. Die Möglichkeit der Differenzierung zwischen Singular- und Pluralform bezogen auf die Rauchmelder im Aufzugschacht wird im Gutachten leider gänzlich vernachlässigt.
Die DIN VDE 0833-2 bezieht sich nicht auf Fahrschächte, da es keine Norm für Rauchmelder in Fahrschächten gibt. Aus diesem Grund können Vorgaben aus dieser Norm für z. B. Installationsabstände nicht pauschal übernommen werden. Denn je kleiner das Raumvolumen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Rauch detektiert wird. Der Bezug auf die DIN VDE 0833-2 kann somit nicht verbindlich für die Gegebenheiten in einem Fahrschacht herangezogen werden.
Die Herleitung dieses Gutachtens könnte ebenso die Aussage „…ein Rauchmelder funktioniert nicht im Hochregallager“ implizieren.

Aus diesen Gründen wurde das LiSE® System von STG-BEIKIRCH mit mehreren Rauchmeldern ausgestattet und die Funktion durch reale Praxistests seitens des TÜV gutachterlich nachgewiesen.

Fazit:
Das Rauchansaugsystem und das LiSE® System sind beides anwendbare Produkte, wofür es jedoch weder Normen noch Richtlinien gibt und somit Zertifizierungen nicht möglich sind. Für den Nachweis einer Tauglichkeit wurde das LiSE® System im realen Fahrschacht verbaut und mit heißem Brandrauch positiv auf die Funktion der Rauchdetektion vom TÜV getestet. Fehlinterpretationen, basierend auf Stellungnahmen mit nur einem Rauchmelder, tragen nicht zur gewünschten Transparenz im Markt bei.

Riegelmotor RM Basic

24. Juni 2010

Der neue Riegelmotor RM Basic von STG-BEIKIRCH zur Ent- und Verriegelung von Fenstern. Der RM Basic dient zur motorischen Verriegelung an Kipp-, Dreh- und Schwingfenstern einwärts öffnend über den im Fenster integrierten Beschlag in Kombination mit weiteren Kettenantrieben an einem Fenster.

Wahlweise kann der RM Basic bis max. 600 N oder bis max. 1200 N Schubkraft bestellt werden. Die Hubweite beträgt 18 mm, Sondervarianten bis 36 mm sind ebenfalls möglich. Durch eine eingebaute Lastabschaltung und Folgesteuerung ist ein automatisches lastabhängiges Abschalten beim Erreichen der Endpositionen möglich. Die Montage kann problemlos auf dem Flügel oder verdeckt liegend im Profil erfolgen. Je nach Einbausituation kann der Mitnehmer links oder rechts montiert werden und die Verriegelungsrichtung kann jederzeit verändert werden. Der Riegelmotor RM Basic ist nach neustem Stand TÜV Baumuster geprüft und ist kompatibel mit den Kettenantrieben der Serien FM (mit Meldekontakt), LM/2 und demnächst mit CM, EM/2 und OM/2.

Nenndaten
Nennspannung:       24 V DC
Hubweite:              18 mm (Sonderhub bis 36 mm auf Anfrage)
Kraft:                    600 N oder 1200 N
Zuhaltekraft:          3000 N
Laufzeit:                ca. 6 Sekunden bei Nennlast
Gehäuse:               Aluminium
Endkappen:            Kunststoff, schwarz
Farbe:                   RAL 9006 oder RAL 9010

Zubehör
Mitnehmer: mit 30 oder 35 mm Länge, nicht im Lieferumfang enthalten

Jetzt nach prEN 12101-9 und EN 12101-10 geprüft

24. Juni 2010

Bewährte MZ2 Modulzentrale für Rauchabzug und Lüftung erfüllt aktuelle europäische Normen

Das Zentralensystem MZ2 ist bereits seit mehren Jahren erfolgreich am Markt vertreten und dient zur Steuerung von Rauch- und Wärmeabzügen (RWA) und DIN-geprüften natürlichen Rauch-Wärmeabzugsgeräten (NRWG). Neu ist, dass die MZ2 – neben der TÜV-Bauartzulassung – nun auch nach den aktuellen Normen DIN prEN 12101-9 und EN 12101-10 erfolgreich geprüft wurde. Diese Normen beinhalten Prüfkriterien zur Beurteilung der Funktionssicherheit von RWA-Steuerungen und entsprechen zu großen Teilen den VdS Richtlinien 2593 und 2581. Inhalt der Normen ist die Prüfung der Energieversorgung und der elektrischen Steuereinrichtungen, welche im MZ2 System serienmäßig enthalten sind. Durch diesen Prüfnachweis erlangt der Anwender einen Verwendbarkeitsnachweis zur Vorbeugung von Differenzen unterschiedlicher Meinungsbilder bei Abnahmen über die Funktionssicherheit der Anlage. Zugleich erhält der Anwender eine moderne, modular aufgebaute und frei konfigurierbare RWA-Steuerung, bei der die Flexibilität und die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle steht.

Bei der MZ2 handelt es sich um ein digital programmierbares Kontrollsystem, dessen Konfiguration vor Ort mit einem PC und der entsprechenden Software geändert werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen hardwaremäßig betriebenen Steuerungen erlaubt die Modulzentrale MZ2 eine nachträgliche Veränderung anhand eines intelligenten Konfigurations-Softwareprogramms. Hiermit lassen sich problemlos alle Funktionen nachträglich anpassen, ohne dass aufwendige Veränderungen in der Verdrahtung vorgenommen werden müssen. Viele Abläufe werden dadurch bereits im Planungsstadium vereinfacht. Es genügt lediglich die Basiseinstellung in der Projektstartphase. In der späteren Projektierung folgt dann ohne großen Aufwand und ohne nachträgliche Korrekturen in der Technik die problemlose Feinjustierung.

Die MZ2 kann nicht nur in RWA-Anlagen eingesetzt werden, sie kann auch zur Natürlichen Be- und Entlüftung oder für Belüftungssysteme der Gebäudeleittechnik genutzt werden. Die MZ2 vereinigt viele Funktionen, die andere Modulsysteme nur durch Zusatzsysteme leisten können, wie z. B. eine integrierte Wartungsfunktion, die Weiterleitung von Meldungen, einen serienmäßigen Anschluss für
Wind-/Regenmelder, die Auswertung der Wind-/Regenmeldung sowie eine Hubbegrenzung. Zudem stellt die Anbindung an das STG-BEIKIRCH RWA-LON-BUS System ein Novum dar, und bietet dadurch erweiterte Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten in der Gebäudeleittechnik (GLT).

Auszeichnung zum RWA-Fachbetrieb

14. Juli 2010

Schlentzek & Kühn OHG mit Sitz in Berlin ist vom ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik – und Elektronikindustrie e.V. als qualifizierter Fachbetrieb für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) anerkannt worden.
Damit verpflichtet sich Schlentzek & Kühn OHG zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards bei der Planung, Errichtung und Instandhaltung. Die Qualitätsstandards wurden vom Verband überprüft und mit dem Zertifikat bescheinigt.
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen schützen Menschen bei Feuer in Gebäuden. Sie halten Flucht- und Rettungswege im Brandfall länger rauchfrei, so dass die Menschen sicher aus dem Gebäude gelangen können.
Mit der Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs verringert sich nach Ansicht von Geschäftsführer Christian Kühn auch das Haftungsrisiko für Gebäudebetreiber. Der Nachweis einer ordnungsgemäß und normgerecht erbauten RWA-Anlage fällt damit deutlich leichter.
Wichtige Voraussetzungen für eine Anerkennung sind der Nachweis einer sachkundigen RWA-Fachkraft und einer Elektrotechnischen Fachkraft nach DIN VDE 1000-10. Nur zertifizierte Betriebe dürfen sich als “ZVEI Errichter RWA“ bezeichnen und das Logo “ZVEI Errichter Sicherheitssysteme“ führen.

Brandschutzexperten in Düsseldorf

15. Juli 2010

Am 29.06.2010 veranstaltete die Ingenieurkammer Bau ihre alljährliche Brandschutztagung in der Düsseldorfer Stadthalle. Udo Kirchner, Tagungsleiter und Geschäftsführer von Halfkann+Kirchner, konnte insgesamt 650 Teilnehmer und 39 Fachaussteller begrüßen. Das Tagungsprogramm war stark geprägt von Neuigkeiten aus dem Bauordnungsrecht und von Bauvorschriften. 
Gleich zu Anfang stellte MR Dipl.-Ing. Jost Rübel „Aktuelles aus dem Bauordnungsrecht – Schwerpunkt Betreuungsrichtlinie“ vor. Zur „Neufassung der PrüfVO“ sprach MR Knut Czepuck. Insbesondere stellte er die Veränderungen im Inhalt und den Verfahren in den Mittelpunkt seines Vortrags. Dr. Gary Blume thematisierte die „Neufassung der DIN 18230, Teil 5 Maschineller Rauchabzug“. Der „Weißdruck zur DIN 18230“ war Thema des Vortrags von Dr.-Ing. Jürgen Dargel. Besonders interessant war der im Anschluss anknüpfende Vortrag des Brandrats Dipl.- Phys. Björn Maiworm.  Dabei bewertete er das neue Verfahren zur Bemessung von Brandbekämpfungsabschnittsflächen aus Sicht der Feuerwehr.
Aber auch Themen wie „Bestandsschutz nach dem Stand der Rechtssprechung“, „Brandschutz kontra Amokschutz“ oder auch „Brandsimulationen in der Brandursachenermittlung“ wurden behandelt.
Als Höhepunkt erlebten die Teilnehmer in den Nachmittagsstunden einen Rauchversuch. Vorab referierte Udo Kirchner über „Kalibrierte Rauchversuche zur realistischen Prüfung von Entrauchungskonzepten“.  Dabei stellte er zunächst die Prüfapparatur „Smoke 3“ vor,  die die Teilnehmer danach live erleben konnten. „Mit Smoke 3 können wir ab sofort Brände viel realistischer simulieren wie bisher“, sagte Udo Kirchner. Bei dem Versuch wurde mit einem Gasringbrenner ein Feuer entzündet. Nebelfluid wurde in dessen Temperaturfahne geblasen. So konnte in vier Minuten der Saal mit rund 1.000 m³ Rauch gefüllt werden.  Die Entrauchungsanlage benötigte weitere vier Minuten, um den Rauch wieder aus dem Saal zu filtern.

TEXT: Feuertrutz

IP Schutzklassen

2. September 2010

In den technischen Daten für elektronische Geräte wird oft von Schutzklassen, IP-Klassen, IP-Codes oder ähnlichem gesprochen. 
Doch was bedeutet IP eigentlich?
Die Abkürzung IP steht laut DIN EN 60 529 für International Protection, wird aber im englischen Sprachraum als Ingress Protection verwendet. In der DIN EN 60 529 werden sie mit dem Titel Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code) festgehalten und als Schutzklassen und Normen definiert, die angeben, welchen Umweltbelastungen hinsichtlich Berührung, Fremdkörper- und Feuchtigkeitsschutz ein System ausgesetzt werden kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Schutzart gibt somit einerseits die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln für verschiedene Umgebungsbedingungen an, andrerseits den Schutz von Menschen bei deren Benutzung gegen potentielle Gefährdung. Viele elektronische Geräte müssen unter erschwerten Umweltbedingungen über viele Jahre sicher arbeiten. Neben dem zulässigen Temperaturbereich stellt die chemische Belastung eine Einsatzbeschränkung dar. Für eine zuverlässige Funktion muss auch das Eindringen von Nässe und Fremdkörpern, wie z. B. Staub, verhindert werden, dieses wird durch die IP-Prüfungen sichergestellt. Bezüglich ihrer Eignung für verschiedene Umgebungsbedingungen werden die Systeme in die entsprechenden Schutzarten, die IP-Codes eingeteilt.

Den in der Schutzartbezeichnung immer vorhandenen Buchstaben IP wird eine zweistellige Zahl angehängt. Diese zeigt an, welchen Schutzumfang ein Gerät bezüglich Berührung bzw. Fremdkörper (erste Ziffer) und Feuchtigkeit (zweite Ziffer) bietet. Der zum Teil verwendete Begriff IP-Schutzklasse ist allerdings nicht richtig, er ist durch den Begriff IP-Schutzart zu ersetzen. Sofern eine der IP-Prüfungen nicht durchgeführt wurde, wird im IP-Code die entsprechende Ziffer durch ein „X“ ersetzt. Bei Bedarf können an die Zahlenkombination noch Buchstaben zur genaueren Beschreibung der Schutzart angehängt werden.  Hat ein Gerät unterschiedliche Schutzarten für unterschiedlich vorgesehene Montageanordnungen, so müssen die betreffenden Schutzarten vom Hersteller in den Anleitungen, die den jeweiligen Montageanordnungen zugeordnet sind, angegeben werden. Die erste Kennziffer beschreibt den Schutz des Geräts gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern und vor Berührung.

Die zweite Ziffer ist der Schutz des Geräts gegen das Eindringen von Wasser mit schädlichen Auswirkungen.

Beispiel: Ein Gerät der Schutzklasse IP 54 ist staub- (bei dauerhafter Einwirkung kann der Staub dennoch eindringen) und spritzwassergeschützt (es widersteht aber nicht einem stetigem Wasserstrahl). Zu beachten ist, dass die Kälte- bzw. Hitzeempfindlichkeit eines Geräts in der IP-Kennzeichnung keine Berücksichtigung findet. Den IP-Klassen sind auch Symbole zugeordnet.

Die Prüfungen zur IP-Klassifizierung stellen eine Momentbetrachtung dar. Langzeitschäden wie Korrosion, Kondensat, chemische Stoffe o.ä. werden durch diese Prüfung nicht abgedeckt. Zur Zeit werden beim IFT Rosenheim Untersuchungen zum Thema IP-Prüfungen und Langzeitbetrachtungen mit Praxistests unter Realbedingungen durchgeführt.
Praxisbeispiel: Antriebe zum Öffnen und Schließen von Fenstern in Fassade und im Dach

In diesem Anwendungsbereich kommt es bedauerlicherweise immer wieder vor, dass südeuropäische Antriebshersteller hohe IP-Klassen vor allem für Kettenantriebe angeben. Ein Hersteller ist nicht verpflichtet, die Angabe seiner IP-Klasse durch eine Prüfung nachzuweisen. Sollte sich herausstellen, dass diese Angaben nicht der Wahrheit entsprechen, können dadurch entstandene Schäden dem Hersteller angelastet werden. Bei Kettenantrieben handelt es sich um eine offene Konstruktion. Im Bereich des Kettenaustrittes treten konstruktionsbedingt Wasser und Fremdkörper ein.

Im Unterschied zu Linearantrieben ist es sehr verwunderlich, dass Kettenantriebe eine hohe IP-Klassifizierung erreichen. Es gibt Linearantriebe, die trotz niedriger IP-Klasssifizierung einwandfrei im Freien funktionieren, wie sich in der Praxis herausstellte. Ein Linearantrieb ist ebenfalls ist nicht 100% dicht. Das Funktionsprinzip eines Linearantriebs ähnelt dem einer Luftpumpe.

Beim Ausfahren der Schubstange wird Luft eingesogen (Unterdruck), somit kann auch feuchte Luft einzogen werden, die sich dann als Kondensat absetzt. Dieses kann zu Schäden führen, wenn es nicht gezielt abgeführt wird. Die gezielte Abführung durch Öffnungen im Gehäuse ist der Grund für eine niedrige IP-Klassifizierung.
Fazit
Zusätzlich zu den Prüfungen zur IP-Klasse sollte somit immer auch der Einsatzzweck und die Einbausituation betrachtet werden. Der Linearantrieb M9 water resistant wurde nachweislich auf seine Tauglichkeit zur Nutzung im Freien geprüft, obwohl er mit einer IP-Klassifizierung von IP44 eine niedrige Zuteilung erhielt. Die IP-Schutzart wird hier erreicht, wenn die zulässige Einbausituation von 45°, Schubstange nach oben, eingehalten wird.

Text: A. Erdmann  STG-BEIKIRCH GmBH & CO KG